Titelaufnahme

Titel
Einflussnahme von Niereninsuffizienz und Nierenersatzverfahren auf ausgewählte Opioide / vorgelegt von Sabine Fleck
Verfasser / VerfasserinFleck, Sabine
GutachterFruhwald, Sonja
ErschienenWien, 2017
Umfang56 Blatt
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Masterarb., 2017
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarbeit, 2017
Datum der AbgabeMai 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)niereninsuffiziente Patienten / Hämodialysepatienten / Glomerulären Filtrationsrate (GFR) / ARDS / BAL / Cytospin / FACS / Durchflusszytometrie / ALI
Schlagwörter (EN)ARDS / BAL / cytospin / FACS / flow cytometry / acute respiratory distress / ALI
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-11744 Persistent Identifier (URN)
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Einflussnahme von Niereninsuffizienz und Nierenersatzverfahren auf ausgewählte Opioide [0.36 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Wissen um die pharmakologischen und klinischen Eigenschaften von Opioiden ist wichtig für einen effektiven und sicheren Einsatz bei niereninsuffizienten Patienten, respektive Hämodialysepatienten. In den letzten Jahren zunehmend ursächlich verantwortlich für das Symptom Schmerz in diesem Patientenkollektiv sind Komorbiditäten verbunden mit Diabetes mellitus und arteriellem Hypertonus, weitere auslösende Faktoren sind renale strukturelle Veränderungen oder dialyseassoziierte Beschwerden.

Mathematische Kalkulationen der Glomerulären Filtrationsrate (GFR) teilen die Nierenfunktionsstörung in Schweregrade ein, für Opioide und deren Metabolite welche renal eliminiert werden gibt es GFR-adaptierte Empfehlungen zur Tageshöchstdosis.

Aus den eigenen Erfahrungen im Akutschmerzdienst ist eine Schmerzprogression während oder nach dem Nierenersatzverfahren bekannt, Ziel dieser Masterarbeit war die Evaluierung der laut Literatur klinisch nebenwirkungsfrei einsetzbaren Opioide unter Niereninsuffizienz Hämodialyse. Es erfolgte eine systematische Literatursuche in der Datenbank PubMed mit den Schlagworten ‚renal failure and hemodialysis and opioid therapy‘, welche 155 Eintragungen ergab. Nach dem Titel- und Abstract-Screening blieben 22 offen prospektive Beobachtungsstudien übrig, welche gemeinsam mit 10 Fallberichten zur primären Evaluierung herangezogen wurden.

Empfehlungen zum klinischen Einsatz wurden überwiegend aus signifikanten Veränderungen in der Plasmaspiegelkonzentration, Eliminationshalbwertszeit und Verteilungsvolumen gezogen. Gut geeignet für niereninsuffiziente Patienten sind Hydromorphon, Buprenorphin, Methadon, Tilidin und die ‚Narkoseopioide‘ Sufentanil und Remifentanil, eine Dosisreduktion ist angezeigt bei Morphin, Oxycodon, Fentanyl, Tramadol und fraglich Alfentanil. Bei Hämodialysepatienten sind Hydromorphon, Buprenorphin, Methadon, Tilidin und Sufentanil bedenkenlos einsetzbar. Über Symptome der Überdosierung wurde trotz signifikanter Unterschiede der pharmakokinetischen Parameter in den Studien nicht berichtet. Eine eigene Beobachtung an 13 Hämodialysepatienten mit einer Opioiddauertherapie am ansässigen Krankenhaus zeigte einen überwiegend literaturkonformen Einsatz dieser Analgetika, eine Schmerzzunahme unter der Nierenersatztherapie wurde nur in einem Fall verzeichnet.

Die vorliegende Arbeit gibt konkrete Vorgaben zum Einsatz von Opioiden unter Niereninsuffizienz Hämodialyse vor, Studien mit einer größeren Fallzahl, Vereinheitlichung der Studienpopulation und Analgetikagaben, sowie eine genaue Definition der Nierenersatzverfahren sind gefordert.

Zusammenfassung (Englisch)

Introduction/Background: As a consequence of several traumata and risk factors patients can develop an acute respiratory distress syndrome (ARDS). It is defined as an acute lung injury (developing in a time span of less than a week) with pulmonary infiltrations on both sides, not being explained by other causes such as embolism or cardiac decompensation, with a Horovitz ratio (PaO2/FiO2) below 300. In the process of developing ARDS several immune processes involving different immune cells, which until now have not been specified, play an important role. Aim/Objectives: The study aims to quantify the regional, alveolar specific immune response of patients with ARDS. This will help depict the involved immune processes more accurately. Materials and Methods: In order to gain cells for the consecutive flow cytometry analysis, peripheral blood is taken from the patients, together with bronchoalveolar lavage (BAL). BAL is a procedure to clarify immunologic or infectious processes going within the alveolar compartment. For BAL a bronchoscopy is performed, during which 0.9% saline solution is instilled and aspirated in order to gain airway cells, immune cells or bacteria. The blood and the BAL fluid are consequentially analyzed at the laboratory of the clinical department for hematology by fluorescence flow cytometry in order to quantify the different immune cells according to their specific CD surface markers. Summary/Conclusion: Flow cytometry of BAL provides a mean to monitor the immunologic processes within the alveolar compartment and allows for quantifying the temporal and qualitative processes of the immune response to ARDS.