Titelaufnahme

Titel
Hyperbare Oxygenierung in der Schmerztherapie : eine mechanismenbasierte Darstellung und eine Bewertung der Wirksamkeit bei ausgewählten Schmerzbildern / vorgelegt von: Kordula Lang-Illievich
Verfasser / VerfasserinLang-Illievich, Kordula
GutachterHerbert, Michael K.
ErschienenWien, 2017
Umfang67 Seiten
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Masterarb., 2017
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarbeit, 2017
Datum der AbgabeApril 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Hyperbare Oxygenierung (HBO) / ARDS / BAL / Cytospin / FACS / Durchflusszytometrie / ALI
Schlagwörter (EN)ARDS / BAL / cytospin / FACS / flow cytometry / acute respiratory distress / ALI
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-11773 Persistent Identifier (URN)
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Hyperbare Oxygenierung in der Schmerztherapie [1.33 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Akute und chronische Schmerzen stellen in der Medizin eine große Herausforderung dar, und nicht zuletzt aufgrund der demographischen Entwicklung ist von einer steten Zunahme der Patientenzahlen mit akuten und chronischen Schmerzen auszugehen. Die Pathophysiologie wird in den letzten Jahren zunehmend besser verstanden, wodurch rationale Begründungen für neue Therapieformen Platz finden.

Neben anderen physikalischen Therapiemaßnahmen hat die Hyperbare Oxygenierung Einzug in die Schmerztherapie gehalten. Hyperbare Oxygenierung (HBO) ist eine Therapieform, bei welcher Patienten in speziellen Druckkammern 100% Sauerstoff unter erhöhtem Umgebungsdruck atmen.

In tierexperimentellen Untersuchungen konnten in Assoziation zu HBO-Therapie eine Reihe von molekularbiologischen und biochemischen Mechanismen festgestellt werden, welche möglicherweise Einfluss auf die Schmerzentstehung und Schmerzverarbeitung Einfluss haben. Ziel dieser Arbeit soll sein, einen Überblick über tierexperimentelle Studien zu bieten, welcher wiederum die Grundlage für das Verständnis und die Interpretation der zu Verfügung stehenden Humandaten bildet.

In den Datenbanken PubMed und Ovid Medline wurde eine systematische Literatursuche durchgeführt. Dadurch konnten 35 Studien mit insgesamt 612 Patienten herausgefiltert werden. Eine Auswertung erfolgte unter zwei Gesichtspunkten: Zum einen wurden die vor allem in Tierstudien gezeigten zugrundeliegenden Mechanismen exzerpiert, und zum anderen wurde die klinische Anwendbarkeit anhand von Humanstudien evaluiert.

Insgesamt konnte gezeigt werden, dass die HBO durchaus, sowohl alternativ als auch additiv, als effektive Methode in der Behandlung chronischer Schmerzen zu sehen ist. Unklar ist sicherlich noch das optimale Dosis-Wirkungsverhältnis. Sowohl um optimale Behandlungsprotokolle, als auch um die Evidenz zu stärken, sind weitere ausreichend gepowerte, hochwertige Untersuchungen v.a. mit Humandaten notwendig.

Zusammenfassung (Englisch)

Introduction/Background: As a consequence of several traumata and risk factors patients can develop an acute respiratory distress syndrome (ARDS). It is defined as an acute lung injury (developing in a time span of less than a week) with pulmonary infiltrations on both sides, not being explained by other causes such as embolism or cardiac decompensation, with a Horovitz ratio (PaO2/FiO2) below 300. In the process of developing ARDS several immune processes involving different immune cells, which until now have not been specified, play an important role. Aim/Objectives: The study aims to quantify the regional, alveolar specific immune response of patients with ARDS. This will help depict the involved immune processes more accurately. Materials and Methods: In order to gain cells for the consecutive flow cytometry analysis, peripheral blood is taken from the patients, together with bronchoalveolar lavage (BAL). BAL is a procedure to clarify immunologic or infectious processes going within the alveolar compartment. For BAL a bronchoscopy is performed, during which 0.9% saline solution is instilled and aspirated in order to gain airway cells, immune cells or bacteria. The blood and the BAL fluid are consequentially analyzed at the laboratory of the clinical department for hematology by fluorescence flow cytometry in order to quantify the different immune cells according to their specific CD surface markers. Summary/Conclusion: Flow cytometry of BAL provides a mean to monitor the immunologic processes within the alveolar compartment and allows for quantifying the temporal and qualitative processes of the immune response to ARDS.