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Bibliographic Metadata

Title
Die Effektivität der Low-Level Lasertherapie (LLLT) bei manifester radiogener Dermatitis und Mukositis in Abhängigkeit von Primärtherapie und Lokalisation : Ergebnisse einer retrospektiven Analyse vor dem Hintergrund der aktuellen Evidenz / vorgelegt von Eva Maria Weis
AuthorWeis, Eva Maria
Thesis advisorGeinitz, Hans
PublishedWien, 2017
Description72 Blatt : Illustrationen
Institutional NoteMedizinische Universität Wien, Diplomarbeit, 2017
Institutional NoteMedizinische Universität Wien, Masterarb., 2017
Date of SubmissionApril 2017
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (DE)Low-Level Lasertherapie (LLLT) / Radiodermatitis (RD) / ARDS / BAL / Cytospin / FACS / Durchflusszytometrie / ALI
Keywords (EN)ARDS / BAL / cytospin / FACS / flow cytometry / acute respiratory distress / ALI
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-11830 Persistent Identifier (URN)
Restriction-Information
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Die Effektivität der Low-Level Lasertherapie (LLLT) bei manifester radiogener Dermatitis und Mukositis in Abhängigkeit von Primärtherapie und Lokalisation [0.87 mb]
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Abstract (German)

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Stellenwert der Low-Level Lasertherapie (LLLT) in der Behandlung der Radiodermatitis (RD) und der radiogenen oralen Mukositis (OM). Beide Nebenwirkungen der Radiotherapie (RT) sind durch ihre Schmerzhaftigkeit für den Patienten sehr belastend. Die üblichen Supportivmaßnahmen sind in ihrer Wirksamkeit limitiert. Im ersten Teil der Arbeit werden die Grundlagen für das Verständnis der Wirkungsweise der LLLT, die Pathophysiologie der OM und RD sowie die aktuelle Evidenz der LLLT in dieser Indikation erörtert. Während die Effektivität der enoralen LLLT zur Prävention einer OM in randomisierten Studien nachgewiesen ist, existiert zur Therapie einer bereits manifesten OM und RD mit dem Flächenlaser kaum Literatur, auch der Einfluss einer simultanen Chemo- oder Immuntherapie und der Lokalisation des Bestrahlungsfeldes auf den Effekt der LLLT ist bislang unklar. Um erste Daten diesbezüglich zu generieren, wird im 2. Teil der Arbeit eine retrospektive deskriptive Analyse der Daten von 112 konsekutiven Patienten, die im Zeitraum von 1/12 bis 6/16 wegen einer manifesten OM und/oder RD eine LLLT mit dem Flächenlaser FL 3500 der Firma Heltschl (P= 350 mW, = 660 nm, D= 4 J/cm2) parallel zur RT erhalten haben, durchgeführt (Gruppe A (n=57): HNO; Gruppe B (n=24): Mamma; Gruppe C (n=27): Becken/Leisten; Gruppe D (n=4): andere; Subgruppen: +/- Chemo-/Immuntherapie). Eine systematische Dokumentation der Ausprägung der RD und OM nach RTOG (Radiation Therapy Oncology Group)/EORTC (European Organisation for Research and Treatment of Cancer) G1-4 sowie der Schmerzintensität nach der Numerischen Rating-Skala (NRS) 0-10 erfolgte bei jeder Lasersitzung.

Ergebnis: Die deskriptive Analyse zeigt eine Reduktion von OM und Schmerz in der Gesamtgruppe und allen untersuchten Subgruppen, lediglich bei der Radioimmuntherapie mit Erbitux® hat sich die Schmerzsymptomatik verstärkt, OM und RD waren mit Erbitux® stabil. Die medianen Werte für die RD sind zum Zeitpunkt T1 (Beginn der LLLT) und T2 (Ende der RT) in der Gesamtgruppe, in Gruppe A und C sowie mit Erbitux® stabil, in allen anderen Subgruppen deutlich gebessert. Unter Verwendung des Wilcoxon-Tests für verbundene Stichproben war in der Gesamtgruppe (n=112) ein signifikanter Unterschied der zentralen Tendenzen für die RD (p=0,001) und für die Schmerzintensität (p<0,001) zum Zeitpunkt T1 und T2 im Sinne einer Symptombesserung nachzuweisen. Der Unterschied für den Grad der OM zum Zeitpunkt T1/T2 ergab keine Signifikanz (p=0,199). Schlussfolgerung: Die Anwendung des Flächenlasers begleitend zur Radio(chemo)therapie scheint bei bereits manifester RD und OM eine wirksame Supportivmaßnahme mit analgetischer Wirkung zu sein. Durch die LLLT kann eine Besserung der RD und eine Stabilisierung der OM erzielt werden. Randomsierte Studien werden benötigt.

Abstract (English)

Introduction/Background: As a consequence of several traumata and risk factors patients can develop an acute respiratory distress syndrome (ARDS). It is defined as an acute lung injury (developing in a time span of less than a week) with pulmonary infiltrations on both sides, not being explained by other causes such as embolism or cardiac decompensation, with a Horovitz ratio (PaO2/FiO2) below 300. In the process of developing ARDS several immune processes involving different immune cells, which until now have not been specified, play an important role. Aim/Objectives: The study aims to quantify the regional, alveolar specific immune response of patients with ARDS. This will help depict the involved immune processes more accurately. Materials and Methods: In order to gain cells for the consecutive flow cytometry analysis, peripheral blood is taken from the patients, together with bronchoalveolar lavage (BAL). BAL is a procedure to clarify immunologic or infectious processes going within the alveolar compartment. For BAL a bronchoscopy is performed, during which 0.9% saline solution is instilled and aspirated in order to gain airway cells, immune cells or bacteria. The blood and the BAL fluid are consequentially analyzed at the laboratory of the clinical department for hematology by fluorescence flow cytometry in order to quantify the different immune cells according to their specific CD surface markers. Summary/Conclusion: Flow cytometry of BAL provides a mean to monitor the immunologic processes within the alveolar compartment and allows for quantifying the temporal and qualitative processes of the immune response to ARDS.

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