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Bibliographic Metadata

Title
Computed tomography- (CT-) Analysis of Attachment loss in patients with bruxism and aggressive/chronic Periodontitis - retrospective data analysis
AuthorHadzimehmedovic, Alma
Thesis advisorRausch-Fan, Xiaohui
Published2017
Description93 Blatt : Illustrationen, Diagramme
Institutional NoteMedizinische Universität Wien, Diplomarbeit, 2017
Date of SubmissionNovember 2017
LanguageEnglish
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (DE)Parodontitis / Bruxismus / Knochenabbau
Keywords (EN)Periodontitis / Bruxism / Bone loss
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-12088 Persistent Identifier (URN)
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 The work is publicly available
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Computed tomography- (CT-) Analysis of Attachment loss in patients with bruxism and aggressive/chronic Periodontitis - retrospective data analysis [9.69 mb]
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Abstract (German)

Einleitung: Bruxismus könnte einen Einfluss auf die Progression der Parodontitis haben und dadurch den Abbau des Kieferknochens beeinflussen. Besonders wichtig für die Entstehung des Knochenabbaus ist die Intensität, Art, Dauer und Größe der Knirschbewegungsrichtungen, die durch stark belastete Zähne auf die Knochen einwirken. In dieser Arbeit wird mittels Computer-Tomographie der Knochenabbau, der durch okklusales Trauma am vorgeschädigten Parodont entstanden ist, ausgewertet.

Ziel: Ziel dieser Arbeit ist es, den Zusammenhang zwischen dem Knochenabbau im CT und dem unbewussten Knirschmuster bei PatientInnen mit chronischer/aggressiver Parodontitis darzustellen. Durch Evaluierung des Knochenlevels am CT bei ParodontitispatientInnen und parodontal gesunden PatientInnen soll der Einfluss des okklusalen Traumas auf ein Fortschreiten des Knochenabbaus bestätigt werden.

Material und Methode: 33 Personen haben an dieser Studie teilgenommen.^ ^Aggressive/Chronische Parodontitispatienten und eine Kontrollgruppe, die parodontal gesund ist, wurden untersucht. Die Personen in beiden Gruppen sind zwischen 20 und 40 Jahren alt und allgemeinmedizinisch unauffällig. Anhand des Brux Checkers, welche die ProbandInnen 2 Nächte pro Kiefer getragen haben, wurden die Knirschmuster aufgezeichnet, und nach der Größe und der Knirschbewegungsrichtung, der Lokalisation und Dauer des Knirschmusters, eingeteilt. Bei den CT-Bildern wird der Knochenabbau von der Schmelz-Zement Grenze, nach apikal evaluiert. Von der Schmelz-Zement-Grenze aus wird der Knochenabbau an 6 Stellen (buccal, mesiobuccal, distobuccal, palatinal/lingual, mesio-palatinal/lingual, disto-palatinal/lingual) um den Zahn in jedem CT-Bild mit dem Cursor markiert und mittels Computer Software (Osirix) wird die Fläche berechnet.^ Die einzelnen Flächenwerte werden addiert und mit den Schichtdicken von 1 mm multipliziert, woraus sich dann für jeden Zahn ein Volumenwert in mm des Knochenverlusts mit zugehöriger Lokalisation ergibt nach der Formel: Volumen = Summe der Flächen Höhe Endpunkt der Messung ist der apikalste Punkt, der noch nicht die knöcherne Begrenzung des Taschenbodens zeigt. Die Schichtdicke der CT-Aufnahmen ist 1 mm.

Ergebnisse: Bei Patienten mit Parodontitis und unbewussten, nächtlichen Bruxismus sind besonders die Kombination von Mediotrusion+Laterotrusionsbewegung (Med+Lat) und die Mediotrusion (Med) für den Knochenabbau verantwortlich, der größte Volumenabbau befindet sich bei den Molaren.

1) Vergleicht man die Größe des Volumenabbaus zwischen den Zahngruppen, besteht ein hoch signifikanter Unterschied (p=0,001).^ Den größten durchschnittlichen Volumenabbau haben die Molaren mit 106, 563 mm bei Patienten/Innen mit Aggressiver Parodontitis; 107,819 mm bei Molaren aus der Chronischen Parodontitis Gruppe und 28,456 mm bei Molaren aus der Kontrollgruppe.

2) Vergleicht man die Größe des Knirschmuster zwischen den Zahngruppen, so ist ein hoch signifikanter Unterschied gegeben (p=0,001). 21,59 % die Incisivi haben ein flaches Knirschmuster, bei den Molaren beträgt das 22,51%, 22,51 % bei Prämolaren und 13,47 % bei den Eckzähnen. Punktförmiges Knirschmuster kommt mit 6,46 % bei Incisivi, 1,85 % bei Molaren, 4,98 % bei Prämolaren und 1,29% bei Eckzähnen, vor. Kein Knirschmuster kommt bei Incisivi mit 1,29 %, bei Molaren mit 0,37 %, 1,11 % bei Prämolaren und 0,18 % bei Eckzähnen, vor.

3) Zwischen Größe des Volumenabbaus und Knirschbewegung bei PatientInnen mit Aggressiver Parodontitis gibt es einen hoch signifikanten Unterschied (p=0,001).^ Der größte Volumenabbau von 98,949 mm im Durchschnitt ist bei Kombination von Mediotrusion + Laterotrusion gefunden, gefolgt von der Mediotrusion mit 80,221 mm im Durchschnitt. Den geringsten durchschnittlichen Volumenabbau hat die Protrusion mit 56,378 mm. Vergleicht man Größe des Volumenabbaus und Knirschbewegung bei PatientInnen mit Chronischer Parodontits, gibt es auch einen hoch signifikanten Unterschied (p=0,005). Der größte Volumenabbau von 117,951 mm im Durchschnitt ist bei Mediotrusion gefunden worden, gefolgt von der Kombination Lat+Med mit 97,516 mm im Durchschnitt.^ Den geringsten durchschnittlichen Volumenabbau hat die Laterotrusion mit 53,385 mm und die Protrusion mit 55,930 mm im Durchschnitt.

4) Vergleicht man den durchschnittlichen Volumenabbau an jede Zahnseite mit Knirschbewegung bei PatientInnen mit Aggressiver Parodontitis, so ist ein signifikanter Unterschied gegeben an der distobukkalen Seite (p=0,045), palatinalen/lingualen Seite (p=0,001), mesiopalatinalen/lingualen Seite (p=0,001) und distopalatinalen/Lingualen Seite (0,001). Die Kombination von der Med+Lat und Mediotrusion ist die häufigste Bewegungsart. Vergleicht man den durchschnitlichen Volumenabbau an jeder Zahnseite mit Knirschbewegung bei PatientInnen mit Chronischer Parodontitis, so ist ein signifikanter Unterschied gegeben an der mesiopalatinalen/lingualen Seite (p=0,023) und eine tendenzielle Signifikanz (p=0,054) an der bukkalen Seite.^ Bei der Kontrollgruppe mit gleichem Vergleich gibt es einen signifikanten Unterschied an der bukkalen Seite (p=0,020), palatinalen/lingualen Seite (0,001) und an der distopalatinalen/Lingualen Seite (p=0,020).

Diskussion: Da es in dieser Pilot Studie bewiesen wurde, dass die Mediotrusionsbewegung zusammen mit Kombination von Mediotrusion + Laterotrusion einen signifikant höheren Einfluss auf den Knochenabbau haben als das Knirschmuster, soll eine größere Beachtung im Rahmen einer umfassenden, parodontalen Therapie besonders der Okklusion, geschenkt werden. Die Eckzahnführung, als bevorzugtes Okklusionskonzept, sollte angestrebt werden.

Conclusio: Der Brux Checker hat sich als besonders hilfreiches, einfaches und kostengünstiges Mittel der Wahl, bei der Buxismus Detektion erwiesen und sollte deswegen bei jeder Parodontitisanamnese verwendet werden. Wegen seiner problemlosen Verwendung bietet er auch das Potential seine Funktionalität zu erweitern.

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