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Titelaufnahme

Titel
Sportfähigkeit nach Kreuzbandersatz eine Pilotstudie : Auswertung der Langzeitergebnisse einer neuen Untersuchungsmethode zur Evaluation der individuellen Dauer bis zu einer möglichen Rückkehr zur prätraumatischen sportlichen Belastung / eingereicht von Julian Seeliger
Verfasser / VerfasserinSeeliger, Julian
GutachterWurnig, Christian ; Wepner, Florian
Erschienen2017
Umfang72 Blatt : Illustrationen
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2017
Datum der AbgabeDezember 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Orthopädie / Sportmedizin / Kreuzbandruptur / VKB / Bewegungsanalyse
Schlagwörter (EN)orthopedics / sports medicine / torn ACL / ACL / motion analysis
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-12311 Persistent Identifier (URN)
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Sportfähigkeit nach Kreuzbandersatz eine Pilotstudie [2.14 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Die Ruptur des vorderen Kreuzbandes ist eine besonders von Sportlern gefürchtete Verletzung, da mit ihr ein langer Rehabilitationsprozess und somit eine lange Abwesenheit vom aktiven Sportgeschehen einhergeht. Trotz der epidemiologischen Relevanz dieser Verletzung ist es dennoch schwierig zu sagen, wie lange tatsächlich nach der Operation eine Sportpause eingelegt werden sollte, da objektive Messverfahren zur Wiedererlangung der sportlichen Belastbarkeit fehlen. Deswegen sollte im Zuge dieser Studie eine neuartige Untersuchungsmethode etabliert werden, welche diesen Zeitpunkt der möglichen Rückkehr zum Sport möglichst genau festlegen kann.

Methodik: Es wurden insgesamt 33 Patienten mit nachgewiesenem Kreuzbandriss und ohne Begleitverletzungen in die Studie eingeschlossen.^ ^Sie wurden präoperativ sowie sechs, neun, zwölf und fünfzehn Monate postoperativ mittels einer eigens erstellten Testbatterie der Bewegungsanalyse, Messung des Oberschenkelumfangs, Messung der Maximalkraft der Knieextensoren und -flexoren, Kniestatuserhebung sowie einer Erhebung dreier Fragebögen dahingehend untersucht, ob die Ergebnisse der Bewegungsanalyse mit der Wiederaufnahme der sportlichen Betätigung übereinstimmen. Hierfür wurde sowohl in der Gesamtzahl der Patienten als auch in der Gruppeneinteilung, ob zum jeweiligen Termin bereits der prätraumatische Aktivitätsgrad erreicht wurde, das verletzte Bein mit dem gesunden Bein verglichen.

Resultate: Beim Niedersteigen und -springen näherten sich die Bewegungsausmaße und Drehbelastungen des verletzten Knies in der Frontalebene über die gesamten fünfzehn Monate denen des gesunden Beins an.^ Beim Niedersprung aus 20 cm Höhe zeigte sich eine Verbesserung der Drehbelastung des betroffenen Beins bei denjenigen, die bereits wieder voll sportlich aktiv waren. Auch eine subjektive Besserung des betroffenen Knies konnte mit einer verringerten maximalen Varusauslenkung beim selben Test korreliert werden.

Conclusio: Es konnte ein erster Schritt zur Etablierung der eingeführten Testbatterie gegangen werden. Die genannten Erkenntnisse konnten aufgrund der geringen Fallzahl nicht als statistisch signifikant bewiesen werden, doch geben sie berechtigte Hoffnung, eben diese Signifikanz in weiteren Folgestudien nachweisen zu können. Besondere Bedeutung werden hierfür auch in Zukunft die Niedersteig- und Niedersprungtests haben.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: An athlete who suffers a torn anterior cruciate ligament and must undergo ACL reconstruction has to take a long break from sports. Even though it is a very common injury, especially among the younger population, it is still hard to determine the exact duration of this lay-off and the date of the possible return to sport. Therefore, this study tried to base a new diagnostic method to define this date.

Methods: 33 patients with a verified torn ACL and no further injuries were included in this study. They were examined five times, a few days before the ACL reconstruction and six, nine, twelve and fifteen months after the surgery. Those examinations included a new combination of tests during motion analysis, the measurement of the circumference of the upper legs, the measurement of the maximal strength of the knee extensors and flexors, the examination of the knee status and three questionnaires.^ ^The injured leg was compared to the intact leg both in the total study population and between those who already ended their sports break and those who did not to find possible correlations between the motion analysis and the date of the return to sport.

Results: The descent and leaping down from the step machine showed that the range of movement and the torsional load in the frontal plane of the injured knee approached the intact knee during the whole time of this study. Furthermore, the torsional load caused by varus and valgus moment of the injured leg one second after leaping down from 20 cm height showed an enhancement within the group who already returned to sports.^ A subjective improvement of the injured knee correlated with more varus-valgus stability during the same test.

Conclusion: This study displayed that this new combination of tests during motion analysis could be helpful to determine the best possible date to return to sports after an ACL reconstruction.

Although no statements of statistical significance could be made because of the small study population, there is a high hope that following studies can verify these diagnostic methods. To do so coming studies should proceed to concentrate on those tests that included the descent and leaping down from the step machine.

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