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Title
Notarzteinsätze des NAW Baden im Jahre 2014 - eine retrospektive deskriptive Datenanalyse / eingereicht von Christine Köck
AuthorKöck, Christine
Thesis advisorSchreiber, Wolfgang
Published2017
Description89 Seiten : Diagramme
Institutional NoteMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2017
Date of SubmissionDecember 2017
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (DE)NAW / Notarzt / Notarztwagen / Primärversorgung / Rettung / Rettungsdienst / Notfallmedizin / Präklinik / präklinische Notfallmedizin
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Abstract (German)

Hintergrund: Die bodengebundene präklinische Notfallversorgung wird in Niederösterreich von den Rettungsorganisationen des Österreichischen Roten Kreuzes, des Arbeiter-Samariter-Bundes Österreich und der Johanniter Unfallhilfe gebildet. Derzeit bestehen 32 Notarztstütz-punkte in Niederösterreich (1), die in bestimmten geographischen Regionen für die Bedarfs-versorgung der Bevölkerung zuständig sind. Einer dieser Stützpunkte befindet sich in Baden bei Wien. In dieser Studie sollen das Patientenkollektiv sowie die Einsätze an sich, beschrie-ben werden, die der Notarztwagen Baden im Jahr 2014 durchgeführt hat.

Material und Methoden: Einschlusskriterien in dieser Studie waren alle Patienten, die im Zeitraum vom 01. Jänner 2014 bis 31. Dezember 2014 mit dem Notarzt in Kontakt gekommen sind.^ ^Dienstfahrten, Ambulanzdienste und Stornierungen wurden ausgeschlossen, wodurch 2.338 Fälle in der Studie berücksichtigt wurden.

Ergebnisse: 2.320 (99,2%) aller Fälle waren Primäreinsätze; die restlichen 18 (0,8%) Fälle waren Sekundäreinsätze. Die meisten Alarmierungen fanden zwischen 10.01 Uhr und 11.00 Uhr statt [n=157]. Anforderungen durch Ärzte und Pflege-/Rettungspersonal waren mit 19,0% [n=418] der häufigste Alarmierungscode. Nach Baden wurde der NAW Baden mit Abstand am häufigsten berufen [n=725; 31,6%]. Mit mehr als 50% stellte der internistische Notfall die höchste Anzahl dar [n=1.352; 58,4%]. Das Patientenkollektiv hielt sich in der Geschlechterverteilung weitestgehend die Waage: 50,8% [n=1.139] der Patienten waren Frauen und 49,2% [n=1.103] waren Männer, in der Altersverteilung dominierten Personen im höheren Alter.^ Fast 70% wiesen einen GCS-Wert von 15 [n=1.570; 69,7%] auf und mehr als die Hälfte aller Patienten wiesen einen NACA-Score 3 [n=1.303; 56,7%]. De körperliche Untersuchung wurde bei 1.565 (67,5%) Patienten genau durchgeführt sechs von acht Parametern wurden erhoben und dokumentiert. 1.505 (74,1%) Patienten wurden vor Ort therapiert.

Conclusio: Die Studie zeigte, dass der Notarztwagen in diesem Zeitraum in nicht einmal der Hälfte aller Alarmierungen indiziert war. Jedoch profitierten die restlichen Patienten von der präklinischen medizinischen Versorgung. Die Einsatzalarmierung für die notarztbesetzten Rettungsmittel sollte überarbeitet werden, um eine engmaschigere Indikation für Notarztalar-mierungen zu erreichen und die hohe Anzahl an nicht-indizierten Einsätzen zu reduzieren.

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