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Title
Einfluss eines entwicklungsfördernden Ernährungskonzepts auf das Trinkverhalten von Frühgeborenen - eine retrospektive Datenanalyse : eingereicht von Kim Rudofsky
AuthorRudofsky, Kim
Thesis advisorKirchner, Lieselotte
Published2018
Description77 Bl. : Illustrationen
Institutional NoteMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2018
Date of SubmissionJanuary 2018
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (DE)Frühgeborene / Frühgeburt / Trinkverhalten / orale Nahrungsaufnahme / Trinkschwäche / Trinkversuch / Muttermilch / Formula / Stillen
Keywords (EN)preterm infant / drinking behaviour / oral feeding / breast milk
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Abstract (German)

ZIEL DER STUDIE: Das Ziel dieser retrospektiven Datenanalyse war der Vergleich des Trinkverhaltens von Frühgeborenen vor und nach Durchführung eines intensiven Schulungsprogramms zur Optimierung des Saugverhaltens.

HINTERGRUND: Vor der 32.Schwangerschaftswoche sind die wenigsten Frühgeborenen in der Lage, eigenständig oral Nahrung zu sich zu nehmen. Dies liegt einerseits an der Unreife zahlreicher Organsysteme, anderseits an der fehlenden Koordination von aktivem Saugen, Schlucken und Atmen. Insofern ist die indirekte Vorbereitung auf die orale Nahrungsaufnahme in dieser Zeit sehr wichtig.

PATIENTEN UND METHODEN: Im Jahr 2015 wurde an der Intermediate Care Station 15B der Medizinischen Universität Wien ein Schulungsprogramm zur Optimierung des Saugverhaltens gestartet. Es nahmen alle dort tätigen Pflegepersonen sowie die Eltern der Frühgeborenen teil.^ ^In die Studie wurden alle frühgeborenen Kinder eingeschlossen, welche im Zeitraum vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014, also vor Durchführung dieses Trainingsprogramms, und vom 01.10.2015 bis zum 30.09.2016, also nach Etablierung des neuen Pflege- und Ernährungskonzepts, an dieser Abteilung behandelt wurden. Die Kinder der jeweiligen Gruppen (ohne/mit Schulungsprogramm) wurden des Weiteren innerhalb ihrer Kohorte in Untergruppen (Gestationsalter unter 28+0 und 28+1 36+6 Schwangerschaftswochen) eingeteilt.

ERGEBNISSE: Die Frühgeborenen der Studiengruppe zeigten hinsichtlich der Zeit bis zum selbstständigen Trinken kein schnelleres Erlernen der oralen Nahrungsaufnahme. Insbesondere die Kinder der Kategorie 28+1 36+6 Schwangerschaftswochen waren mit den Kindern der Kontrollgruppe gleicher Kategorie vergleichbar. Wir konnten nachweisen, dass mehr Frühgeborene mit Schulungsprogramm bei Entlassung mit Muttermilch ernährt waren.^ Signifikante Ergebnisse waren in der Gruppe der Frühgeborenen 28+1 36+6 Schwangerschaftswochen zu verzeichnen. In Bezug auf die Art der Nahrungsaufnahme war der Anteil der gestillten Kinder in der Studiengruppe tendenziell höher ist als in der Kontrollgruppe.

SCHLUSSFOLGERUNG: Zusammenfassend kann gesagt werden, dass ein konsequentes, entwicklungsförderndes Schulungsprogramm insbesondere den Frühgeborenen der Kategorie 28+1 36+6 Schwangerschaftswochen zu Gute kommt, es zwar nicht die Zeit bis zum selbstständigen Trinken verkürzt, jedoch qualitative Vorteile mit sich bringt.

Abstract (English)

AIM: The aim of this retrospective study was to compare the drinking behaviour of preterm infants with regard to their gestational age before and after an intensive training program in order to optimize sucking.

BACKGROUND: Very few preterm infants born before a gestational age of 32 weeks are able to take up enteral food on their own. This is the result of, on one hand, the immaturity of multiple organ systems and, on the other hand, of the missing coordination between active sucking, swallowing and breathing. However, indirect preparation for the oral intake of food is very important at this time.

PATIENTS AND METHODS: In 2015, a training program for sucking optimization was launched on the Intermediate Care Station 15 B at the Medical University of Vienna. All nurses as well as the parents of the preterm infants took part.^ ^All preterm infants admitted between 01.01.2014 and 31.12.2014 (before the implementation of this training program), and all infants admitted between 01.10.2015 and 30.09.2016 (after establishing the new nutrition approach) were included into the study. The children of both groups (without/with training program) were divided into sub-categories (gestational age less than 28+0 and 28+1 36+6 weeks of pregnancy).

RESULTS: The preterm infants of the study group showed no reduction in time to exclusive oral feeding. In particular the children of category 28+1 36+6 weeks of pregnancy were comparable to the children in the control group of the same category. But we could prove that after the implementation of the training program more preterm infants were fed with breast milk at discharge. This was significant for the group of preterm infants of 28+1 36+6 weeks gestational age.^ The number of breastfed children in the study group tended to be higher than in the control group.

CONCLUSION: In summary, it can be stated that especially preterm infants of 28+1 36+6 weeks gestational age benefit from a consistent training program. A reduction in time to exclusive oral feeding could not be observed; nevertheless the training achieved qualitative advantages.

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