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Bibliographic Metadata

Title
Effektivität der kontinuierlichen Katheteranalgesie des N. ischiadicus zur postoperativen Schmerztherapie bei Patienten mit Knie-TEP im Vergleich zur Single Shot Analgesie / vorgelegt von Dietrich Hübner
AuthorHübner, Dietrich
Thesis advisorGustorff, Burkhard
Published2014
Description66 Blatt : Illustrationen
Institutional NoteMedizinische Universität Wien, Masterarb., 2014
Date of SubmissionJanuary 2014
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (DE)Kniegelenkersatz / postoperative Schmerztherapie
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-12469 Persistent Identifier (URN)
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Effektivität der kontinuierlichen Katheteranalgesie des N. ischiadicus zur postoperativen Schmerztherapie bei Patienten mit Knie-TEP im Vergleich zur Single Shot Analgesie [1.04 mb]
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Abstract (German)

Eine der häufigsten Operationen im Fachgebiet der Orthopädie und Traumatologie ist die des totalen oder teilweisen Kniegelenkersatzes. Knieendoprothetische Eingriffe gehen sehr häufig mit stärksten postoperativen Schmerzen einher.

Für die postoperative Schmerztherapie stehen bei diesen Eingriffen unterschiedliche Verfahren zur Verfügung, dabei wurde in den letzten Jahren immer mehr zu Blockaden der das Kniegelenk versorgenden Nerven übergegangen. Dies hat in den Empfehlungen zur postoperativen Schmerztherapie von den verschiedensten Fachgesellschaften Eingang gefunden. Hier sind besonders die S3-Leitlinie der deutschen Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizin (AWMF) als auch die Empfehlungen der australischen und neuseeländischen Anästhesisten (ANZCA) zu nennen.

Solche Nervenblockaden wurden im Spital Davos etabliert.^ Im Rahmen der Masterarbeit wird retrospektiv der postoperative Verlauf der Schmerzen nach knieendoprothetischen Eingriffen am Spital Davos über einen Zeitraum von Mitte 2005 bis Dezember 2012 anhand der Krankenunterlagen analysiert. Es werden drei unterschiedliche Verfahren der Schmerztherapie in ihrer Wirksamkeit auf die ersten 24 Stunden nach der Operation verglichen. In der ersten Periode erfolgte nur eine Katheteranalgesie des N. femoralis, in der zweiten kam eine singuläre Blockade des N. ischiadicus dazu, bevor in der längsten analysierten Periode beide der die Knieregion versorgenden Nerven über eine Katheter postoperativ blockiert worden waren.

Durch eine kontinuierliche Katheteranalgesie des N. femoralis als auch des N. ischiadicus konnte eine effektivere Schmerztherapie mit einem geringeren Opiatverbrauch erreicht werden als durch eine alleinige kontinuierliche N.^ femoralis-Blockade oder durch eine Kombination aus kontinuierlicher Femoralis-Blockade kombiniert mit einer Single Blockade des N. ischiadicus. Es wurde eine deutliche Reduktion der opiattypischen Nebenwirkungen beobachtet bei gleichzeitiger Verringerung der Anzahl der Patienten, die überhaupt ein Opiat postoperativ benötigten. In der retrospektiven Analyse der Schmerzkatheterprotokolle und Patientendokumente zeigt sich, dass eine alleinige kontinuierliche Blockade des N. femoralis für die postoperative Schmerztherapie bei Kniegelenkersatzoperationen nicht ausreicht, um die Schmerzen der Patienten ausreichend gut zu behandeln.

Die Ergebnisse der Analyse zeigen unter Auswertung der aktuellen Literatur, dass es noch weiterer Untersuchungen bedarf. Ob in den o.g. Leitlinien mit der aufgeführten Empfehlung der Anwendung der kontinuierlichen N. femoralis-Blockade auch eine kontinuierliche Blockade des N.^ ischiadicus aufgenommen werden wird, bleibt Gegenstand der Bewertung zukünftiger randomisierter Studien durch die Gremien der AWMF und der ANZCA.

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