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Titelaufnahme

Titel
„Gewalt durch PatientInnen und/oder deren Angehörige an Krankenhauspersonal“ / eingereicht von Kathrin Kochschitz
Verfasser / VerfasserinKochschitz, Kathrin
GutachterDörfler, Daniela
Erschienen2018
Umfang189 Blatt : Diagramme
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2018
Datum der AbgabeFebruar 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Patientengewalt / Besuchergewalt / Gesundheitsfachpersonen
Schlagwörter (EN)Patientviolence / Visitorviolence / Healthcareworkers
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-12960 Persistent Identifier (URN)
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„Gewalt durch PatientInnen und/oder deren Angehörige an Krankenhauspersonal“ [3.4 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Eine große Anzahl internationaler Studien in den letzten Jahren zeigte, dass Gewalt durch PatientInnen und BesucherInnen weltweit ein immer größer werdendes Problem an allen Gesundheitseinrichtungen darstellt.. Design/Setting: Im Zuge dieser Studie wurde mithilfe eines validierten, auf dem SOVES-G-R basierenden Fragebogens unter den MitarbeiterInnen aller Berufsgruppen der Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der medizinischen Universität Wien (MUW) am allgemeinen Krankenhaus, AKH Wien eine retrospektive Erhebung zu deren Gewalterfahrungen der letzten 12 Monate durchgeführt. Ziel: In dieser retrospektiven Studie wurden die Häufigkeit von PatientInnen- und Angehörigengewalt rückwirkend für 12 Monate und für die Woche vor der Befragung an der Frauenklinik des AKH Wien erhoben. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen für Personal und AggressorIn und die Interventionen der MitarbeiterInnen wurden erfragt. Außerdem wurde erhoben, wie sicher sich die Angestellten im Umgang mit PatientInnen- und Angehörigengewalt fühlen und ob sie sich Schulungen wünschen. Ferner wurde das Dokumentations- und Meldeverhalten der Angestellten untersucht. TeilnehmerInnen: Insgesamt wurden an allen Abteilungen der Universitätsklinik für Frauenheilkunde unter MitarbeiterInnen aller Berufsgruppen 335 Fragebogen verteilt. 140 wurden retourniert, was einer Rücklaufquote von 41,8% entsprach. Ergebnisse: 63,3% aller TeilnehmerInnen erlebten in den letzten 12 Monaten vor der Erhebung PatientInnen- und/oder BesucherInnengewalt. 83,3% aller Aggressionsereignisse waren verbaler Art, 16,7% körperlicher. Die psychische Belastung durch solche Vorkommnisse wurde von den Betroffenen als mäßig eingeschätzt (Mittelwert 2,78 verbal und 2,18 für körperliche Gewalt). Bezüglich verbaler und körperlicher Interventionen gegenüber gewalttätigen Personen fühlen sich die meisten MitarbeiterInnen nicht, wenig oder nur mäßig sicher (64,3% / 79,5%). Deshalb wünschen sich mehr als zwei Drittel (68,9%) der TeilnehmerInnen eine entsprechende Schulung beziehungsweise einen Workshop zum Umgang mit Gewalt. In diesen Schulungen sollten nach Meinung von 78,5% der TeilnehmerInnen neben kommunikativen Techniken dem Erkennen von Aggressionsauslösern auch Interventionen gegen Stress und nach Ansicht von 73,5% der Befragten Fähigkeiten zur Sicherstellung des eigenen Wohlergehens und des Verarbeitens der aggressiven Situation gelehrt werden. 58,5% der betroffenen MitarbeiterInnen haben kein einziges, gegen sie gerichtetes Aggressionsereignis offiziell gemeldet und nur 16,1% haben zumindest die Hälfte solcher Vorkommnisse gemeldet. Schlussfolgerungen: PatientInnen- und Angehörigenaggression betrifft auch die MitarbeiterInnen der Universitätsklinik für Frauenheilkunde Wien in ziemlich hohem Maße. Deshalb sollten Ansprechstellen für betroffenen MitarbeiterInnen definiert und angebotene Schulungen für Angestellte besser beworben werden. Eine offizielle und zentrale Meldestelle für Aggressionsereignisse gegen MitarbeiterInnen ist laut stellvertretender Leiterin der Opferschutzgruppe des AKH, Fr. Sabine Eder geplant und muss rasch eingerichtet werden, damit betroffenen KollegInnen Gewalt zeitnahe anzeigen können.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: As a score of international studies in the last few years demonstrated patient and visitor violence is a worldwide increasing problem in all healthcare institutions. Design/Setting: In the course of this study a retrospective survey was conducted by means of a validated questionnaire, based upon the SOVES-G-R, beyond the employees of the university hospital for gynecology of the medical university Vienna, (MUW) at the general hospital, AKH Vienna, to examine retrospective their experience with violence in the past twelve months. Aim: In this retrospective study the frequency of patient and visitor violence at the university hospital for gynecology Vienna, the consequences for personnel and aggressor and the staffs interventions are investigated retroactively for the past 12 months. Besides it was examined how certain the employees feel in handling patient and visitor violence and if training is wanted. Furthermore, the conduct of documentation and report is investigated. Participants: Overall there have been distributed 335 questionnaires at all wards of the university hospital for gynecology Vienna. 140 were returned, which was up to a return rate of 41,8%employees of all wards of the university hospital for gynecology Vienna took part in this investigation. Results: 63,3% of all participants suffered from patient and/or visitor violence in the inquiry period of the past 12 months. 83,3% of all aggression incidents were verbal, 16,7% were of physical kind. The psychological strain is evaluated moderate (Means: 2,78 for verbal- and 2,18 physical violence) by most of the persons concerned. Relating to verbal and physical interventions against violent persons most of the staff felt not at all, little or abstemious certain. Therefore, more than two-thirds (68,9%) of the participants expressed their wish for training in dealing with violence. In these courses, to the mind of 78,5% of all participants, next to communicative techniques and identification of triggers of aggression, even interventions against stress and, up to the mind of 73,5% of all respondents, competences for indemnication of the own well-being and working up the aggressive situation should be taught. Underreporting is a huge problem. 58,5% of the staff concerned have not reported any incident of aggression against them and just 16,1% have at least reported the half of such incidents. Conclusions: Patient and visitor violence also applies to the personnel of the university hospital for gynecology in quite high degree. Therefore, contact points for staff concerned by aggression need to be established and provided trainings must be more advertised. According to assistant head of the “Opferschutzgruppe” at the AKH Vienna, Mrs. Sabine Eder, an official and central reporting office for incidents of aggression against staff is planned and must be established rapidly, so that colleagues concerned can give notice of violence efficiently.

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