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Title
Zur Aussagekraft des perimortalen Secessus im gerichtsmedizinischen Obduktionsgut : Eine retrospektive Pilotstudie / eingereicht von Valentin Wollenek
AuthorWollenek, Valentin
Thesis advisorReiter, Christian
Published2018
Description57 Blatt : Diagramme, Illustrationen
Institutional NoteMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2018
Date of SubmissionMarch 2018
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (DE)Secessus alvi / Harnröhren / Alkohol / Kot / Sekretabgang / retrospektiv / Gerichtsmedizin / Stuhlabgang / Blutalkoholkonzentration / Harnblase / Sekretabsonderung
Keywords (EN)secessus alvi / stool / stress / alcohol / gastrointestinal / hypoxia / perimortal / retrospective / Forensic / defecation / alcohol / urethral secretion / urine bladders
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Abstract (German)

Diese Arbeit stellt eine erste Herangehensweise an die Thematik des perimortalen Secessus, konkret des Abgangs von Stuhl sowie Sekret aus männlichen Harnröhren während des Sterbens, dar. Besonders Stress, aber auch andere Faktoren, wie beispielsweise Alkohol, haben einen bewiesenen Einfluss auf die Motilität unseres Magen-Darm-Trakts. Dass Sterbende Kot verlieren können (=Secessus alvi), ist ebenfalls schon lange bekannt, doch ob es dafür Prädispositionsfaktoren (wie die oben genannten) gibt, wurde bisher nicht wissenschaftlich behandelt.

Auch gibt es einige Berichte, dass besonders bei Erhängungs(un)fällen ein Sekretabgang aus (männlichen) Harnröhren vermehrt aufzufinden ist.

Es stellt sich daher die Frage, ob sich in diesem Zusammenhang aus den Obduktionsbefunden eine grobe Taxierung der Todesumstände erschließen lässt. Dies sollte mittels einer retrospektiven Studie geschehen, hierfür wurden zwei unabhängige Datensätze des Zentrums für Gerichtsmedizin an der Medizinischen Universität Wien herangezogen.

Bei der Thematik des Secessus alvi konnte ein signifikanter Zusammenhang zwischen plötzlichem und kurzem Todeseintritt und dem Abgang von Stuhl festgestellt werden (p=0,01). Ebenfalls wurde ein Stuhlabgang bei Leichen, deren Blutalkoholkonzentration über 0,5 lag, signifikant häufiger beobachtet (p=0,038). Es konnte kein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Absondern von männlichem Sekret und hypoxischen Todesumständen gefunden werden. Jedoch waren Fälle, deren Harnblase bei der Obduktion gefüllt war, signifikant öfter von Sekretabsonderung betroffen als bei leerer Harnblase (p=0,03).

Abstract (English)

This diploma thesis deals with the subject of perimortal secessus, concretely the loss of stool on the one and the secretion of male urethrae on the other hand in the time of death. Different factors, such as stress or the consumption of alcohol, have a proven effect on the human gastrointestinal tract. It is also known, that dying people sometimes lose stool (=secessus alvi), but it has not yet been given attention scientifically, if there are certain predisposing factors (as the ones mentioned above). There also are reports of secretion of male urethrae in cases of hanging or hypoxia in general. Hence the question is raised, if perimortal secessus could possibly permit conclusion to the exitus circumstances.Two stand-alone data sets were used in this retrospective study, both being fed by data from the Zentrum für Gerichtsmedizin (Center for Forensic Medicine) of the Medical University of Vienna.

Concerning the perimortal defecation, a significant connection between the loss of stool and a short death could be found (p=0,01). The tests also revealed, that deceased with a blood alcohol concentration of more than 0,5 lost stool significantly more often (p=0,038). The tests showed no significant results concerning urethral secretion and hypoxic circumstances of death. Nonetheless there was a significant difference between bodies with full urine bladders and those with empty ones. Men with full urine bladders had a higher chance of being tested positive (p=0,03).

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