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Title
Retrospektiver Vergleich des fetalen Outcomes bei maternalem Systemischen Lupus Erythematodes mit dem von anderen Autoimmunerkrankungen / eingereicht von Patrizia Haller
AuthorHaller, Patrizia
Thesis advisorLehner, Rainer
Published2018
Description64 Blatt
Institutional NoteMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2018
Date of SubmissionMarch 2018
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (DE)Systemischer Lupus Erythematodes / Schwangerschaft / Fetales Outcome
Keywords (EN)Systemic Lupus Erythematosus / Pregnancy / Fetal Outcome
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Abstract (German)

Ziel: Der SLE ist eine Autoimmunerkrankung, die sich vorwiegend bei Frauen im gebärfähigen Alter manifestiert. Ziel dieser Arbeit war es das fetale Outcome bei Schwangerschaften von Frauen mit SLE retrospektiv zu untersuchen und mit jenem bei anderen Autoimmunerkrankungen (Sjögren-Syndrom, Hashimoto-Thyreoiditis, Colitis Ulcerosa) zu vergleichen.

Methodik: Insgesamt 76 Geburten von 67 Frauen mit einer diagnostizierten Autoimmunerkrankung wurden in die Analysen eingeschlossen. In der Gruppe der SLE Patientinnen gab es 30 Geburten, in der Gruppe anderer Autoimmunerkrankungen gab es 46 Geburten. Weiters wurden 60 Geburten von Frauen ohne eine Autoimmunerkrankung selektiert. Mittels der Parameter Frühgeburten, Totgeburten, fetales Geburtsgewicht, SGA, Apgar-Werte nach einer, fünf und zehn Minuten, pH-Wert aus der Nabelschnur und Transfer auf die NICU wurde das fetale Outcome vergleichend untersucht.

Ergebnisse: In der SLE-Gruppe war die Rate an Frühgeburten (50%) signifikant höher als in der Gruppe der anderen Autoimmunerkrankungen (26,1%) und im Normalkollektiv (6,7%). Auch das durchschnittliche Geburtsgewicht der Neugeborenen lag mit 2.144,03 894,05 g deutlich unter jenem der beiden anderen Gruppen (Autoimmunerkrankungen: 2.904,50 807,74 g, Normalkollektiv: 3.152,32 583,54 g). In der SLE-Gruppe (36,7%) kamen verglichen mit der Gruppe anderer Autoimmunerkrankungen (15,2%) und dem Normalkollektiv (8,3%) signifikant mehr Neugeborene als SGA (Small for Gestational Age) zur Welt. Der Apgar-Wert nach einer Minute war im Vergleich zum Normalkollektiv signifikant schlechter. In den übrigen Parametern konnten zwar Unterschiede festgestellt werden, diese waren jedoch statistisch nicht signifikant.

Schlussfolgerung: Insgesamt war das fetale Outcome in der Schwangerschaft bei Patientinnen mit SLE in einigen Parametern deutlich schlechter. Dies zeigt uns, dass ein gutes Management von Frauen mit SLE in der Schwangerschaft wichtig ist und solche als Risikoschwangerschaften zu betrachten sind.

Abstract (English)

Objective: SLE is an autoimmune disease primarily affecting women of childbearing age. The aim of this study was to describe fetal outcomes in SLE patients during pregnancy retrospectively and compare it with other autoimmune diseases (Sjoegren Syndrome, Hashimoto-Thyreoiditis, Colitis Ulcerosa).

Methods: 76 neonates born to 67 women with a diagnosed autoimmune disease (AID) were enrolled in the study. The SLE group consisted of 30 neonates, the group of other autoimmune diseases of 46 neonates. Furthermore 60 neonates of women without any AID were selected. To investigate the fetal outcome the parameters preterm birth, stillbirth, birth weight, SGA, Apgar Score, umbilical cord pH value and transfer to NICU were analyzed.

Results: In the SLE group 50% of the neonates were delivered preterm in comparison to 26,1% in the group of other autoimmune diseases and 6,7% in the control group. Also, the mean birth weight was much lower in the SLE group (2.144,03 894,05 g) compared to the other two groups (AIDs: 2.904,50 807, 74 g, control group: 3.152,32 583,54 g). In the SLE group 36,7% of neonates were SGA, in the AID group 15,2% and in the control group 8,3%. The Apgar Score after one minute was significantly lower than in the control group.

Conclusions: Newborns of women with SLE are at increased risk for adverse birth outcomes, such as preterm birth or SGA. This confirms, that a good management during pregnancy is important and that SLE should be considered an elevated risk for pregnancy.