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Title
Der Stellenwert von Propofol in der Analgosedierung bei Schädel-Hirn-Trauma - eine systematische Übersichtsarbeit / eingereicht von Philipp Graf Schwein von Krosigk
AuthorGraf Schwerin von Krosigk, Philipp
Thesis advisorSteltzer, Heinz
Published2018
Description67 Blatt
Institutional NoteMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2018
Date of SubmissionMarch 2018
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (DE)Propofol / Analgosedierung / Sedierung / Schädel-Hirn-Trauma
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Abstract (German)

Einleitung: Patienten mit Schädel-Hirn-Trauma (SHT) stellen ein besonderes Kollektiv auf Intensivstationen dar. Sämtliche Therapiestrategien verfolgen das Ziel, einen ausreichend hohen zerebralen Perfusionsdruck (CPP) zu sichern und einen Anstieg des intrakraniellen Drucks (ICP) zu verhindern bzw. zu minimieren. Der Analgosedierung kommt hierbei eine bedeutende Rolle zu. Propofol ist inzwischen das am häufigsten eingesetzte Medikament zur Sedierung von Patienten mit Schädel-Hirn-Trauma, neben einem senkenden Einfluss auf den ICP und den zerebralen Sauerstoffumsatz (CMRO2) werden der Substanz neuroprotektive Eigenschaften nachgesagt. Ziel dieser Arbeit war es, den besonderen Stellenwert von Propofol zur Sedierung von Patienten mit SHT zu untersuchen, hierzu wurde Propofol im Rahmen einer systematischen Übersichtsarbeit mit anderen sedierenden Medikamenten verglichen.

Methoden: Die Datenbanken PubMed und Cochrane Library wurden nach Festlegung genauer Einschlusskriterien nach randomisierten kontrollierten Studien zum Thema „Propofol zur Sedierung von Patienten mit Schädel-Hirn-Trauma“ durchsucht.

Ergebnisse: Die Suche in den Datenbanken erbrachte letztlich sieben geeignete Studien, die in die systematische Übersichtsarbeit aufgenommen wurden. In vier Studien wurde Propofol mit Midazolam, in einer Studie mit niedrigdosiertem Thiopental, in einer Studie mit Morphin und in einer anderen Studie mit Dexmedetomidin verglichen. Mithilfe der vier Studien, in denen Propofol und Midazolam verglichen wurde, konnten drei Metaanalysen angefertigt werden. Eine beschäftigte sich mit der Mortalität, eine mit dem neurologischen Outcome und eine mit Veränderungen des intrakraniellen Drucks. Es konnten keine signifikanten Unterschiede zwischen der Sedierung mit Propofol und einer solchen mit anderen Medikamenten festgestellt werden. CPP, ICP, CMRO2 und zerebrale Biomarker wie das Laktat-Pyruvat-Verhältnis verhielten sich stabil oder konnten positiv beeinflusst werden. Die rasche Wiedererweckbarkeit nach Ende der Sedierung mit Propofol erleichterte die neurologische Beurteilung der Patienten.

Diskussion: Es konnte in allen sieben Studien gezeigt werden, dass Propofol sicher zur Sedierung von Patienten mit Schädel-Hirn-Trauma eingesetzt werden kann und dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine andere Substanz überlegen erscheint. Im Hinblick auf die Zukunft sollten mehr randomisierte kontrollierte Studien durchgeführt werden um Propofol mit neueren Medikamenten wie Dexmedetomidin oder der inhalativen Sedierung zu vergleichen.

Abstract (English)

Introduction: Patients with traumatic brain injury (TBI) represent a special collective in intensive care units. All therapy strategies pursue the goal to ensure a sufficiently high cerebral perfusion pressure (CPP) and to prevent an increase of intracranial pressure (ICP). Sedation and analgesia play an important role. Propofol is meanwhile the most commonly used agent for sedation of patients with traumatic brain injury. It lowers ICP and cerebral metabolic rate of oxygen (CMRO2), furthermore it seems to have neuroprotective effects. The aim of this thesis was to examine the special importance of propofol for sedation of patients with TBI. For this purpose, propofol was compared with other sedative agents in a systematic review.

Methods: After defining specific inclusion criteria the databases PubMed and Cochrane Library were searched for randomized controlled trials that investigated a propofol-based sedation of patients with traumatic brain injury.

Results: A total of seven studies were found in the databases and included in this systematic review. In four studies propofol was compared with midazolam, in one study with a low dose of thiopental, in one study with morphine and in another study with dexmedetomidine. The four studies comparing propofol with midazolam were used to draw up three metaanalyses. One dealt with mortality, one with the neurological outcome and one with changes in intracranial pressure. No significant differences were found between treatment with propofol and the other sedative agents. CPP, ICP, CMRO2 and cerebral biomarkers like the lactate/pyruvate ratio remained stable or could be influenced positively. Rapid awakening after stopping a sedation with propofol facilitated neurological examination of patients.

Discussion: All seven studies showed that propofol-based sedation is safe in patients with traumatic brain injury. No other sedative agent appears superior at the moment. With regard to the future more randomized controlled trials should be carried out to compare propofol with newer agents like dexmedetomidine or inhaled anaesthetics.

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