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Title
Zusammenhang zwischen Gesundheitsversorgung und Gesundheit der Bevölkerung / eingereicht von Valerie Mayr
Additional Titles
Relation between Health Care and People's Health
AuthorMayr, Valerie Eva Maria
Thesis advisorDorner, Thomas Ernst
Published2018
Description73 Blatt
Institutional NoteMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2018
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Date of SubmissionMarch 2018
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (DE)Versorgungsforschung
Keywords (EN)demand planning
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Abstract (German)

Eine effiziente und adäquate Gesundheitsversorgung für die Gesamtbevölkerung sicherzustellen und zu evaluieren steht im Fokus der Versorgungsforschung. Ziel ist es, in allen Regionen den medizinischen Versorgungsbedarf unter Vermeidung von Unter- sowie Überversorgung optimal zu decken.

Inwieweit die Dichte an niedergelassenen ÄrztInnen in Zusammenhang mit dem Gesundheitszustand der Bevölkerung und mit soziodemografischen sowie Lebensstilparametern steht, wurde in dieser Arbeit mithilfe von aktuellen Daten der Statistik Austria, der Österreichischen Ärztekammer und der Österreichischen Gesundheitsbefragung österreichweit auf Ebene der politischen Bezirke in bivariaten Korrelationsanalysen nach Spearman und linearen Regressionsanalysen untersucht.

Sowohl die Mortalität mit Werten von 310,53 bis 1327,82 Todesfällen pro 100000 EW im Jahr 2015 (Ø 922,74) als auch die Dichte an niedergelassenen ÄrztInnen mit durchschnittlich 1,79 pro 1000 EW (0,94-27,24) war in Österreichs Bezirken sehr unterschiedlich ausgeprägt. Dabei zeigte im Gegensatz zur AllgemeinmedizinerInnendichte nur die FachärztInnendichte einen signifikanten Einfluss auf die Mortalitätsrate einer Region (Korrelationskoeffizient: -0,27, P<0,05). Viel deutlicher war die Korrelation der ÄrztInnendichte mit soziodemografischen Parametern (Bevölkerungsdichte: 0,47, Anteil an MigrantInnen: 0,50, Durchschnittseinkommen: 0,40, Erwerbsquote: -0,37, Frauenanteil: 0,59).

Auch mit lebensstilassoziierten und sozialen Faktoren zeigten sich signifikante Zusammenhänge (täglicher Obst-: -0,31 und Gemüsekonsum: -0,81, hohe Aktivität: -0,31, Prävalenzen von Depression: 0,41, Hypertonie: 0,48 und Diabetes: 0,62, Mangel an sozialer Unterstützung: 0,23). Diese könnten in der Gesundheitsförderung dienlich sein, um den Gesundheitszustand in Regionen mit hohem Gesundheitsrisiko gezielt zu verbessern, etwa durch das Bereitstellen neuer Kassenvertragsstellen.

Außerdem zeigte sich eine positive Assoziation mit der Anzahl von stationären PatientInnen mit ACSC-Diagnosen (standardisiertes Beta: 0,13). Mittels einer Stärkung des Primärversorgungssektors könnte also durch eine mögliche Reduktion der Anzahl dieser Aufenthalte der allgemeine Gesundheitszustand indirekt verbessert werden.