Titelaufnahme

Titel
10 Jahres Erfahrung mit kombinierter Hysteroskopie und Laparoskopie bei Kinderwunschpatientinnen : Retrospektive Analyse der Chromopertubationsergebnisse / eingereicht von Clara Salzmann
Weitere Titel
10 - years experience with combined hysteroscopy and laparoscopy in patients with infertility : Retrospective data analysis of chromopertubation results
Verfasser / VerfasserinSalzmann, Clara
GutachterOtt, Johannes
Erschienen2018
Umfang56 Blatt : Illustrationen
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2018
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Datum der AbgabeApril 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Hysteroskopie / Laparoskopie / Kinderwunsch / Retrospektiv / Chromopertubation / Tubenverschluss / Gynäkologie
Schlagwörter (EN)Hysteroskopy / Laparoskopy / wish for child / retrospective / chromopertubation / tubal occlusion / gynaecology
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel: Das Ziel dieser Studie bestand darin Übersichtsauffälligkeiten bei Sterilitätspatientinnen im Rahmen von Fertilitätsoperationen zu evaluieren, sowie eine Übersicht über die Ergebnisse der Chromopertubation zu geben. Zudem sollte die Rate an Tubenverschlüssen pro Tube ermittelt werden.

Hintergrund: 10-15% aller Paare leiden an unerfülltem Kinderwunsch, wobei in etwa 25 35% der Fälle eine tubare Ursache der Grund für eine Sterilität der Frau ist. Auslöser dafür sind am häufigsten Adnexitiden, die unter anderem durch Chlamydien verursacht werden, sowie die Endometriose. Hierbei kommt es zu Verklebungen der Tuben, was den Eizelltransport verhindert. Die kombinierte Hysteroskopie und Laparoskopie mit Chromopertubation gilt als Goldstandard zur Diagnose von anatomischen und histologischen Sterilitätsursachen.

Methoden: Es handelte sich um eine retrospektive, monozentrische Kohortenstudie. Für die Haupthypothese und Nebenhypothese wurde ein uni- und multivariates Regressionsmodell herangezogen. Die Ergebnisse der Chromopertubation und die Rate an Tubenverschlüssen pro Tube wurden deskriptiv dargestellt.

Ergebnisse: Präoperativ können prädiktive Faktoren eines beidseitigen Tubenverschlusses das Alter (=0,059; p=0,003) und der Verdacht auf eine Tubenpathologie (=1,412; p=0,001) darstellen. Intraoperative prädiktive Faktoren eines beidseitigen Tubenverschlusses sind das Alter (=0,059; p=0,003) und eine ein- oder beidseitige Hydrosalpinx (=1,356; p=0,002). Die Wahrscheinlichkeit eines beidseitigen Tubenverschlusses nimmt bei Vorliegen eines PCO-Syndroms (=-1,522, p=0,001) und einer Endometriose (=-0,592, p=0,018) ab. Die häufigsten gefundenen Pathologien bei Kinderwunschpatientinnen sind Endometriose (40,3%), Tubenverschlüsse (17,8%) und das PCO Syndrom (31,5%).

Conclusio: Präoperativ ist bei Verdacht auf eine Tubenpathologie und beim Vorliegen einer ein- oder beidseitigen Hydrosalpinx die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, tatsächlich eine Tubenpathologie vorzufinden. Präoperativ und intraoperativ nimmt mit Vorliegen eines PCO Syndroms die Wahrscheinlichkeit eine Tubenpathologie zu finden ab. Intraoperativ nimmt bei Vorliegen einer Endometriose die Wahrscheinlich eine Tubenpathologie zu finden ab. Bei 190 (37,2%) Patientinnen wurde ein ein- oder beidseitiger Tubenverschluss diagnostiziert.

Zusammenfassung (Englisch)

Aim: The aim of the study was to detect general characteristics in infertility patients and to give an overview on the results of laparoscopic chromopertubation. Furthermore the quote of tubal occlusions per fallopian tube was determined.

Background: 10-15% of couples are affected by the unfulfilled wish for having children, whereby in 25-35% tubal reasons are the cause for infertility in women. These are mainly caused by adnexitis which originate mostly through Chlamydia infections. Thereby the tubes adhere and cannot transport oocytes anymore. Combined hysteroscopy and laparoscopy with chromopertubation is the gold standard for diagnosis of anatomical and histological causes of infertility.

Methods: This was a retrospective, monocentric cohort study. A uni und multivariate regressionmodell was used to test the hypotheses. The results of chromopertubation and the rate of tubal occlusions per tube are illustrated descriptively.

Results: Preoperative predictive factors of a bilateral tubal occlusion are age (= 0,059; p=0,003) and suspected tubal disease (=1,412; p=0,001). Intraoperative predictive factors of a bilateral tubal occlusion are age (=0,059; p=0,003), and a uni- or bilateral hydrosalpinx (=1,356; p=0,002). The probability of a bilateral tubal occlusion is less when the patient suffers from PCO syndrome (=-1,52; p=0,001) or endometriosis (=-0,592; p=0,018). The most frequent found pathologies in patients with wish for child were endometriosis (40,3%), tubal occlusions (17,8%) and PCO syndrome (31,5%).

Conclusion: The probability of tubal occlusion was significantly increased when there had been the preoperative suspicion of a tubal factor, in case of the suspicion of endometriosis or a uni- or bilateral hydrosalpinx. Presence of a polycystic ovary syndrome and endometriosis deceased the risk for tubal factors. 190 (37,2%) patients were diagnosed with a uni- or bilateral tubal occlusion.