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Bibliographic Metadata

Title
Zwischendesinfektion von Einmalschutzhandschuhen mit alkoholischem Händedesinfektionsmittel während zahnmedizinischer Behandlungen
Additional Titles
Intermediate disinfection of examination gloves with alcoholic hand sanitizer during dental treatments
AuthorPfisterer, Theresa
Thesis advisorGeorgopoulos, Apostolos ; Assadian, Ojan
Published2018
Description50 Blatt : Illustrationen
Institutional NoteMedizinische Universität Wien, Diplomarbeit, 2018
Annotation
Paralleltitel laut Übersetzung der Verfasserin
Date of SubmissionApril 2018
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (DE)Zahnmedizin / Hygiene / Einmalschutzhandschuhe / Kreuzkontamination
Keywords (EN)dentistry / hygiene / examination gloves / cross-contamination
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-13789 Persistent Identifier (URN)
Restriction-Information
 The work is publicly available
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Zwischendesinfektion von Einmalschutzhandschuhen mit alkoholischem Händedesinfektionsmittel während zahnmedizinischer Behandlungen [2.59 mb]
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Classification
Abstract (German)

Hintergrund

In der Zahnmedizin werden seit über drei Jahrzehnten medizinische Einmalschutzhandschuhe verwendet. Einmalschutzhandschuhe dienen dem Schutz des Trägers vor unerwünschter Kontamination mit Mikroorganismen und chemischen Stoffen. In jedem Fall sollen medizinische Untersuchungshandschuhe sowohl den Träger direkt als auch den Patienten indirekt vor Infektionen schützen. Bei unsachgemäßer Verwendung verhindern sie jedoch nicht eine Umgebungskontamination. Daher müssten Einmalschutzhandschuhe bei Weggreifen aus dem Behandlungsgebiet jedes Mal ausgezogen werden, da dieser mit mikrobiell kontaminiertem Körpersekret besiedelt ist.

Methodik

Es wurden Arbeitsablaufanalysen durchgeführt während 100 konservierenden Füllungstherapien, wobei je 50 Therapien mit Latex Einmalschutzhandschuhen und 50 Therapien mit Nitril Handschuhen beobachtet wurden. Es wurde dokumentiert wie viele Einmalschutzhandschuhe pro Behandlung verwendet wurden. Die Dauer der Behandlungen wurde mittels Zeitmesser gestoppt. Zusätzlich wurde jede Fläche, die außerhalb des Behandlungsfeldes berührt wurde, dokumentiert.

In einem In-vitro Laborexperiment wurde die Übertragbarkeit eines Testbakteriums (Methicillin resistenter Staphylococcus epidermidis) untersucht. Dabei sollte die Transmission von Bakterien mit und ohne alkoholische Zwischendesinfektion der Einmalschutzhandschuhe auf sterile Prüfkörper aus Glas quantitativ eruiert werden. Hierbei wurden jeweils 10 Durchgänge mit Latex Einmalschutzhandschuhen ohne Zwischendesinfektion und 10 Durchgänge mit Zwischendesinfektion durchgeführt. Ebenso wurden je 10 Durchgänge mit Nitril Handschuhen mit und 10 Durchgänge ohne Zwischendesinfektion durchgeführt.

Ergebnisse

Die Dauer einer konservierenden Füllungstherapie betrug im Mittel 21 Minuten, wobei sich ein Mittel von 27 Berührungen von Flächen außerhalb des Behandlungsgebietes zeigte. Die Anzahl der verwendeten Einmalschutzhandschuhpaare konnte im Mittel auf 2,8 festgelegt werden. Die Übertragung des Testbakteriums auf sterile Prüfkörper aus Glas konnte mit Zwischendesinfektion der Einmalschutzhandschuhe signifikant verringert werden. Es zeigte sich allerdings, dass die Übertragung mit Nitril Handschuhen im Vergleich zu Latex Einmalschutzhandschuhen keinen signifikanten Unterschied aufwies (p<0,01).

Konklusion

Es konnte in einem experimentellen Verfahren nachgewiesen werden, dass eine Zwischendesinfektion von Einmalschutzhandschuhen sinnvoll wäre. Im Bezug auf Material und Dauer einer Behandlung unter strengen hygienischen Vorschriften wäre es eine Möglichkeit die Umgebungskontamination durch Einmalschutzhandschuhe zu verringern. Die Auswirkungen eines alkoholischen Händedesinfektionsmittels auf die unterschiedlichen Einmalschutzhandschuhmaterialien sind allerdings noch nicht ausreichend erforscht.

Abstract (English)

Background

Medical gloves have been used for over three decades in dentistry. Examination gloves are used to protect the wearer from avoidable contamination with microorganisms and chemicals. In any case medical examination gloves should protect both, the wearer directly and the patient indirectly from infection. However, if used improperly, gloves will not prevent environmental contamination. Therefore, examination gloves would have to be removed every time the wearer hands leave the treatment area as they may be soiled with microbially contaminated body secretions.

Methods

Workflow analyses were carried out during 100 filling therapies, with 50 therapies each with latex examination gloves and 50 nitrile gloves. The number of used gloves and the duration of wear were documented during each dental treatment. Ever touch outside of the treatment area was documented on a chart. In an in vitro laboratory experiment a methicillin-resistant Staphylococcus epidermidis was used as bacterial test strain. The aim was to determine the quantitative transmission of bacteria with and without alcoholic disinfection of disposable gloves to a sterile test carrier made of glass. All experiments were repeated 10 times for examination gloves made of latex or nitrile with and without alcoholic disinfection.

Results

The average duration of a filling therapy was 21 minutes, with a mean of 27 touches outside of the treatment area. In average, a mean of 2.8 gloves were used for each treatment.

The transmission of the test bacterium to sterile test area made of glass was significantly lower after disinfection of gloves compared to untreated gloves. However, there was no significant difference in the number of bacteria transmitted from latex of nitrile gloves to the test carrier (p <0.01).

Conclusion

It was proven in an experimental procedure that a temporary disinfection of examination gloves would be useful. Referring to the material and duration of a treatment under strict hygiene regulations, it would be possible to reduce the environmental contamination by examination gloves. However, the effects of alcoholic based disinfection on disposable glove material have not been sufficiently researched.

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