Titelaufnahme

Titel
The roles of P14ARF and STAT3 in clinically localized prostate cancer / eingereicht von Evrim Takan
Weitere Titel
Die Rollen von p14ARF und STAT3 im klinisch-lokalisierten Prostatakarzinom
Verfasser / VerfasserinTakan, Evrim
GutachterKenner, Lukas
Erschienen2018
Umfang80 Blatt
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2018
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Datum der AbgabeApril 2018
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Prostatakarzinom / Aktive Überwachung / Klinisch lokalisiertes Prostatakarzinom / Klinisch insignifikantes Prostatakarzinom
Schlagwörter (EN)Prostate cancer / Active Surveillance / Clinically localized prostate cancer / Clinically insignificant prostate cancer
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Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Prostatakarzinom ist eine der häufigsten malignen Erkrankungen von Männern. Aber ein beträchtlicher Anteil der Prostatakarzinome zeigt keine Tumorprogression während der Lebenszeit der Patienten oder endet letal. Aus diesem Grund brauchen nicht alle Prostatakarzinompatienten eine sofortige aggressive Therapie. Da die Progression des klinisch-insignifikanten Prostatakarzinoms meist langsam ist, ist eine verzögerte Therapie ab dem Zeitpunkt der ersten nachgewiesenen Tumorprogression noch immer kurativ. Active Surveillance (AS) scheint ein zielführendes Management der klinisch-insignifikanten Prostatakarzinome zu sein. Dennoch stellt die korrekte Selektion der Low-Risk-Patienten und deren richtige Inklusion ins AS-Management immer noch eine klinische Herausforderung dar. Das prostataspezifisches Antigen (PSA) dient derzeit als einen wichtigen Überwachungsmarker in AS-Management und dessen Untersuchung spielt immer noch eine große Rolle bei Prostatakarzinomscreenings, klinischen Entscheidungen und der Risikostratifizierung der Patienten. Jedoch hat PSA den Nachteil, dass es ein unspezifischer Marker für die Diagnose des Prostatakarzinoms ist und auch in non-malignen Zuständen erhöht sein kann. Eine nichtspezifische Erhöhung vom Serum-PSA kann zur Überdiagnose und anschließend zur Übertherapie führen. Für eine präzisere Risikostratifizierung der Prostatakarzinompatienten ist die Implementation der neuen prädiktiven Marker dringend notwendig. Die Rollen von p14ARF und STAT3 beim Prostatakarzinom sind immer noch umstritten. Dennoch liegen neuerdings Hinweise darüber vor, dass p14ARF und STAT3 möglicherweise einen Tumorsuppressoreffekt in der Prostata erzeugen. STAT3 und p14ARF könnten zukünftig neue prädiktive Marker für Prostatakarzinom darstellen und in AS-Management als Überwachungsmarker eingesetzt werden.

Studiendesign: Das ist eine retrospektive Studie an Patienten, die unter klinisch-lokalisiertem Prostatakarzinom litten. Die formalin-fixierte paraffin-eingebettete Prostatagewebe, die zur unseren Einschluss- und Ausschlusskriterien passen, wurden vom Archiv des klinischen Instituts für Pathologie / Allgemeines Krankenhaus der Stadt Wien rekrutiert. Die rekrutierte Prostatagewebe wurden immunhistochemischer Prozedur und anschließend mikroskopischer Untersuchung der p14ARF und STAT3 gefärbten Gleason 3- und Gleason 4-Karzinomarealen und nicht-tumorösen Prostatagewebe unterzogen. Als Hauptziel der Studie bestimmten wir die Expressionsniveaus von p14ARF und STAT3 in Überwachungspatienten, die mindestens eine Verlaufsbiopsie haben.

Ergebnisse: Wir konnten zeigen, dass die Anzahl der STAT3-exprimierenden Zellen in benignen Prostatagewebe (Kontrollgewebe) deutlich höher als die Anzahl der STAT3-exprimierenden Zellen in Gleason 3-Karzinomarealen. Des Weiteren zeigten unsere Analysen stärkere p14ARF- und STAT3 Färbungsintensitäten in nicht-tumoröser Prostatagewebe, wobei Gleason 4-Karzinomzellen die schwächste p14ARF- und STAT3-Färbungsintensität zeigten. Aufgrund der wenigen Zahl der komparabelen Patienten konnten wir keinen kompatiblen Trend der p14ARF/STAT3-Expression nachweisen.

Conclusio: Wir schlagen vor, dass p14ARF und/oder STAT3 keine bzw. schwache Expressionsniveau im aggressiveren Gleason 4-Karzinom zeigen, im Vergleich zur wenigen aggressiven Gleason 3 Karzinomarealen, wobei benigne Prostatazellen stärkste Expression für die beide Proteine zeigen. Um die Eignung als Überwachungsmarker in AS zu überprüfen, sind Langzeit-Studien mit mehreren Verlaufsbiopsien in regelmäßigen Intervallen notwendig. Wir konnten die Eignung dieser Proteine als Überwachungsmarker aufgrund mangelnder Zahl der geeigneten Patienten nicht feststellen.

Zusammenfassung (Englisch)

Backgrounds: Prostate cancer (PCa) is one of the most prevalent cancers in men. However, a substantial number of prostate cancers do not progress or cause death during the lifetime of the patient, therefore not all patients require an immediate aggressive therapy. Since progression of low-risk PCa is slow, the concept that therapy will still be curative until the first re-classification. Active Surveillance (AS) seems as a proper management of clinically insignificant cancer. However, the selection of low-risk patients still remains as a clinical challenge. Currently, prostate specific antigen (PSA) plays a significant role regarding AS monitoring and its testing has been representing the most significant diagnostic tool in PCa screening, clinical decision making and risk prediction of patients. However, main limitation is that PSA is a very sensitive but not very specific marker for PCa and it can be elevated in non-malignant conditions, which can lead to overdiagnosis and overtreatment. For an accurate risk stratification, new predictive markers are urgently required. The roles of p14ARF and STAT3 in prostate cancer have been controversial. However emerging evidence has shown that both proteins might act as tumour suppressors in prostate. STAT3 and p14ARF could represent future predictive markers and be used as monitoring markers in AS management.

Study design: This study is a retrospective longitudinal study with a subsequent immunohistological analysis of p14ARF/STAT3 in patients suffering from clinically localized prostate cancer. All formalin fixed paraffin-embedded bioptic specimens, which were eligible to our criteria, were recruited from archives of the Clinical Institute of Pathology/General Hospital of Vienna. Selected specimens underwent immunohistochemistry procedure and subsequent microscopic evaluation of p14ARF and STAT3 stained control (benign), Gleason 3 and Gleason 4 samples. As primary aim of our study, we determined the expression levels of p14ARF/STAT3 in monitoring patients that have at least one follow-up biopsy.

Results: We could show that the number of STAT3 expressing cells in benign (control) prostate tissue is higher compared to the number of STAT3 expressing cells in Gleason 3 prostate cancer areas. Furthermore, our analyses showed that p14ARF and STAT3 staining intensities were stronger in benign prostate epithelia, whereas Gleason 4 PCa cells showed the weakest staining. We couldnt show any compatible trend of p14ARF/STAT3 expression due to the low number of comparable patients.

Conclusion: We suggest that p14ARF and/or STAT3 show no or low-level expression in more aggressive Gleason 4 PCa as compared to less malignant Gleason 3 PCa areas, whereas benign cells show high-level expressions for both proteins. To ascertain the validity for those proteins as monitoring markers in active surveillance, long-term monitoring with follow-up biopsy procedures in regular intervals need to be performed in a large number of patients, which was out of scope of this project.

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