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Title
Infant mortality in Austria and Finland - What makes the difference? : A descriptive and retrospective study / eingereicht von Matthias Krainz
Additional Titles
Säuglingssterblichkeit in Österreich und Finland - Was macht den Unterschied? Eine deskriptive und retrospektive Studie
AuthorKrainz, Matthias
Thesis advisorWaldhör, Thomas
Published2018
Description123 Seiten : Diagramme
Institutional NoteMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2018
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Date of SubmissionApril 2018
LanguageEnglish
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (DE)Säuglingssterblichkeit / Neonatale Sterblichkeit / Fetale Sterblichkeit / Perinatale Sterblichkeit / Totgeburt / Frühgeburt / Kongenitale Fehlbildungen / Mehrlingsschwangerschaft / IVF / Mutter-Kind-Pass / Österreich / Finnland / 2013 / Europa
Keywords (EN)Infant mortality / Foetal mortality / Neonatal mortality / Perinatal mortality / Stillbirth / Preterm / Congenital anomalies / Multiple birth / IVF / Mutter-Kind-Pass / European Perinatal Health Report / Austria / Finland / 2013 / high-income country / Europe / Maternal education / Foetal growth restriction / Assisted reproductive techniques / Frozen embryo transfer / TOPFA / Antenatal care / Perinatal care / Apgar Score
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Abstract (German)

Hintergrund: Die Säuglingssterblichkeit hat einen hohen Anteil an der Kindersterblichkeit und ist auch angesichts der potenziell verlorenen Lebensjahre ein zentrales Thema des Gesundheitswesens. Obwohl die meisten Länder in den letzten Jahrzehnten einen massiven Rückgang der Säuglingssterblichkeit erlebt haben, bleiben auch zwischen Ländern mit hohen Einkommen auffallende Unterschiede bestehen. Während in Österreich die Säuglingssterblichkeit in den letzten Jahren stagnierte und im Jahr 2013 0,31 pro 100 Lebendgeburten betrug, erzielte Finnland im selben Jahr ein weiteres Mal einen neuen Tiefstwert mit 0,18.

Rationale: Ein Vergleich zwischen Österreich und Finnland, zwei demographisch und wirtschaftlich ähnlichen Ländern, ermöglicht es, die Ursachen der unterschiedlich hohen Säuglingssterblichkeit und die Entwicklungen von Säuglingssterblichkeit in Ländern mit hohem Einkommen besser zu verstehen.

Methode: Das Studiendesign ist retrospektiv und deskriptiv. Die österreichischen und finnischen Perinatal- und Säuglingsgesundheitsergebnisse des Jahres 2013 wurden anhand von 26 Indikatoren ausgewertet, welche eigens vom EURO-PERISTAT Projekt entwickelt wurden, um Perinatal- und Säuglingsgesundheit in Europa zu vergleichen. Die verwendeten Daten stammen aus bevölkerungsbezogenen Statistiken, welche auf nationaler Ebene routinemäßig erhoben werden, und wurden mittels der Instrumente der deskriptiven Statistik dargestellt.

Resultate und Schlussfolgerung: Die im Vergleich mit Finnland höhere Säuglingssterblichkeit in Österreich betrifft eine höhere neonatale Mortalität sowie zu einem relevanten Anteil auch deutlich häufigere frühe, sehr frühe und extrem frühe Frühgeburten. Dies kann teilweise durch Österreichs höheren Anteil an Mehrlingsschwangerschaften und durch häufigeren Gebrauch von multiplen Embryotransfers erklärt werden. Erhebliche Unterschiede zwischen Österreich und Finnland konnten auch bezüglich Regionalisierung, Geburtsort, Kaiserschnitten und Transferierungen auf Überwachungsstationen beobachtet werden. Frauen mit Pflichtschulabschluss und Migrantinnen hatten verglichen mit allen anderen Müttern in Österreich ein signifikant höheres Risiko für Säuglingssterblichkeit. Der Vergleichsaspekt zwischen Österreich und Finnland konnte durch die in Österreich zur Verfügung stehenden Daten nur eingeschränkt bearbeitet werden, da manche Indikatoren hier nicht oder nur unvollständig erhoben werden und eine Vernetzung verschiedener Register meist nicht möglich ist. Der österreichische Mutter-Kind-Pass könnte ein hilfreiches Instrument zum Sammeln von Informationen über Gesundheit und Krankheit während der Schwangerschaft und frühen Kindheit sein.

Abstract (English)

Background: Infant mortality is a key public health issue: it represents a large component of overall child mortality and has a significant impact on potential years of life lost. Most countries have experienced a dramatic decrease in infant deaths over recent decades, but there are nonetheless considerable differences among high-income countries. Austria's infant mortality rate has stagnated in recent years, while Finland continues to beat its own records. In 2013 Finland's rate was 0,18 per 100 live births whereas Austria's was almost double that at 0,31.

Rational: To understand the source of these differences, the comparison between Austria and Finland - countries with similar key demographic and economic metrics - opens possibility for deepening our knowledge of infant mortality in high-income countries.

Method: The study was both retrospective and descriptive. Austria's and Finland's perinatal and infant health outcomes for the year 2013 were evaluated using 26 indicators that were developed by the EURO-PERISTAT project to facilitate comparison of perinatal and infant health across Europe. The information on the different indicators obtained from population-based data at a national level from routine sources were presented through the instruments of descriptive statistics.

Results and Conclusion: Austria's higher infant mortality resulted from its higher neonatal mortality, not its post-neonatal mortality, and in particular its higher preterm, very and extremely preterm birth rate. This can be partly explained by Austria's higher multiple birth rate and its higher use of multiple embryo transfer. Substantial differences regarding regionalization, place of birth, caesareans, transfers to observation units remain and should be subject of future studies. In Austria, migrant women and women with only primary education continued to experience significantly higher risk for infant mortality compared to the rest of the population. The quality of the available data in Austria limits cross-country comparison. Some indicators are entirely missing, information is missing on others, and there is poor linkage between the different data sources. To address those shortcomings, the Austrian Mutter-Kind-Pass, a comprehensive infant's health program, could be an effective tool for collecting information on health throughout pregnancy and early childhood.

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