Titelaufnahme

Titel
Rotationsstabilität einer hydrophoben Acryl-Intraokularlinse: AcrySof SN60WF / eingereicht von Tanja Spöttl
Verfasser / VerfasserinSpöttl, Tanja
GutachterLeydolt, Christina ; Schartmüller, Daniel
Erschienen2018
Umfang63 Blatt : Illustrationen
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2018
Datum der AbgabeMai 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)IOL / Rotationsstabilität / Katarakt / Linse / Rotation / Dezentrierung / Verkippung / AcrySof SN60WF
Schlagwörter (EN)IOL / rotational stability / cataract / lens / rotation / decentration / tilt / AcrySof SN60WF
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Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Die Ansprüche an die Kataraktchirurgie steigen ständig. Immer mehr Menschen wünschen ohne Brille gut sehen zu können. Die Eigenschaften der im Rahmen einer solchen Operation implantierten Kunstlinsen tragen wesentlich zur Qualität des daraus resultierenden Sehvermögens bei. Speziell bei der Implantation torischer Linsen spielt die Rotationsstabilität eine große Rolle.

Ziele: Primäres Ziel der Studie war die Erfassung der axialen Rotation der hydrophoben Acryl-Intraokularlinse AcrySof SN60WF. Besonders interessierten dabei das Ausmaß, der zeitliche Verlauf und die Richtung der Rotation.

Methodik: 121 Augen von 63 Patienten/Patientinnen, bei denen eine Katarakt diagnostiziert wurde und für die eine Implantation einer Hinterkammerlinse vorgesehen war, wurden inkludiert. Verwendet wurde eine Intraokularlinse (IOL) aus hydrophobem Acryl der Firma Alcon Laboratories Inc. Unmittelbar nach der Implantation, eine Stunde, eine Woche, einen Monat und vier bis sechs Monate später wurde die Position der Linse bestimmt und die Rotation berechnet. Dazu wurden Retroilluminationsfotos erstellt und mithilfe der Haptik der Linse und zweier Fixpunkte der Konjunktiva als Referenz die Achse der IOL bestimmt. Außerdem wurde nach vier bis sechs Monaten die Dezentrierung und Verkippung der IOL gemessen.

Ergebnisse: Vom Ende der Operation bis zur Kontrolle eine Stunde nach der Operation betrug die durchschnittliche Rotation 1,6 2,6 [0,1; 17,6], zwischen den Kontrollen nach einer Stunde und nach einer Woche durchschnittlich 1,2 2,6 [0,0; 27,2]. Zwischen der Kontrolle nach einer Woche und einem Monat wurde eine Rotation von 0,8 0,8 [0,0; 5,2] im Mittel gemessen. Die geringste mittlere Rotation von 0,5 0,5 [0,0; 3,6] wurde während des Zeitraums von einem Monat und vier bis sechs Monaten nach der Operation festgestellt. Die gesamte Rotation vom Operationsende bis zur letzten Kontrolle betrug im Durchschnitt 1,7 2,1 [0,0; 15,8]. Dabei rotierten fünf (4,8 %) IOLs über 5 und zwei (1,9 %) IOLs über 10.

Schlussfolgerung: Der Vergleich der Rotationsstabilität der verschiedenen IOLs ist durch die unterschiedlichen Messmethoden und Zeitpunkte des Messbeginns erschwert, dennoch zeigte die AcrySof SN60WF eine sehr gute Rotationsstabilität. Der Messbeginn hat große Bedeutung für die Genauigkeit der Messung der axialen Rotation, da unsere Studie gezeigt hat, dass die Hauptrotation in der ersten postoperativen Stunde passiert.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: The demands on cataract surgery are constantly increasing. More and more people wish to see well without glasses. The characteristics of intraocular lenses (IOLs) play a significant role in the quality of the resulting visual outcome. Moreover, the rotational stability plays a major role with the implantation of toric lenses.

Purpose: The primary objective of the study was to record the axial rotation of a hydrophobic acrylic intraocular lens from the end of surgery to 6 months after cataract surgery.

Methods: 121 eyes from 63 patients diagnosed with age-related cataracts who were scheduled for cataract surgery with IOL implantation were included. Immediately after the implantation, one hour, one week, one month and four to six months later, the position of the lens was measured and the rotation calculated. For this purpose, retroillumination photos were taken and the rotation of the intraocular lens was measured using the haptics of the lens as the axis and two fixed points of the conjunctiva as reference. Furthermore, after four to six months the decentration and tilt of the IOL was measured.

Results: From the end of the surgery to one hour after surgery, the average rotation was 1.6 2.6 [0.1; 17.6], between one hour and one week mean rotation was 1.2 2.6 [0.0; 27.2]. Further, between one week and one month the average rotation was 0.8 0.8 [0.0; 5.2]. The lowest mean rotation of 0.5 0.5 [0.0; 3.6] was detected during the period of one month after surgery and four to six months after surgery. The total rotation from the end of surgery to the last assessment was 1.7 2.1 [0.0; 15.8]. Five (4.8%) IOLs rotated over 5 and two IOLs (1.9%) over 10.

Conclusion: The comparison of the rotational stability of different IOLs is complicated due to the numerous different measuring methods and varying starting points. Nevertheless, the AcrySof SN60WF showed very good rotational stability. The beginning of the measurement has great influence on the accuracy of the measurement of the axial rotation, as our study has shown that the main rotation occurs within the first postoperative hour.