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Title
Ernährungsverhalten bei PatientInnen mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen unter Berücksichtigung psychosomatischer Aspekte : eingereicht von Stella Held
AuthorHeld, Stella
Thesis advisorMoser, Gabriele
Published2018
Description76 Blatt : Illustrationen
Institutional NoteMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2018
Date of SubmissionMay 2018
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (DE)Chronisch entzündliche Darmerkrankungen / Bauchhypnose / Ernährung / Stress / Psychotherapie
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-13483 Persistent Identifier (URN)
Restriction-Information
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Ernährungsverhalten bei PatientInnen mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen unter Berücksichtigung psychosomatischer Aspekte [2.33 mb]
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Abstract (German)

Einleitung: Psychische Faktoren wie Stress stehen in engem Zusammenhang mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED). Wissenschaftliche Erkenntnisse über die Funktionsweise der „brain-gut-axis“ ermöglichen neue Therapieansätze wie die bauchgerichtete Hypnose (BGH). Weiters hat auch das Ernährungsverhalten einen möglichen Einfluss auf CED.

Ziel: Ziel der Studie war es den Zusammenhang zwischen psychisch empfundenem Stress, Krankheitsaktivität und Ernährungsverhalten bei CED-PatientInnen zu untersuchen und etwaige Differenzen in der Ernährung vor und nach der BGH darzustellen. Weiters das Ernährungsverhalten mit der Kontrollgruppe sowie Ernährungsempfehlungen zu vergleichen.

Methodik: Es wurden 12 CED-PatientInnen im Rahmen einer therapeutisch indizierten BGH (10 Sitzungen im Gruppensetting) untersucht. Erhebungen wurden zu 4 Zeitpunkten (2 vor und 2 nach BGH) durchgeführt. Zu jedem Erhebungszeitpunkt wurde mittels Fragebögen die Ernährung, entzündliche Krankheitsaktivität, körperliches, seelisches und allgemeines Wohlbefinden sowie affektive Symptome wie Angst und Depressivität erhoben.

Ergebnis: Für die untersuchte PatientInnengruppe ergab sich ein signifikanter positiver Zusammenhang zwischen Depression und Verzehr von Proteinen (p=.007), bzw. Fisch und ungesättigten Fettsäuren (UFS) (p=.006) sowie zwischen psychischem Distress und Verzehr von Fisch und UFS (p=.049). Das körperliche Wohlbefinden korrelierte positiv mit dem Konsum von Obst (p=.022). Ein Zusammenhang zwischen Ernährung und Krankheitsaktivität ergab sich nicht. Das Ernährungsverhalten vor und nach erfolgreicher BGH ließ keinen eindeutigen Trend zu einer Veränderung erkennen. PatientInnen konsumierten mehr Obst, Milchprodukte und Fleisch, jedoch weniger Gemüse als die Kontrollgruppe. Im Vergleich zu den Ernährungsempfehlungen aßen die CED-PatientInnen anteilig zu viel Fett und zu wenig Kohlenhydrate sowie zu viel Fleisch, zu wenig Obst, Gemüse und Milchprodukte.

Schlussfolgerung: Der Stichprobenumfang dieser Studie ist zwar nicht ausreichend, um generelle Schlussfolgerungen zu ziehen, es zeigen sich allerdings positive Zusammenhänge zwischen dem Verzehr von Proteinen, Fisch und UFS und Depressivität, sowie körperlichem Wohlbefinden und Obstkonsum. Hypnose verbesserte zwar die LQ und verminderte den psychischen Distress, scheint aber auf das Ernährungsverhalten keinen wesentlichen Einfluss zu nehmen.

Abstract (English)

Introduction: Psychological distress and inflammatory bowel disease (IBD) are closely linked. The knowledge about the function of the brain-gut-axis allows new therapeutic options like the gut-focused hypnotherapy (GHT). In addition to psychological factors, diet also has a possible impact on IBD. To the best of our knowledge there is no study, which correlates the diet and the perceived stress of patients with IBD.

Aims of the study: The primary aim was to examine the correlation between diet, perceived stress and the activity of the disease of patients with IBD, as well as the comparison of the diet before and after BGH. The diet of the patients with IBD was also compared with the diet of a healthy control group and with dietary recommendations.

Methods: The 12 patients were treated in groups with GHT in ten sessions. They completed questionnaires about their diet, the activity of the disease, physical, psychological and general well-being and anxiety and depression at 4 sessions (2 before and 2 after GHT).

Results: A significant correlation between depression and the consumption of proteins (p=.007), fish and unsaturated fatty acids (UFA) (p=.006), as well as a significant correlation between the consumption of fish, UFA and perceived stress (p=.049) were found. The physical well-being was linked to the consumption of fruits (p=0.22). There was no correlation between the activity of the disease and diet. Furthermore, there was no visible trend in the change of diet before and after successful GHT. Patients consumed more fruits, dairy products, meat, but less vegetables than the control group. Compared to the dietary recommendations the patients ate too much fat and too less carbohydrates. They consumed too much meat, but an insufficient amount of fruits, vegetables and dairy products.

Conclusion: The sample size was too small to draw general conclusions, but there were positive correlations between the consumption of proteins, fish and UFA and depression, as well as physical well-being and the consumption of fruits. GHT improves life quality and reduces perceived stress, but takes no fundamental influence on diet.

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