Titelaufnahme

Titel
Vergleich der Prävalenz von IGE-vermittelten Sensibilisierungen und Allergien bei Patienten mit leichter (PASI<10) und schwerer (PASI>10) Psoriasis vulgaris / Anna Essl
Weitere Titel
A comparison of the prevalence of IgE-mediated sensitizations and allergies in patients with mild (PASI<10) and severe (PASI>10) psoriasis vulgaris
Verfasser / VerfasserinEssl, Anna
GutachterLoader, Dagmara ; Sator, Paul
Erschienen2018
Umfang66 Blatt : Diagramme
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2018
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Datum der AbgabeMai 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Psoriasis vulgaris / Typ-1-Allergie / Sensibilisierung / PASI
Schlagwörter (EN)Psoriasis vulgaris / Type 1 allergy / Sensitization / PASI
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Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Psoriasis vulgaris ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung. Dem heutigen Wissensstand nach wird sie als vorwiegend TH17- und TH1-Zell-vermittelte Erkrankung angesehen und es wird angenommen, dass die Zytokine IL-17, IFN-, IL-1 und TNF- eine Schlüsselrolle in der Pathogenese spielen. Allergische Reaktionen vom Typ 1 nach Coombs und Gell beruhen auf einer überschießenden TH2-Zell-vermittelten Immunantwort auf Fremdstoffe. Hier spielen IL-4, IL-5 und IL-13 eine wichtige Rolle.

Fragestellung: Bisher wurde angenommen, dass die Prävalenz Typ-1-allergischer Erkrankungen bei Personen mit Psoriasis vulgaris geringer ist als in der Allgemeinbevölkerung. Es gibt jedoch Hinweise in der Literatur, dass Patienten mit Psoriasis zum selben Prozentsatz auf inhalative Allergene zumindest sensibilisiert sind. Das Ziel der Studie war, die Prävalenz von Typ-1-Allergien bei leichten (PASI <10) sowie schweren (PASI >10) Psoriatikern zu vergleichen.

Methodik: Die Studie wurde als prospektive Kohortenstudie mit zwei Patientengruppen durchgeführt. Die Patienten wurden anhand des PASI-Wertes (kleiner/größer als 10) in die Gruppen „leichte Psoriasis“ und „mittelschwere bis schwere Psoriasis“ eingeteilt. Die Datenerhebung erfolgte mittels Fragebogen, Prick-Test für neun häufige inhalative Allergene sowie der Bestimmung von Gesamt-IgE und spezifischem IgE aus dem Serum.

Ergebnisse: Es konnten 97 Personen in die Studie eingeschlossen werden. Gruppe 2 (PASI >10) war mit 76 Patienten deutlich größer als Gruppe 1 (PASI <10) mit 21 Patienten. Bei 38 Patienten wurde eine IgE-vermittelte Sensibilisierung festgestellt und bei 27 Patienten eine Typ-1-Allergie. Es zeigte sich kein signifikanter Unterschied bezüglich der Allergieprävalenz (p=0,786) und Sensibilisierungsprävalenz (p=0,371) zwischen den beiden Gruppen.

Schlussfolgerung: Es konnte kein Unterschied in der Prävalenz Typ-1-allergischer Erkrankungen bei Patienten mit leichter Psoriasis im Vergleich zu Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Psoriasis nachgewiesen werden. Auffällig ist eine hohe Allergieprävalenz über das gesamte Patientenkollektiv. Gleichzeitig bekamen 62,9% der Patienten eine systemische Psoriasis-Therapie. Weiterführende Untersuchungen, ob die immunmodulierenden systemischen Psoriasis-Therapeutika einen Einfluss auf das Auftreten von IgE-vermittelten allergischen Erkrankungen haben, sind notwendig.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: Psoriasis vulgaris is a chronic-inflammatory dermatologic disease. According to the current state of knowledge it is seen as mainly TH17- and TH1-mediated and it is assumed that the cytokines IL-17, IFN-, IL-1 and TNF- play a pivotal role in the pathogenesis. Type 1 allergic reactions according to classification by Coombs and Gell are based on an overshooting TH2-mediated immune reaction to foreign substances. The cytokines IL-4, IL-5 and IL-13 are of importance for the TH2-mediated immune reaction.

Aim: So far it had been assumed that the prevalence of typ 1 allergic diseases is lower in patients with psoriasis vulgaris than in the average population. However, there are signs in literature that patients with psoriasis vulgaris have at least the same percentage of sensitization to inhalative allergens. The aim of this study was to compare the prevalence of type 1 allergies in patients with mild (PASI <10) and severe (PASI >10) psoriasis.

Methods: The study was organized as a prospective cohort study with two patient groups. The patients were divided into the groups „mild psoriasis“ (PASI <10) and „moderate to severe psoriasis“ (PASI >10). The data collection consisted of a questionnaire, a skinpricktest with nine common inhalative allergens and the analysis of the total and specific IgE from the serum.

Results: 97 patients could be included in the study. Group 2 (PASI >10) with 76 patients was considerably larger than group 1 (PASI <10) with 21 patients. In 38 patients a IgE-mediated sensitization was observed and 27 patients had a type 1 allergy. There was no significant difference relating to the allergy prevalence (p=0,786) and the sensitization prevalence (p=0,371) between the two groups.

Conclusion: There was no difference in the prevalence of type 1 allergic diseases in patients with mild psoriasis in comparison to patients with mild to severe psoriasis. Noticeably, there was a high allergy prevalence through the whole patient collective. At the same time, 62.9% of the patients received systemic psoriasis therapy. Further investigations, whether the immunomodulatory systemic psoriasis therapeutics have an influence on the occurence of IgE-mediated allergic diseases are necessary.

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