Titelaufnahme

Titel
Drug dependence and outcome after inpatient treatment of medication overuse headache : A retrospective view on clinical history combined with follow-up interviews / eingereicht von Thomas Berndl
Weitere Titel
Substanzabhängigkeit und deren Auswirkung nach stationärer Behandlung von medikamenten-induziertem Kopfschmerz
Verfasser / VerfasserinBerndl, Thomas
GutachterWöber, Christian
Erschienen2018
Umfang79 Blatt : Diagramme
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2018
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Datum der AbgabeMai 2018
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Substanzabhängigkeit / Drogenabhängigkeit / Kopfschmerz / medikamenteninduziert / übermäßiger Medikamentenkonsum / Medikamentenentzug / Rückfall / Rückfallquote / Angststörungen / Depressionen / psychiatrische Komorbiditäten / Severity of Dependence Scale / SDS / Beck Depression Inventory / BDI-II / Beck Anxiety Inventory / BAI / Migraine Disability Assessment Test / MIDAS
Schlagwörter (EN)drug dependence / headache / medication overuse headache / MOH / relapse / anxiety disorders / depression / psychiatric comorbidities / Severity of Dependence Scale / SDS / Beck Depression Inventory / BDI-II / Beck Anxiety Inventory / BAI / Migraine Disability Assessment Test / MIDAS
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Zusammenfassung (Deutsch)

Einleitung: Kopfschmerz durch übermäßigen Medikamentengebrauch (Medication overuse headache, MOH) ist ein behandelbares und vermeidbares Problem der öffentlichen

Gesundheit auf der ganzen Welt. Verbesserungen in zwei von drei Patienten nach einem Entzug deuten darauf hin, dass Entgiftung der erste Schritt der Behandlung ist und der Nutzen daraus sich in bedeutenden Einsparungen für die Gesellschaft und in besserer Lebensqualität für den Einzelnen widerspiegelt. Diese Studie untersucht ob Substanzabhängigkeit einen bedeutenden Einfluss auf die Folgen nach Medikamentenentzug hat, ihre Verbindung zu psychiatrischen Erkrankungen und Beeinflussung durch bestimmte Arten von Medikamenten.

Methode: Sämtliche Patienten, die einen stationären Medikamentenentzug unter der Diagnose „Medikamenten-induzierter Kopfschmerz“ zwischen 01.01.2000 und 31.12.2015 an

der Universitätsklinik für Neurologie im AKH durchmachten, wurden in die Studie miteinbezogen. Grundlegende Patientendaten wurden ärztlichen Dokumenten über die

stationäre Behandlung entnommen. Eine Verlaufskontrolle erfolgte anhand von Telefoninterviews bestehend aus Fragebögen über die Krankengeschichte, depressive

Symptome gemessen mittels BDI-II, Symptome einer Angststörung gemessen mittels BAI, Belastung durch Kopfschmerz gemessen anhand von MIDAS und Schwere der Abhängigkeit

ermittelt durch SDS.

Ergebnis: 90 Patienten von 493 (18.3%) schlossen die Telefoninterviews ab. Die grundlegenden Patientendaten (Substanzart, kumulative Einnahmedosis und kumulative

Einnahmetage im Monat) der 90 Teilnehmer und 403 Nicht-Teilnehmer unterschieden sich nicht, sowohl in direktem Vergleich als auch abgestimmt mit biographischen Daten (Alter, Geschlecht, Beruf, Familienstand, BMI). Das Alter der Teilnehmer war 53.6 13 Jahre. 81.8% waren weiblich und 18.9% männlich. Substanzabhängigkeit, im Verlauf festgestellt anhand des SDS-Wertes, zeigte statistisch gesehen einen deutlichen Zusammenhang mit der Rückfallquote nach Entzug und der Dauer der Verbesserung. Eine deutliche Beziehung von Substanzabhängigkeit mit Depression und Angststörungen wurde beobachtet und Substanzabhängigkeit könnte ein Einflussfaktor, unabhängig von der jeweiligen Substanzart, die übermäßig konsumiert wurde, sein.

Schlussfolgerung: Die Ergebnisse dieser Diplomarbeit zeigen auf, dass Substanzabhängigkeit eine bedeutende Auswirkung auf den Ausgang nach stationärem Entzug bei MOH hat. Ein Zusammenhang mit psychiatrischen Störungen betont mögliche gemeinsame Grundlagen von Medikamentenübergebrauch und Drogenabhängigkeit. Weiterer Forschungsbedarf wird

hinsichtlich des Einflusses von Drogenabhängigkeit in Zusammenhang mit bestimmten Arten von Medikamenten benötigt.

Zusammenfassung (Englisch)

Introduction: Medication overuse headache (MOH) is a treatable and preventable problem of public health all over the world. Improvements seen in two of three MOH patients after

withdrawal suggest that detoxification is the first step in treatment and the gain is potentially high and might result in significant economic savings for society and better quality of life for the individual. This study was performed to examine whether drug dependence has an influence on the outcome after inpatient treatment of MOH, its relation to psychiatric

comorbidities and whether it is influenced by a particular type of medication.

Method: All patients, who underwent inpatient withdrawal therapy under the diagnosis “Medication overuse headache” at the Department of Neurology at the Vienna General

Hospital between January 1st, 2000 and December 31st, 2015, were included. Baseline data were taken from medical reports about the patients inpatient treatment. For follow-up, we

performed telephone interviews comprising questionnaires on clinical history, on depressive symptoms measured by Beck Depression Inventory (BDI-II), on symptoms of anxiety

disorders measured by Beck Anxiety Inventory (BAI), on burden of headache assessed by means of the Migraine Disability Assessment Test (MIDAS) and on the severity of

dependence measured by the Severity of Dependence Scale (SDS).

Findings: Out of 493 patients 90 (18.3%) completed the telephone interview. The baseline data (types of substances, total individual doses and cumulative days of intake per month) of

the 90 completers and 403 dropouts did not differ from each other, both in a direct comparison and matched on biographic variables (age, sex, profession, family status, BMI).

The age of the completers was 53.6 13 years, 81.1% were female and 18.9% were male. Drug dependence assessed at follow-up by means of SDS was statically significantly related

to relapse after withdrawal and to a shorter duration of improvement. A significant relationship of drug dependence with depressive and anxiety disorders was observed and drug

dependence might also act as an independently influencing factor regardless of the type of medication abused.

Conclusions: The findings of this master thesis suggest that drug dependence plays a decisive role in the outcome after inpatient treatment for MOH. Positive associations to psychiatric disorders underline possible common mechanisms of substance overuse and addiction behavior. Further research is needed regarding the impact of drug dependence relating to

different types of medication.