Titelaufnahme

Titel
Parvovirus B19 Diagnostik bei Schwangeren am Zentrum für Virologie in Wien: Eine retrospektive Datenanalyse der Untersuchungsergebnisse der letzten 15 Jahre / eingereicht von Judith Netz
Weitere Titel
Parvovirus B19 diagnostics on pregnant women at the Centre of Virology in Vienna: a retrospective data-analysis of the samples collected over the last 15 years
Verfasser / VerfasserinNetz, Judith
GutachterWeseslindtner, Lukas
Erschienen2018
Umfang63 Blatt : Diagramme
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2018
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Datum der AbgabeMai 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Parvovirus / B19 / Ringelröteln / Schwangerschaft
Schlagwörter (EN)parvovirus / b19 / pregnancy
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Zusammenfassung (Deutsch)

Eine Infektion mit Parvovirus B19 (B19V) in der Schwangerschaft kann schwerwiegende fetale Komplikationen (Anämie, Hydrops fetalis u.a.) zur Folge haben. Daher werden Schwangere bei B19V Kontakt oder bei Verdacht auf B19V Infektion am Zentrum für Virologie in Wien routinemäßig auf dieses Virus untersucht. Dabei werden B19V DNA sowie B19V-spezifische IgM und IgG Antikörper im Blut bestimmt. Mit Hilfe dieser drei virologischen Parameter kann ermittelt werden, ob Schwangere 1. nicht-infiziert (und nicht-immun), 2. bei bereits durchgemachter Infektion immun sind, oder ob 3. gegebenenfalls eine Infektion vorliegt. Kann das Vorliegen einer Infektion bewiesen werden, erlauben die genannten Parameter zudem eine Beurteilung, in welchem Stadium sich die Infektion befindet (akut oder bereits etwas zurückliegend). Dabei können mitunter Schwangere identifiziert werden, die nach der Infektion eine lang anhaltende virale DNAämie aufweisen, deren klinische Bedeutung noch nicht endgültig geklärt ist. Bisher fehlen für Österreich jegliche Studien, die zeigen, mit welcher Häufigkeit die verschiedenen Befundkonstellationen bei Schwangeren vorkommen. In einer retrospektiven Datenanalyse wurde nun die Verteilung der möglichen Befundkonstellationen (immun, nicht-immun, infiziert) der in den letzten 15 Jahren bei Schwangeren am Zentrum für Virologie erhobenen Befunde systematisch im Hinblick auf das Alter, die Schwangerschaftswoche, die Anamnese und die bei der Untersuchung vorliegende klinischen Symptomatik ausgewertet. Insgesamt wurden 7413 Schwangere untersucht wobei sich 5496 Schwangere (74% des Studienkollektivs) als immun und nicht infiziert, 1679 Schwangere (23%) als nicht immun und nicht infiziert, sowie 238 Schwangere (3%) in den verschiedenen Stadien einer Parvovirus-B19 Infektion präsentierten. Bei 138 dieser infizierten Schwangeren wurde eine akute B19V Infektion diagnostiziert, 100 Schwangere wiesen hingegen die Befundkonstellation einer persistierenden DNAämie bei serologisch abgelaufener B19V Infektion auf. Diese Ergebnisse zeigen zum ersten Mal an einer österreichischen Patientengruppe, wie häufig B19V DNA nach einer akuten Infektion in der Schwangerschaft nachweisbar bleiben kann.

Zusammenfassung (Englisch)

A perinatal infection with Parvovirus B19 (B19V) can have serious consequences for the unborn child (anaemia, fetal hyrops, etc.). At the Centre of Virology in Vienna pregnant women who came in contact or are suspected to be infected with B19V are therefore, as a matter of routine, screened for the virus. Tests are done to look for B19V DNA as well as B19V specific IgM and IgG antibodies in the blood. The goal is to determine, if the pregnant women are either 1. not infected (and not immune) 2. immune (post infection) or 3. infected. If an existing infection can be proven, the tested parameters can help maintain, which stadium of the infection a patient is in (acute infection or post infection). Occasionally a patient presents herself with a viral DNAaemia long after the B19V infection. The clinical significance of this phenomenon has yet to be determined and until now there has been no study that shows how often this constellation occurs in pregnant women in Austria. The goal of this retrospective analysis was to evaluate the data about pregnant women whose blood was tested for B19 virus or antibodies and interprete it with regard to age, week of gestation, anamnesis, and clinical symptoms at the time of the blood test. The data of 7413 pregnant women, who were tested at the Centre of Virology in the course of the last 15 years, was analysed and 5496 (74%) were immune to B19V and not infected, 1679 (23%) were not immune and not infected and 238 (3%) were in different stages of infection. Of these 238 infected patients 138 showed sings of an acute infection and 100 showed the interesting constellation of persistent DNAaemia, otherwise displaying all serological signs of an already undergone infection. This study is the first to show the prevalence of persistent B19V DNAaemia in pregnant women in Austria.

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