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Bibliographic Metadata

Title
Auswirkung festsitzender kieferorthopädischer Behandlung auf den parodontalen Status bei ParodontitispatientInnen nach parodontal-chirurgischem Eingriff - retrospektive Sudie
Additional Titles
The impact of fixed orthodontic treatment on the periodontal parameters of patients with periodontitis after periodontal surgery - retrospective study
AuthorHeinzle, Verena
Thesis advisorRausch-Fan, Xiaohui
Published2018
Description93 Blatt : Illustrationen, Diagramme
Institutional NoteMedizinische Universität Wien, Diplomarbeit, 2018
Annotation
Paralleltitel laut Übersetzung der Verfasserin
Date of SubmissionMay 2018
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (DE)Parodontitis / festsitzende kieferorthopädische Therapie / Sondierungstiefe / Attachmentlevel / Parodontalchirurgie / resektive Parodontalchirurgie / regenerative Parodontalchirurgie / multidisziplinäre Behandlung
Keywords (EN)Periodontitis / fixed orthodontic treatment / probing depth / attachmentlevel / periodontal surgery / resective periodontal surgery / regenerative periodontal surgery / multidisciplinary treatment
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-15075 Persistent Identifier (URN)
Restriction-Information
 The work is publicly available
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Auswirkung festsitzender kieferorthopädischer Behandlung auf den parodontalen Status bei ParodontitispatientInnen nach parodontal-chirurgischem Eingriff - retrospektive Sudie [2.14 mb]
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Abstract (German)

Zusammenfassung<br />Hintergrund: Der Einfluss festsitzender kieferorthopädischer Behandlungen auf das Parodont von Patienten mit Parodontitis wird in der Literatur kontroversiell diskutiert. Eine retrospektive Diplomarbeit der Universitätszahnklinik Wien, unter der Leitung von Assoc. Prof. Univ.- Doz. DDr. Xiaohui Rausch-Fan, hat bereits 2015 den Einfluss festsitzender kieferorthopädischer Behandlung beim Parodontitspatienten, im Rahmen eines standardisierten und interdisziplinären Behandlungsschemas, untersucht. Es zeigte sich, dass eine festsitzende kieferorthopädische Behandlung einen negativen Effekt auf den parodontalen Status hat und dieser sogar mit steigender Dauer der Behandlung zunimmt.( ) In jener Diplomarbeit wurden jedoch Patienten mit parodontal-chirurgisch therapierten Zähnen nicht miteinbezogen. In schweren Fällen der Parodontitis mit großen Defekten des Alveolarknochens ist oft ein parodontal-chirurgischer Eingriff nötig, um die Taschen zu eliminieren bzw. zu reduzieren und in weiterer Folge die parodontale Inflammation beherrschen zu können. Zusätzlich ist der Wunsch nach ästhetisch ansprechenden und in Funktion stehenden, gut putzbaren Zähnen vorhanden.<br />Ziel: In der vorliegenden retrospektiven Studie soll die Auswirkung einer festsitzenden kieferorthopädischen Therapie auf die Parameter, die Sondierungstiefe und das klinische Attachmentlevel der parodontal-chirurgisch vortherapierten Zähne im Vergleich zu den parodontal, konservativ behandelten Zähnen von 30 Parodontitispatienten untersucht werden. <br />Material und Methodik: Es wurden im Kliniksystem (KIS) gespeicherte Daten zur Analyse herangezogen, welche bei den Behandlungsterminen der Patienten erhoben und dokumentiert wurden. 30 Patienten lieferten die Werte der Sondierungstiefen und des klinischen Attachmentlevels aus mehreren Parodontalstadien. Insgesamt wurden die Werte von 735 Zähnen herangezogen, wovon 223 Zähne parodontal-chirurisch und 512 ohne operatives Verfahren therapiert wurden. 128 Zähne wurden resektiv und 95 Zähne regenerativ therapiert. Die Zähne wurden in Ober- und Unterkiefer, sowie in Zahngruppen (Molaren, Prämolaren, Eckzähne, Frontzähne) unterteilt. Es wurden die Sondierungstiefen und das klinische Attachmentlevel jeweils vor und nach der Basistherapie, nach dem operativen Eingriff sowie ein Jahr nach Applikation der festsitzenden kieferorthopädischen Apparatur und nach Beendigung der kieferorthopädischen Therapie analysiert und verglichen. ^Die 6 Messstellen pro Zahn wurden zu einem gemittelten Wert zusammengefasst und auch im Rahmen der Zahngruppengliederung gemittelt.<br />Ergebnisse: Die Parodontitistherapie gilt als Goldstandard bei der Behandlung von entzündlichen Erkrankungen des Zahnhalteapparates und parodontalen Taschen. In der vorliegenden Studie konnte eine Verbesserung der parodontalen Parameter, Sondierungstiefe und klinisches Attachmentlevel für alle parodontalchirurgisch, sowie parodontal-konservativ therapierten Zahngruppen, vor Beginn der KFO gezeigt werden. Somit kann der in der Literatur beschriebene positive Einfluss der Parodontitisthrapie auf die parodontalen Parameter bestätigt werden. Die Auswirkung einer festsitzenden kieferorthopädischen Therapie auf die Parameter, Sondierungstiefe und klinisches Attachmentlevel wurde in dieser Studie untersucht. In der vorliegenden Studie lassen sich für die gemittelte Sondierungstiefe in allen Zahngruppen des Ober- und des Unterkiefers zu allen fünf Zeitpunkten höhere Werte für die operierten Zähne, als für die nicht operierten Zähne beschreiben. Nach einem Jahr kieferorthopädischer Therapie zeigte sich eine positive Tendenz der Sondierungstiefe in der Gruppe der operierten und in der Gruppe der nicht operierten Ober- und Unterkiefermolaren, sowie in beiden Gruppen der Oberkiefereckzähne. Bei den Prämolaren beider Kiefer sowie bei den Unterkiefereckzähnen zeigte sich eine Tendenz zur Erhöhung der Sondierungstiefe. Die Ergebnisse der vorliegenden Studie zeigten, dass eine festsitzende kieferorthopädische Therapie nach Abnahme der Apparatur einen signifikant positiven Einfluss auf die Sondierungstiefe der operierten Unterkiefermolaren hat. Die Differenz bzw. der Gewinn der Sondierungstiefe ist jedoch sehr gering. Die Gruppe der nicht operierten Ober- und Unterkiefermolaren zeigte eine negative Tendenz der Sondierungstiefe. Es zeigte sich bei allen anderen operierten und nicht operierten Zahngruppen eine negative Tendenz der Sondierungstiefe nach Beendigung der kieferorthopädischen Therapie. Die Differenzwerte der tendenziellen Zunahme der gemittelten Sondierungstiefen lagen nach Beendigung der KFO Therapie, sowohl für die operierten als auch für die nicht operierten Zahngruppen im klinisch gesunden und stabilen Bereich. In der vorliegenden Studie zeigte sich bei den operierten Molaren und Prämolaren beider Kiefer ein tendenziell positiver Effekt nach einem Jahr kieferorthopädischer Therapie auf den Parameter klinisches Attachmentlevel. Hierbei zeigten nach Abnahme der orthodontischen Apparatur die operierten Molaren beider Kiefer eine positive Tendenz im Vergleich zur nicht operierten Molarengruppe beider Kiefer. Die Gruppe der operierten Prämolaren zeigte ebenso eine positive Tendenz während und nach KFO, wohingegen die nicht operierten Prämolaren eine negative Tendenz aufwiesen. Eine negative Tendenz des Attachmentlevels lässt sich für die operierten Eck- und Frontzähne beider Kiefer beschreiben. Die nicht operativ therapierten Oberkiefereckzähne zeigten einen statistisch positiven, jedoch vernachlässigbar geringen Einfluss nach einem Jahr KFO auf das klinische Attachmentlevel und nach Beendigung der KFO eine negative Tendenz. Bei den nicht operativ therapierten Zähnen war ein positiver Effekt einer festsitzenden Zahnspange auf das klinische Attachmentlevel nur bei den Unterkiefereckzähnen nachweisbar. Die Tendenzen zeigen, dass die operierten im Vergleich zu den nicht operierten Molaren und Prämolaren von einer Zahnspange in Anbetracht des klinischen Attachmentlevels profitieren. Bei den Front- und Eckzähnen weisen die Tendenzen eher auf einen Profit der nicht operierten Gruppen im Vergleich zur operierten Gruppe hin. Alle Tendenzen und Ergebnisse dieser Studie zeigten, dass die Veränderungen der parodontalen Parameter nach Beendigung der kieferorthopädischen Therapie im gesunden und parodontologisch stabilen Bereich liegen. <br />Conclusio: Für zukünftige Studien sollten eine größere Studienpopulation und längere Beobachtungszeiten berücksichtigt werden. Ebenso sollten Risikofaktoren in das Studiendesign miteinbezogen werden, sowie die Defektmorphologie und die durchgeführten Zahnbewegungen und Richtungen der kieferorthopädisch angewendeten Kräfte getrennt nach regenerativer und resektiver Operationsmethode, sowie getrennt nach Lage im Kiefer (bukkal/oral) betrachtet werden. Das standardisierte, interdisziplinäre Behandlungskonzept wird empfohlen weiterzuführen.

Abstract (English)

Abstract<br />Background: The effect of fixed orthodontic treatment on periodontal structures of patients with periodontitis is being controversially discussed in literature. A retrospective study which was published in 2015 at the University Clinic Vienna, under the direction of Assoc. Prof. Univ.- Doz. DDr. Xiaohui Rausch-Fan, examined the effect of fixed orthodontic treatment on periodontal structures as part of a standardized, interdisciplinary treatment plan. The results of the study showed the occurence of a negative effect on the periodontal status, which happened to get worse the longer the orthodontic treatment was performed.(1) Patients with periodontal surgery were excluded in the study of 2015. Severe cases of periodontitis with vast defects of the alveolar bone show a need in surgical reduction or elimination of the periodontal pockets to control the periodontal inflammation. In addition, the desire to achieve satisfaction in dental function and aesthetics, as well as the creation of a good accessibility for optimal oral hygiene abound.<br />Objectives: The purpose of this retrospective study was to evaluate the effects of fixed orthodontic treatment on the pocket depths and on the clinical attachment levels of teeth treated with periodontal surgery in comparison to non-surgically treated teeth, of 30 patients with periodontitis. <br />Methodology: The data used for analysis, which was taken from the clinic computer system (KIS), was continuously collected and documented during the patients treatment. For the evaluation of the probing depth and the clinical attachment level the data of 30 patients was analyzed. In total the values of 735 teeth were analyzed from which 223 teeth got surgical treatment and 512 teeth were not treated with periodontal surgery. Resective periodontal surgery was performed on 128 teeth and 95 teeth were treated with regenerative surgery. The teeth were separated in groups such as molars, premolars, canines and front teeth for the upper and the lower jaw. The pocket depth and clinical attachment level were compared before initial therapy, after initial therapy, after surgery, after one year of fixed orthodontic treatment and after orthodontic therapy. The six measuring points of each tooth and the teeth of the dental groups were summarized to an averaged value.<br /><br />Results: The periodontitis therapy is considered to be the gold standard in the therapeutic management of inflammatory diseases of the periodont and periodontal pockets. In this study was shown an improvement of the periodontal parameters, such as probing depth and attachmentlevel, for all dental groups with periodontal therapy, before orthodontic treatment. So the positive influence of periodontitis therapy can be confirmed. The impact of fixed orthodontic treatment on the probing depth and the attachmentlevel was examined in this study. In this study the average probing depth is higher for all teeth of the upper and the lower jaw in the periodontal surgery group than in the non surgical group, through all five measurement times. After one year of orthodontic treatment the probing depth has shown a positive trend for surgical and non-surgical treated molars of the lower and upper jaw as well as for canines of the upper jaw. The premolars of both jaws as well as the canines of the lower jaw have shown an increasing probing depth tendency. The results of the study have shown that fixed orthodontic treatment has a statistically significant positive effect on the probing depth of surgically treated molars of the lower jaw after completion of the orthodontic therapy. However the profit of the probing depth is very little. The non surgically treated molars of the upper and lower jaw show a negative trend. It was shown that a negative trend of the probing depth occurs in all the other surgically and non-surgically treated dental groups after orthodontic therapy. The trend to a negative difference for both, surgically and non-surgically treated teeth, after orthodontic therapy is still in a clinical healthy an stable range. In this study the attachmentlevel has shown a positive trend for the group of surgically treated molars and premolars of both jaws, after one year of orthodontic therapy. After orthodontic treatment, the surgically treated molars of both jaws show a positive trend of the attachmentlevel in comparison to the non-surgically treated molars. The surgically treated premolars showed a positive trend whereas the non-surgically treated premolars showed a negative trend during and after orthodontic treatment. A negative trend was shown for surgically treated canines and front teeth of both jaws. The non-surgically treated canines of the upper jaw showed a significantly positive but minor influence after one year of orthodontic treatment and a negative trend after orthodontic treatment. The non-surgically treated canines of the lower jaw showed a positive influence of fixed braces after orthodontic therapy. The trend of the attachmentlevel shows a minor profit for the surgically treated molars and premolars of both jaws as for the non surgically treated groups. The trend of the attachmentlevel of the canines and front teeth show a profit for the non surgically treated group. All trends and results of this study show that a change in periodontal parameters after orthodontic therapy is for both, surgically and non surgically treated teeth in a stable and healthy range.<br />Conclusion: More participants and longer observation periods would be necessary in order to confirm the findings. The evaluation of risk factors, as well as the defect morphology and the orthodontic movement type and direction of the force should be included in the next study. The group with periodontal operations should be reasonably divided into a resective and a regenerative study group. The use of the standardized, interdisciplinary treatment concept is strongly recommended for future studies.

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