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Titelaufnahme

Titel
Kopfschmerzen bei Schülerinnen und Schülern: Prävalenz, Risikofaktoren, Lebensqualität eine Querschnittsstudie / eingereicht von Julian-Edmond Sere
Verfasser / VerfasserinSere, Iulian-Edmond
GutachterWöber, Christian
Erschienen2018
Umfang65 Blatt : Illustrationen
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2018
Datum der AbgabeMai 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Kopfschmerzen / Kinder / Jugendliche / Migräne / Schpannungskopfschmerzen / Lebensqualität
Schlagwörter (EN)Headache / Children / Adolescents / Migraine / Tension type headache / Quality of life
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-13496 Persistent Identifier (URN)
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Kopfschmerzen bei Schülerinnen und Schülern: Prävalenz, Risikofaktoren, Lebensqualität eine Querschnittsstudie [7.09 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Kopfschmerzerkrankungen zählen zu den häufigsten Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Die geschätzte Prävalenz für Kopfschmerzerkrankungen bei Kindern und Jugendlichen liegt bei 54,4%, jene für Migräne bei 9,1%. Die Ergebnisse der aktuellen Literatur zeigen eine deutliche alltägliche Belastung und Einschränkung der Lebensqualität durch Kopfschmerzen.

Das Ziel dieser Studie war es, an einer Sportmittelschule und einer Volksschule in Ybbs an der Donau anhand eines validierten Fragebogens, Daten zu Prävalenz von und Belastung durch Kopfschmerzen zu erheben und die Lebensqualität von Schülern mit Kopfschmerzen mit jener von Schülern ohne Kopfschmerzen zu vergleichen. Um Aussagen über die Auswirkungen von Kopfschmerzen auf die Lebensqualität, die Belastung durch Kopfschmerzen sowie über mögliche Risikofaktoren für die Entstehung von Kopfschmerzen treffen zu können, wurden anhand der Antworten der Schüler auf Fragen zur Lebensqualität, zur Belastung durch Kopfschmerzen und zum Freizeitverhalten vier Scores erstellt: der Quality of Life-Score, der Burden of Headache-Score, der Electronic media Cumulative hours Score sowie der Sport-Score.

Die Auswertung der Fragebögen ergab eine Kopfschmerz-Lebenszeitprävalenz von 91,9% und eine 1-Jahresprävalenz von 82,6%. Die Prävalenz für die Diagnosegruppe Migräne lag bei 32,2%. All diese Werte übertreffen die in der Literatur zu findenden Prävalenzzahlen für die jeweiligen Diagnosegruppen. Lediglich die Prävalenz von Spannungskopfschmerzen war mit 26,3% mit in der Literatur zu findenden Werten vergleichbar. Die in dieser Arbeit beobachtete Einschränkung der Lebensqualität und die hohe Belastung durch Kopfschmerzen, sowie der fehlende Zusammenhang zwischen der Nutzung elektronischer Medien und dem Auftreten von Kopfschmerzen stimmen mit Ergebnissen der aktuellen Literatur überein.

Die größte Limitation der Studie stellten eine hohe Ablehnungsquote, eine somit geringe Teilnehmerzahl und ein damit verbundener möglicher Selection Bias dar. Wichtige in der Literatur zu findende Erkenntnisse über Kopfschmerzen im Kindes- und Jugendalter konnten dennoch in dieser Arbeit reproduziert werden eine hohe Prävalenz und eine hohe Belastung und Einschränkung der Lebensqualität durch Kopfschmerzen. Die Nutzung von elektronischen Medien als Risikofaktor für das Auftreten von Kopfschmerzen bei Kindern und Jugendlichen konnte hier, ebenso wie in der aktuellen Literatur, ausgeschlossen werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Headache disorders are among the most common disorders in children and adolescents. The estimated prevalence for headache in children and adolescents is 54.4%, that for migraine is 9.1%. There is a significant burden of headache and the quality of life is poorer in children and adolescents who suffer from frequent headaches that in those who do not.

The aim of this study was to acquire data concerning the prevalence and the burden of headache in children and adolescents in two schools in Ybbs an der Donau using a validated questionnaire and to compare the quality of life of children with headache with those without headache. To assess the quality of life and the burden of headache and to identify correlations between headache and the use of electronic media and headache and time spent with physical exercise, four scores have been created: the Quality of Life- (QoL) Score, the Burden of Headache- (BoH) Score, the Electronic media- Cumulative hours (EM) Score and the Sport-Score.

The lifetime prevalence of headache found in this study was 91.9%, the 1-year prevalence 82.6%. The prevalence for migraine was 32.2%. All of these figures surpass the prevalences for the respective diagnosis groups found in current literature. Only the prevalence for tension type headache, which was 26.3%, is comparable to the current findings. This study showed a high burden of headache and a significant restriction of quality of life in those participants who suffered from frequent headache. The use of electronic media did not show to have an impact on frequency or severity of headache. These results match the findings in recent literature.

The most significant limitations of this study were a high rejection rate and therefore low participation rate, which resulted in a probable selection bias. Important findings of recent literature concerning headache in children and adolescents could however be reproduced high prevalence of headache disorders, a high burden of headache and restriction of quality of life by headache and the exclusion of the use of electronic media as a risk factor for headache disorders.

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