Titelaufnahme

Titel
Vaccination coverage, knowledge of and attitude towards vaccines in an Austrian lay population and medical students of the Medical University of Vienna / eingereicht von Anja Keplinger
Weitere Titel
Durchimpfungsrate, Wissen und Einstellung hinsichtlich Impfungen in der österreichischen Laienpopulation und Medizinstudierenden der Medizinischen Universität Wien
Verfasser / VerfasserinKeplinger, Anja
GutachterWiedermann-Schmidt, Ursula
Erschienen2018
Umfang69 Seiten
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2018
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Datum der AbgabeMai 2018
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Medizinstudierende / Laienpopulation / Kinder / Einstellung / Wissen / Impfungen / Gesundheitskompetenz / Schulbildung / Information / Compliance / Durchimpfungsrate
Schlagwörter (EN)medical students / lay population / children / attitude / knowledge / vaccination / health literacy / school education / information / compliance / vaccination rates
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Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Daten über Zögerlichkeit („vaccine hesitancy“) und Ablehnung („vaccine refusal“) hinsichtlich Impfungen in der Österreichischen Bevölkerung sind kaum vorhanden. Vorliegende Studien zum Thema lassen vermuten, dass um 1-11% der Österreicher_nnen oder österreichischen Eltern Impfungen ablehnen, während etwa 25-39% der Letzteren Vorbehalte gegen mindestens eine der empfohlenen Impfungen haben. Die Gründe hinter der Zögerlichkeit sind nicht klar, aber vorliegende Untersuchungen deuten an, dass einige Eltern überlegen, einzelne der empfohlenen Impfungen des zunehmend dichter werdenden Impfplan abzulehnen. Deshalb spielen Allgemeinmediziner_innen sowie Pädiater_innen eine entscheidende Rolle in der Gabe von Information und Beratung von Patient_innen hinsichtlich Impfungen. Ob die bestehende Ausbildung von Medizinstudierenden suffizient ist ihnen zu ermöglichen, ihre zukünftigen Patient_innen fachgerecht zu beraten und Antworten auf verbreitete Bedenken zu geben, ist jedoch fraglich.

Zielsetzung: Die Absicht hinter dieser Arbeit lag darin, über die Durchimpfungsrate, Einstellung und Wissen hinsichtlich Impfungen von Medizinstudierenden der Medizinischen Universität Wien und Erwachsenen und Kindern einer ländlichen österreichischen Population, im Alter von sechs Jahren oder älter, zu erfahren.

Methodik: Die papierenen Fragebögen für die Medizinstudierenden waren Teil einer großen Multicenter-Studie einschließlich Medizinstudierender aus Deutschland und der Schweiz. 400 Fragebögen würden an Studierende aus dem 2.-12. Semester ausgeteilt. Darüber hinaus wurden zwei Fragebögen, einer für eine Erwachsene und einer für Kinder, für die Laienbevölkerung einer ländlichen Österreichischen Gemeinde basierend auf den Fragebögen der Medizinstudierenden erstellt. 1.200 Fragebögen wurden an alle Haushalte der Gemeinde versendet und 350 Fragebögen wurden in den ortsansässigen Schulen verteilt. Alle Fragebögen beinhalteten Fragen über Durchimpfungsrate sowie Einstellung und Wissen über Impfungen.

Ergebnisse: Wir erhielten insgesamt 1.005 Fragebögen zurück, 379 von den Medizinstudierenden, 306 von der Erwachsenen und 320 von den Kindern der österreichischen Laienpopulation. Kurse an der Universität waren die primäre Informationsquelle über Impfungen von Studierenden, welche dicht gefolgt waren vom Internet, während ihr Wissen über Impfungen und die Impfthematik für ungenügend befunden worden sind. Hinsichtlich der erwachsenen Laienbevölkerung fand sich, dass der Großteil Impfungen vertraut, aber das Wissen über ihren eigenen Impfstatus mangelhaft ist. Nur 5% bezeichneten ihre Einstellung über Impfungen „negativ“. Vergleichend zu jenen mit Pflichtschulbildung, niederer sekundärer sowie akademischer Bildung, fand sich besonders bei Menschen mit höherer sekundärer Bildung (Maturalevel) eine „skeptische“ oder „negative“ Einstellung. 37% der Kinder, die sich mehr Information wünschten, nannten den/die Mediziner_in. Ihre Einstellung war stark verbunden mit jener ihrer Eltern. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Ausbildung von Medizinstudierenden mehr Fokus auf Impfungen und präventative Methoden legen muss, um ihnen Wissen zu ermöglichen sowie Fähigkeiten zu geben, ihre Patient_innen zu beraten und ihnen evidenz-basierte Antworten auf Bedenken zu bieten. Darüber hinaus sollte das Lernen über Gesundheit und Krankheitsprävention durch Impfungen zu einem früheren Zeitpunkt stattfinden, z.B. in Schulen, um die Gesundheitskompetenz zu verbessern und autonomere Impfentscheidungen auf Basis von Wissen zu ermöglichen. Zu guter Letzt braucht es einen Masterplan für die generelle Information und Förderung von Immunisierungen in der österreichischen Bevölkerung durch Gesundheitsbehörden und Angestellte im Gesundheitswesen.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: Data on vaccine hesitancy and vaccine refusal in the Austrian population is scarce. Available studies suggest that around 1-11% of Austrians or Austrian parents refuse vaccinations, while around 25-39% of the latter were found to have retentions towards at least one of the recommended vaccines. The reasons for hesitancy are unclear but existing data suggest that a number of parents consider refraining from some of the recommended vaccines within the increasingly dense infant vaccination schedule. Thus, general practitioners, as well as pediatricians, play a crucial role in informing and advising patients on vaccines and vaccinations. Whether the current education of medical students is sufficient to allow them to properly advise their future patients and respond to common concerns is however questionable.

Objective: The aim of this work was to learn about vaccination coverages, attitude towards and knowledge of vaccinations of medical students of the Medical University of Vienna and a rural Austrian lay population including adults and children aged 6 years and older.

Methods: The paper-based survey of medical students was part of a large multicenter study including medical students from Germany and Switzerland. 400 questionnaires were handed out to students from the 2nd-12th semester. Moreover, two paper-based questionnaires, one for adults the other for children, were drafted for the lay population in an Austrian urban commune based on the questionnaire for medical students. 1,200 paper questionnaires were sent out to all houses of the community and 350 were handed out at the two local schools. All questionnaires included questions on vaccination attitudes, knowledge and coverage.

Results: We received a total of 1,005 questionnaires, 379 of medical students, 306 of an adult Austrian lay population, and 320 of children of an Austrian lay population. University courses were found to be students primary source of knowledge, closely followed by the internet, while their knowledge of vaccination and vaccination issues were considered insufficient. With respect to the adult lay population, the majority trusted in vaccines, but knowledge about their own vaccination status was lacking. Only 5% were found to have a negative attitude towards vaccinations. In contrast to those with primary/low-grade school as well as academic education, people of secondary higher education (“with Matura”) were found most ‘skeptical/negative towards vaccinations. 37% of children who wished for more information wished to receive it primarily from a physician. Their attitude was tightly linked to that of their parents. We conclude that the education of medical students needs to focus more on vaccination and preventive measures to improve knowledge and skills to advise their patients and give evidence-based answers to their concerns. Moreover, education on health and disease prevention by vaccination should start already at an early point of time, i.e. in schools to improve health literacy and allow autonomous vaccination decisions on the basis of knowledge. Finally, a masterplan for general information and promotion of immunizations among the Austrian population needs to be implemented by health authorities and professionals.

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