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Title
Die Genauigkeit der fetalen Gewichtsschätzung mittels Ultraschall - Einfluss des fetalen Gewichts und ausgewählter weiterer Faktoren auf die Genauigkeit verschiedener Schätzformeln. Eine retrospektive Datenanalyse / eingereicht von Astrid Zeiner
Additional Titles
Accuracy of ultrasonic fetal weight estimation - Influence of fetal weight and other factors on the accuracy of fetal weight estimation formulas. A retrospektive data analysis
AuthorZeiner, Astrid
Thesis advisorLeitich, Harald
Published2018
Description73 Seiten : Diagramme
Institutional NoteMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2018
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Date of SubmissionMay 2018
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (DE)fetale Gewichtsschätzung / Schätzformeln / Makrosomie / niedriggewichtige Feten
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Abstract (German)

Studienziel

Hauptziel dieser Studie war es zu untersuchen, inwieweit die Genauigkeit der Gewichtsschätzung mit allgemein gebräuchlichen Formeln vom fetalen Gewicht abhängt. Weiters wurde evaluiert, ob speziell für makrosome oder niedriggewichtige Feten entwickelte Formeln in diesen Gewichtsgruppen eine höhere Messgenauigkeit aufweisen als allgemein gebräuchliche Schätzformeln. Als Nebenziel wurde untersucht, ob der BMI der Mutter vor der Schwangerschaft oder das Geschlecht des Feten einen Einfluss auf die Genauigkeit der Gewichtsschätzung haben.

Material und Methoden

In dieser retrospektiven Studie wurden 12 allgemein gebräuchliche und jeweils 3 spezielle Formeln für makrosome und niedriggewichtige Feten evaluiert. Eingeschlossen wurden 1538 normalgewichtige (2501-3999g), 168 niedriggewichtige (2500g) und 165 makrosome (4000g) Feten, die innerhalb von 7 Tagen vor der Entbindung eine Ultraschalluntersuchung mit vollständiger Fetometrie hatten. Feten mit schweren Fehlbildungen, Mehrlingsschwangerschaften und Todgeburten wurden ausgeschlossen.

Ergebnisse

Nahezu alle allgemein gebräuchlichen Gewichtsformeln wiesen in ihrer Genauigkeit signifikante Unterschiede zwischen den Gewichtsgruppen auf. 9 der 12 evaluierten allgemein gebräuchlichen Formeln schätzten das Gewicht in der Gewichtsgruppe der Normalgewichtigen signifikant genauer als in der Gruppe der Makrosomen. 6 der 12 allgemein gebräuchlichen Formeln schätzten das Gewicht in der Gruppe der Normalgewichtigen signifikant genauer als in der Gruppe der Niedriggewichtigen. Nahezu alle allgemein gebräuchlichen Schätzformeln unterschätzten das Geburtsgewicht bei makrosomen Feten signifikant. Die drei untersuchten speziellen Formeln für makrosome Feten wiesen in der Gruppe der Makrosomen signifikant bessere Ergebnisse als die allgemein gebräuchlichen Schätzformeln auf. In der Gruppe der Niedriggewichtigen konnten keine signifikanten Unterschiede in der Genauigkeit der Gewichtsschätzung zwischen allgemein gebräuchlichen und speziellen Schätzformeln festgestellt werden. Ein Einfluss des BMI der Mutter vor der Schwangerschaft oder des Geschlechts des Feten auf die Genauigkeit der Gewichtsschätzung konnte in dieser Studie nicht beobachtet werden.

Schlussfolgerung

Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass ein zweistufiges Gewichtsschätzungsverfahren zu einer zuverlässigeren Gewichtsschätzung bei makrosomen Feten führen könnte: Zuerst könnte eine Schätzung mit einer allgemein gebräuchlichen Formel erfolgen. Für den Fall, dass eine Makrosomie aufgrund der ersten Schätzung wahrscheinlich erscheint, sollte eine weitere Gewichtsschätzung mit einer speziellen Formel für makrosome Feten erfolgen.

Abstract (English)

Purpose

The primary aim of this retrospective study was to evaluate if the accuracy of fetal weight estimation with commonly used formulae is influenced by fetal weight. Furthermore, it was analysed if specific weight equations for macrosomic or low birth weight fetuses are more accurate in these weight groups than commonly used formulae. The second purpose was to evaluate the influence of maternal body mass index prior to pregnancy and fetal sex on the accuracy of fetal weight estimation.

Materials and Methods

In the present study, 12 commonly used formulae and 3 specific formulae for macrosomic and low birth weight fetuses were evaluated. The study included 1538 fetuses with normal birth weight (2501-3999g), 168 fetuses with low birth weight (2500g) and 165 macrosomic fetuses (4000g). All fetuses underwent ultrasound examination with complete biometric parameters within seven days prior to delivery. Intrauterine fetal deaths, fetuses with major malformations and multiple pregnancies were excluded.

Results

Nearly all commonly used formulae showed a significant difference in the accuracy of fetal weight estimation between the three birth weight groups. 9 of 12 commonly used formulae were significantly more accurate in the normal birth weight group than in the macrosomic group. 6 of 12 formulae were significantly more accurate in the normal birth weight group than in the low birth weight group. Nearly all commonly used formulae significantly underestimated macrosomic fetuses. Specific equations for macrosomic fetuses were significantly more accurate in the macrosomic birth weight group than commonly used equations. Formulae specifically designed for low birth weight fetuses were not favorable compared to commonly used equations. In the present study, no significant influence of maternal body mass index prior to pregnancy or of fetal sex on the accuracy of fetal weight estimation was found.

Conclusion

The results of this study show that a two-step estimation method could lead to more reliable results when estimating fetal weight in macrosomic fetuses: primarily, the fetal weight could be estimated with a commonly used formula. If it seems likely that the fetus is macrosomic, the weight should be estimated again with a specific formula for macrosomic fetuses.