Titelaufnahme

Titel
Akzeptanz der Grippeimpfung bei ambulanten Patienten/Innen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen am AKH Wien / eingereicht von Manuel Miksch
Weitere Titel
Predictors for influenza vaccine acceptance among patients with inflammatory rheumatic diseases in a country reporting low vaccination rates
Verfasser / VerfasserinMiksch, Manuel Andreas Felix
GutachterLagler, Heimo
Erschienen2018
Umfang60 Blatt
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2018
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Datum der AbgabeMai 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Influenza / Influenzaimpfung / Impfung / Impfakzeptanz / Akzeptanz / Rheuma / entzündlich-rheumatisch / Immunsuppression
Schlagwörter (EN)Influenza / Vaccine / Vaccination / Imunosuppression / Acceptance / rheumatic
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Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Mit saisonal auftretenden Epidemien und immer wieder auftretenden Pandemien ist die Influenza weltweit für eine hohe Zahl an Toden verantwortlich. Besonders für bestimmte Risikogruppen, wie Patienten mit rheumatisch-entzündlichen Erkrankungen und eine durch die Therapie bedingte Immunsuppression stellt die Influenza eine größere Gefahr dar, da häufigere und schwerere Komplikationen, wie zum Beispiel eine Pneumonie auftreten können. Die beste und wirksamste Prophylaxe ist zurzeit die Impfung. In Österreich, sowie in vielen anderen Ländern ist die Durchimpfungsrate sowohl in der Allgemeinbevölkerung als auch in solchen Risikogruppen gering. Einflussfaktoren auf die Akzeptanz der Influenzaimpfung, sowie Gründe für das Ablehnen der Impfung wurden im Rahmen dieser Studie untersucht.

Methoden: Es wurde eine nicht randomisierte, epidemiologische Querschnittsstudie durchgeführt. Am Ende der Influenzasaison 2016/2017 wurde an Patienten der Ambulanz und Tagesklinik der Abteilung für Rheumatologie am AKH Wien ein Fragebogen ausgehändigt, die gesammelten Daten in Excel archiviert und in SPSS zur statistischen Analyse konvertiert.

Ergebnisse: Insgesamt wurden 490 Patienten eingeschlossen. Die Durchimpfungsrate war 25,3 %. Es zeigte sich eine steigende Impfbeteiligung mit steigendem Alter: Altersgruppe 70 Jahre hatte eine adjustierte Odds Ratio (AOR) von 5 im Bezug auf Referenzgruppe 18-43 Jahre. Es zeigte sich ein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Arzt als Informationsgeber und der Durchimpfungsrate (AOR 5). Ein noch stärkerer Zusammenhang zeigte sich bei den Impfempfehlungen (AOR 6 durch den Hausarzt und AOR 9 durch den Facharzt für Rheumatologie). Die Patientengruppe, welche ein Biologikum in ihrer Therapie integriert hatte, wies eine höhere Impfbeteiligung (32,9 %) auf als die Patientengruppe ohne Biologikum (21,3 %). Die Hauptgründe gegen die saisonale Influenzaimpfung waren: Bedenken bezüglich ihres Immunsystems aufgrund der rheumatischen Erkrankung (37,7 %) und Angst vor unerwünschten Nebenwirkungen (35,5 %).

Diskussion: Der Arzt als Informationsgeber und vor allem die direkte ärztliche Empfehlung bezüglich der Influenzaimpfung waren die stärksten Einflussfaktoren auf den Impfstatus der Patienten. Eine bessere Implementierung und Standardisierung dieser Einflussfaktoren in den Prozess der Patientenbetreuung könnte zu einer höheren Impfbeteiligung führen.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: Seasonal epidemic and pandemic influenza is worldwide responsible for a high number of deaths and plays an important role for the health care system. Especially for some risk groups, like patients with rheumatic inflammatory diseases and suppression of the immune system due to therapeutic medication, influenza virus infection is more dangerous, because severe complications, for example pneumonia are more likely. The best prophylaxis is still vaccination. In Austria and many other countries the vaccination rate in the general population and also in such risk groups against influenza is too low. In this study influencing factors for the acceptance and reasons for declining vaccination were observed and analysed.

Methods: The study model was a non-randomised, epidemiological cross sectional study. At the end of influenza season 2016/2017 a questionnaire was given to patients visiting the rheumatic outpatient and day clinic of the AKH Vienna. The collected data was archived in Excel and then for the statistical analysis converted to SPSS.

Results: Overall 490 patients were included. Among these patients the vaccination rate was 25,3 %. An increased vaccination rate was associated with increased age: age group 70 years had and adjusted odds ratio (AOR) of 5 in reference to the age group 18-43 years. A significant association was observed between information received from a physician and vaccination rate (AOR 5). An even stronger association was observed for recommendation and vaccination rate (general physician: AOR 6; rheumatologist: AOR 9). The subgroup of patients who received a biological disease modifying antirheumatic drug (bDMARD) featured a higher vaccination rate (32,9 %) than the subgroup of patients who didnt receive a biological DMARD (21,3 %). Main reasons against influenza vaccination were: concern about the immune system due to the rheumatic disease (37,7 %) and fear of side effects (35,5 %).

Discussion: The strongest influencing factors regarding vaccination against influenza were the information and recommendation received from the physician. A better standardised implementation of the information and recommendation regarding influenza vaccination in the process of patient management could lead to a higher acceptance and therefore higher vaccination rates.

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