Titelaufnahme

Titel
Cognitive functions and mortality in patients with subjective cognitive decline, mild cognitive impairment and Alzheimer's disease / eingereicht von Sandra Moser
Weitere Titel
Kognitive Funktionen und Sterblichkeit bei Patienten mit Subjective Cognitive Decline, Mild Cognitive Impairment and Alzheimer Demenz
Verfasser / VerfasserinMoser, Sandra
GutachterLehrner, Johann
Erschienen2018
Umfang61 Seiten
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2018
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Datum der AbgabeMai 2018
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Kognitive Funktionen / Sterblichkeit / SCD / MCI / Alzheimer Demenz
Schlagwörter (EN)Cognitive Functions / Mortality / SCD / MCI / Alheimer's Disease
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Zusammenfassung (Deutsch)

Grundlagen: SCD (subjective cognitive decline), MCI (mild cognitive impairment) und AD (Alzheimer Demenz) zählen zu den häufigsten Formen der kognitiven Beeinträchtigung. Unter Berücksichtigung einiger Studienergebnisse der letzten Jahre, ist die kognitive Beeinträchtigung eng mit einem erhöhten Sterblichkeitsrisiko verknüpft. SCD, MCI und AD stellen drei unterschiedliche Schweregrade der kognitiven Beeinträchtigung dar, wobei diese oft fließend ineinander übergehen können. Mittels neuropsychologischer Tests kann die kognitive Abnahme präzise diagnostiziert werden. Ziel der Studie war, Geschlechterunterschiede in Sterblichkeit und Überlebenszeit zu untersuchen, und den Zusammenhang zwischen kognitiven Funktionen und Mortalität zu ermitteln.

Methodik: Die vorliegende Single-Center-Studie basiert auf einer retrospektive Datenanalyse und vereint Sterbedaten und klinische Daten. Mittels zweifaktoriellen ANOVAs wurden Gruppen und Geschlechter Unterschiede untersucht. Anschließend wurde die Sterblichkeit mit Hilfe von Kreuztabellen und Chi Tests analysiert und mittels Kaplan-Meier Kurve die Überlebensrate in Relation zu kognitiver Beeinträchtigung berechnet. Unterschiede in der Überlebensrate wurden unter Verwendung des log-rank Tests kalkuliert. Mittels Cox Regression konnte der prognostische Wert der neuropsychologischen Tests im Hinblick auf die Sterblichkeit ermittelt werden.

Ergebnisse: Das mittlere Sterbealter der Patienten war innerhalb der Diagnosegruppen vergleichbar (81.2 Jahre). Unterschiede in Bezug auf Sterblichkeit und Überleben konnten innerhalb der Diagnosegruppen festgestellt werden. Fortschreitende Krankheitsschwere ging mit einer erhöhten Mortalität einher (p <.001). Die Mortalitätsrate wies signifikante Geschlechterunterschiede auf und war am höchsten bei männlichen MCI und männlichen AD Patienten (ps <.001). SCD Patienten zeigten keinen Geschlechterunterschied in der Mortalität (p = .074). Die Überlebenszeit ergab einen signifikanten Unterschied bei den Geschlechtern und war ebenfalls am höchsten bei weiblichen MCI und AD Patienten (ps <.001). SCD Patienten zeigten auch nach Kontrolle der Störvariablen keinen Unterschied in der Überlebenszeit (p = .161). AD Patienten wiesen sowohl eine signifikant kürzere Überlebenszeit als auch eine signifikant kürzere Follow-up Zeit auf. Es konnte ein lineares Verhältnis zwischen kognitiver Beeinträchtigung und Test Leistungen hinsichtlich den Ergebnisse von MMSE, WST IQ, GDS, PSC SF-36, BADL, Sniffin Sticks, SRV und RLQ beobachtet werden. Hinsichtlich der Untersuchung der NTBV und ihrer einzelnen Untertests waren alle Ergebnisse signifikant gemäß den Erwartungen und konnten somit trennscharf zwischen den Schweregraden der kognitiven Beeinträchtigung differenzieren. Des Weiteren wurden PSC SF36 (p .036), geteilte Aufmerksamkeit (p .009) und VSRT Lernleistung (p <.001) als jene Tests ermittelt, welche mit signifikanten Ergebnissen den höchsten prognostischen Wert hinsichtlich der Mortalität aufwiesen.

Schlussfolgerung: Die Sterblichkeit ist höher und die Überlebenszeit ist geringer bei männlichen MCI und AD Patienten. SCD Patienten haben im Vergleich eine längere Überlebenszeit, welche jedoch für Männer und Frauen gleich ist. Weiter Studien, welche größere Stichproben einschließen, wären empfehlenswert um akkurate Aussagen über Geschlechterunterschiede bei SCD Patienten machen zu können. Ein höheres Lebensalter bei der Testung hat einen Einfluss auf den zeitlichen Verlauf der Mortalität. Als prognostisch relevant zeigen sich vor allem die körperliche Verfassung (gemessen mit PSC SF36), die geteilte Aufmerksamkeit und die verbalen Fähigkeiten (gemessen mit VSRT) eines Patienten. Dieses Wissen ist bedeutsam, um ein besseres Verständnis für den Zusammenhang von kognitiven Funktionen und Sterblichkeit zu erlangen und könnte den Weg für weitere Forschungen, rechtzeitige Intervention und erhöhte Aufmerksamkeit für frühe kognitive Veränderungen ebnen.

Zusammenfassung (Englisch)

<span>Background: SCD (subjective cognitive decline), MCI (mild cognitive impairment) and AD (Alzheimers disease) are among the </span><span class="searchterm">most</span><span> common forms of cognitive impairment. Regarding results in recent years of research, cognitive impairment is associated with an increased risk of mortality. SCD, MCI and AD are representing three different stages of severity of cognitive impairment, whereas SCD is identified as a precursor of MCI and potentially the earliest clinical sign of AD. Cognitive decline can be detected and diagnosed by using multiple neuropsychological screening instruments examining various domains of cognition. The major objective of this retrospective study was to investigate gender differences in mortality, survival time and correlation of cognitive function/dysfunction and mortality.

Methods: The current study was a university-based, single-centre retrospective data analysis using mortality data and clinical data. Two-way ANOVAs have been computed in terms of patient groups and sex differences. Subsequently, mortality rate was calculated on the base of contingency table and Chi testing. Kaplan-Meier functions were used to estimate survival time. Differences in survival among groups were explored with log-rank tests. The predictive value of neuropsychological tests in terms of mortality was examined with Cox regression.

Results: Mean age at death was similar among the three diagnosis groups (81.2 years). Patient groups were differently associated with mortality and survival time. Progressed severity of cognitive impairment was associated with an increased mortality rate as well as a reduced survival time (ps <.001). Mortality varied significantly by sex and was highest for MCI male and AD male patients (ps <.001). In SCD male and female, difference in mortality was not significant (p = .074). Likewise, survival time revealed significant sex differences in MCI and AD individuals (ps <.001). Among SCD patients survival time showed no differences (p = .161). AD patients revealed a significantly shorter survival time as well as a significantly shorter follow-up time. Regarding neuropsychological testing, for MMSE, WST IQ, GDS, PSC SF-36, BADL, Sniffin Sticks, SOC and ORQ a linear correlation between cognitive impairment and test performances was observed. In the NTBV screening performances all subtest revealed significant results according to expectations and therefore can be seen as very selective for differentiating cognitive impairment stages. Regarding the prognostic value of neuropsychological tests, poorer test performances in PCS SF36 (p =.036), divided attention (measured with TMTB) (p =.009) and VSRT learning performances (p <.001) showed significant association with a reduced lifespan.

Conclusion: Mortality is higher and survival time is shorter in male MCI and AD patients. SCD patients have in comparison a longer survival time, which is similar for men and women. Further studies evaluating sex differences in mortality and survival in SCD patients should include larger patient samples. Higher age at testing has an influence on early mortality. PCS SF36, measuring a patients physical condition, divided attention and VSRT, measuring verbal abilities in impaired patients, are related to an increased risk of mortality. This knowledge is important to get a better understanding of the importance of correlation of cognitive functions and mortality and may pave the way for further research, early intervention and heightened awareness on early cognitive changes.</span>

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