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Bibliographic Metadata

Title
Der Einfluss der Beziehungsqualität auf subjektive und objektive Schlafparameter bei homo- und heterosexuellen Paaren eine kontrollierte Pilotstudie / eingereicht von Jonathan Kreidel
AuthorKreidel, Jonathan
Thesis advisorSeidel, Stefan
Published2018
Description104 Seiten : Diagramme
Institutional NoteMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2018
Date of SubmissionMay 2018
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (DE)Schlaf / Beziehung
Keywords (EN)sleep / relationship
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-14193 Persistent Identifier (URN)
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 The work is publicly available
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Der Einfluss der Beziehungsqualität auf subjektive und objektive Schlafparameter bei homo- und heterosexuellen Paaren eine kontrollierte Pilotstudie [5.93 mb]
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Abstract (German)

Durch ein immer größer werdendes Forschungsfeld wird Schlaf als Zustand beschrieben, der verschiedenste Einflüsse auf die körperliche und emotionale Verfassung hat und gleichzeitig durch diverse Faktoren beeinflusst wird. Einen wichtigen Einflussfaktor, welchem bis dato wenig Aufmerksamkeit entgegen gebracht wurde, stellt die Beziehungsqualität dar. Vorliegende Evidenz suggeriert eine geschlechtsabhängige Gewichtung der bidirektionalen Beeinflussung von Schlaf- und Beziehungsqualität. Alle bis zu diesem Zeitpunkt durchgeführten Studien inkludierten in ihrer Analyse jedoch nur heterosexuelle Paare. Ziel dieser Studie ist es deshalb, die vorliegenden, geschlechtsspezifischen Muster auf ihre Reproduzierbarkeit in gleichgeschlechtlichen Paaren zu überprüfen.

Zur Durchführung dessen wurden bei insgesamt 15 Paaren (fünf gleichgeschlechtlich männliche, fünf gleichgeschlechtlich weibliche und fünf heterosexuelle) mittels Tagebuch und Aktigraphie über einen Zeitraum von mindestens 20 Nächten verschiedene Parameter der Schlaf- und Beziehungsqualität untersucht. In der anschließenden statistischen Auswertung wurden diese mittels Korrelationsanalyse auf signifikante Zusammenhänge überprüft und anschließend die gruppenspezifischen Werte mittels Fischer-Z-Test miteinander verglichen.

In der statistischen Auswertung zeigten sich bei der Gegenüberstellung der gruppenspezifischen Korrelationen signifikante Unterschiede zwischen den Gruppen. So konnte bei der Gruppe der gleichgeschlechtlich weiblichen Probandinnen im Vergleich zur Gruppe der heterosexuellen, weiblichen Probandinnen eine signifikant stärkere Korrelation zwischen Beziehungsqualität am Vortag und subjektiver Schlafqualität sowie aktigraphischer Schlafeffizienz beobachtet werden. Dem gegenüber stand jedoch gleichzeitig eine signifikant schwächere Korrelation der Beziehungsqualität am Vortag mit der subjektiven Schlafeffizienz. Die gleichgeschlechtlich männlichen Probanden zeigten im Vergleich zur heterosexuellen, männlichen Probandengruppe eine signifikant stärkere Korrelation bei der Wechselwirkung von Beziehungsqualität am Vortag und subjektiver Schlafeffizienz, jedoch eine signifikant schwächere Korrelation zwischen subjektiver Schlafqualität und Schlafeffizienz und Beziehungsqualität am nachfolgenden Tag. Bei dem Vergleich der Gruppen der heterosexuellen ProbandInnen konnten keine signifikanten Korrelationsunterschiede beschrieben werden. Somit kann trotz signifikanter Z-Werte aufgrund mangelnder Regelmäßigkeit der Unterschiede keine gruppenspezifische Definition bezüglich der wechselseitigen Beeinflussung von Schlaf und Beziehung getätigt werden. Außerdem entsprechen die beobachteten Unterschiede weder den Ergebnissen der bis dato vorliegenden Studien, noch erlauben sie die Definition geschlechtsabhängiger Merkmale. Die hypothetischen Ursachen für dieses Ergebnis könnten der starke, individuelle Einfluss soziokultureller Faktoren und damit die Non-Existenz biologisch determinierter Verhaltensmuster für das Verhältnis Schlaf-Beziehung, die signifikante Einwirkung verschiedener noch unbekannter Einflussfaktoren oder eine potentielle methodische Schwäche einer der Studien sein.

Weitergehende Forschung mit standardisierten Evaluationsverfahren und methodischen Analysetools ist von Nöten, um eine der bestehenden Hypothesen zu beweisen.

Abstract (English)

A steadily growing amount of scientific research describes sleep as a condition that influences various physical and psychological processes in the body and is, vice-versa, also influenced by numerous factors. One important factor, which has rarely been examined until now, is the relationship quality. Existing evidence suggests a sex-dependent weighting of the bidirectional association between sleep- and relationship quality. However, all of the existing clinical trials include only heterosexual couples. Therefore, the aim of the present study is to validate the described sex-dependent patterns in a study that includes same-sex couples as well.

In order of doing so, 15 couples (five same-sex male, five same-sex female and five heterosexual) underwent a clinical trial of a minimum of 20 nights, in which different parameters for sleep- and relationship quality were recorded and measured by diary and actigraphy. Subsequently, analyses for correlation was used to determine extent of the group-specific link between the parameters and a Fisher-Z-Test to compare the group-specific values with each other.

The statistical evaluation showed significant differences between the groups. Compared to the heterosexual female group, the same sex female group showed a significantly stronger correlation between relationship quality during the previous day and subjective sleep quality as well as actigraphic sleep efficiency during the following night. However, at the same time, a significantly weaker correlation between relationship quality during the previous day and subjective sleep efficiency was observed. The participants of the same sex male group offered, compared to the heterosexual male group, a significantly stronger correlation between relationship quality during the previous day and subjective sleep efficiency but significantly weaker correlations between relationship quality on the following day and subjective sleep efficiency and quality. At the comparison of the heterosexual groups no significant differences were detected. However, these results did not permit a definition of a sex-dependent pattern and did not accord to the existing scientific data. Hypotheses for this could be a strong sociocultural influence and hence a non-existence of biologically determined patterns of behavior in this specific case, the significant influence of another, so far unknown influencing factor or a potential methodical weakness of one of the trials.

Further research with standardized evaluation methods and methodical analyses is required to confirm one of the different hypotheses.

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