Titelaufnahme

Titel
Auswirkung von Frühgeburtlichkeit auf das Infektionsrisiko im ersten Lebensjahr / eingereicht von Laura Steiner
Weitere Titel
Effects of Premature Birth on the Risk of Infection within the First Year of Life
Verfasser / VerfasserinSteiner, Laura
GutachterVoitl, Peter
Erschienen2018
Umfang132 Blatt
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2018
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Datum der AbgabeJuni 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Frühgeburtlichkeit / Infektionsrisiko / Unreife / unterentwickeltes Immunsystem / perinatale Komplikationen / Atemnotsyndrom Frühgeborener / chronische Lungenkrankheit / Termingeborene / Neugeborenensterblichkeitsrate
Schlagwörter (EN)prematurity / infection risk / immaturity / underdeveloped immune system / perinatal complications / infant respiratory distress syndrome / chronic lung disease / term infants / neonate mortality
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Zusammenfassung (Deutsch)

Neugeborene, insbesondere Frühgeborene, haben ein noch unvollständig entwickeltes Immunsystem, wobei sowohl die angeborene als auch die erworbene Immunantwort davon betroffen sind. Die medizinischen Interventionen, die notwendig sind, um das Überleben der zu früh Geborenen aufrecht zu erhalten, sowie ihr unausgereiftes Immunsystem führen zu einem deutlich erhöhten Infektionsrisiko. Bedingt durch die Unreife treten vor allem in der Perinatalperiode häufiger Komplikationen wie Sepsis, Atemnotsyndrom Frühgeborener, persistierender Ductus arteriosus Botalli, Frühgeborenen-Retinopathie, Nekrotisierende Enterokolitis, Interventrikuläre Hämorrhagie und chronische Lungenkrankheit auf. Zusätzlich zeigen Studien, dass Frühgeborene im Vergleich zu Termingeborenen, auch nachdem eine Anpassung an die Umwelt erfolgt und Stabilität erreicht ist, weit über die Kindheit bis ins Erwachsenenalter eine ungünstigere Prognose in Bezug auf Infektionen und Langzeitkomplikationen aufweisen.

Das Ziel der vorliegenden Studie war die Untersuchung, ob ein Unterschied in der Anzahl und im Schweregrad an Infektionen besteht, die Frühgeborene bzw. zum Termin geborene Säuglinge innerhalb ihres ersten Lebensjahres durchmachen. Für die Beantwortung dieser Fragestellung wurde eine Gruppe mit Termingeborenen sowie eine Gruppe mit Frühgeborenen während ihres ersten Lebensjahres bezüglich aufgetretener Infektionen beobachtet und anschließend miteinander verglichen. Weiters wurden bestimmte Faktoren bezüglich ihres Einflusses auf die Infektionsgesamtanzahl untersucht. In betreffender Stichprobe, die insgesamt 143 Studienteilnehmer umfasst, wurde eine signifikant höhere Infektionsgesamtanzahl bei Frühgeborenen im Vergleich zu Termingeborenen beobachtet. Vor allem die Anzahl an respiratorischen und schwerwiegenden Infekten war in der Gruppe der Frühgeborenen deutlich höher. Faktoren, die einen signifikanten Einfluss auf die Infektionsgesamtanzahl nahmen, waren die Schwangerschaftsdauer, die Geschwisteranzahl, die postnatale Krankenhausaufenthaltsdauer sowie ein unvollständiger Impfstatus.

Das Wissen über das höhere Infektionsrisiko sollte zu einer umfassenderen Betreuung der Frühgeborenen führen, sodass die Komplikations-, Morbiditäts- und Mortalitätsraten in dieser vulnerablen Altersgruppe in weiterer Zukunft gesenkt werden können. Nicht nur weil Frühgeburtlichkeit für 35% der neonatalen Mortalität verantwortlich ist, sondern auch weil sie gemeinsam mit Infektionskrankheiten der hauptsächliche Grund für die in der frühen Kindheit stattfindenden Todesfälle ist, sollte diesen Aspekten mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Newborns and especially premature infants show an incompletely developed immune system which affects the innate as well as the adaptive immune response. The required medical interventions necessary for keeping the premature infants alive and the immaturity of their immune system lead to a considerably increased risk of infection. Due to their immaturity, complications like sepsis, infant respiratory distress syndrome, patent ductus arteriosus Botalli, retinopathy of prematurity, necrotizing enterocolitis, intraventricular hemorrhage and the chronic lung disease occur more frequently, especially during the perinatal period. Moreover, even after reaching stability and adapting to the environment, studies show that preterm infants have adverse prognoses regarding infections and long-term outcomes ranging from child- to adulthood compared to their full-term counterparts.

The objective of this study was to research differences in the count and severity of infections between preterm and full-term infants during their first year of life. To answer this question, a group of full-term infants as well as a group of preterm infants were observed during their first year of life regarding occurring infections and then compared to each other. Furthermore, certain influencing factors were examined regarding their effect on the total infection count. In respective sample, which included a total of 143 infants, there was a significantly higher count of infections in total when comparing preterm to full-term infants. Particularly, the count of respiratory and severe infections was considerably higher in the group of preterm infants. The pregnancy period, the number of siblings, the length of the postnatal hospital stay as well as missing vaccinations were observed as significantly influencing factors, which affected the total count of infections.

The acquired knowledge about the increased risk of infections should lead to a more extensive care for preterm infants, with the objective of reducing the rates of complications, morbidity and mortality in this vulnerable age group, in the future. Considering that prematurity is responsible for 35% of neonatal mortalities as well as the fact that prematurity and infectious diseases together are the main cause of mortality for the under-five year olds, more attention should be paid to these aspects.

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