Titelaufnahme

Titel
Broström-Gould Plastik 1-Anker versus 2-Anker Technik bei chronisch lateraler Sprunggelenksinstabilität / eingereicht von Marina Biritz
Weitere Titel
Broström-Gould ligament repair with 1 or 2 anchor technique in patients with chronic lateral ankle instability
Verfasser / VerfasserinBiritz, Marina
GutachterHolinka, Johannes
Erschienen2018
Umfang99 Blatt : Illustrationen
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2018
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Datum der AbgabeMai 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Broström-Gould Plastik
Schlagwörter (EN)Broström-Gould ligament repair
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Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Die chronisch laterale Sprunggelenksinstabilität entsteht häufig aufgrund akuter Sprunggelenksdistorsionen, die mit einer Prävalenz von 40%, zu den häufigsten Sportverletzungen zählen. In der überwiegenden Anzahl der Fälle, handelt es sich um Supinationstraumen und/oder Inversionstraumen. Diese Traumen können einmalig und in schwerem Ausmaß oder wiederholt auftreten und in weiterer Folge zu einer Läsion des lateralen Bandapparates führen. Bei 20-40% der Patienten kann es so, trotz adäquater Therapie, zu einer chronischen Sprunggelenksinstabilität mit persistierenden Beschwerden kommen. Wenn die konservative Therapie ausgeschöpft ist, ist eine operative Sanierung indiziert. Man bedient sich hierbei der modifizierten Broström- Gould Plastik, die den Gold-Standard darstellt und entweder offen oder arthroskopisch durchgeführt werden kann. Bei dieser Operationsmethode kann man einen Anker oder zwei Anker verwenden, die dazu dienen, die lädierten Bänder am anatomischen Ursprungsort zu fixieren und somit wieder eine Stabilität im Sprunggelenk hergestellt werden soll.

Zielsetzung: In dieser Studie soll nachuntersucht werden, ob es einen signifikanten Unterschied im Schmerzempfinden und in der objektiven bzw. subjektiven Stabilität gibt, zwischen jenen Patienten, die im Zuge der Broström-Gould Methode mit einem Anker versorgt wurden und jenen, die mit zwei Ankern versorgt wurden.

Material und Methoden: Im Rahmen dieser Studie konnten Daten von 71 Patienten gesammelt werden, die zwischen April 2009 und März 2016 an der Universitätsklinik für Orthopädie aufgrund einer chronischen Sprunggelenksinstabilität mittels modifizierter Broström-Gould Methode operiert wurden. Die Parameter Anzahl der Knochenanker, Geschlecht, Operationsseite, Anterior Drawer Test präoperativ, Anterior Drawer Test postoperativ, subjektive Instabilität, Komplikationen nach OP, Alter, VAS präoperativ, VAS postoperativ, VAS Differenz, AOFAS Score postoperativ und Karlsson Score postoperativ wurden erhoben. Die Mittelwerte von VAS Differenz, AOFAS-Score und Karlsson-Score der beiden Gruppen wurden mittels ungepaartem t- Test verglichen. Die Differenz der Anzahl der Patienten mit negativem Anterior Drawer Test postoperativ und die Differenz der Anzahl der Patienten mit subjektiver Instabilität postoperativ zwischen den Gruppen, wurden mittels Chi-Quadrat Test berechnet. Ergebnisse: Die Gruppe der Patienten, die mit einem Anker versorgt wurde, bestand aus 42 Patienten, jene Gruppe der Patienten, die mit zwei Ankern versorgt wurde, bestand aus 29 Patienten. Die Differenz zwischen prä- und postoperativem VAS lag in der 1-Anker Gruppe bei durchschnittlich 4,16 Punkten, die 2-Anker Gruppe kam auf 3,42 Punkte. Der postoperative Anterior Drawer Test zeigte sich in der 1-Anker Gruppe in 92,9 % der Fälle negativ, die Vergleichsgruppe kommt auf 86,2%.

In der 1-Anker Gruppe litten 16,7 % der Patienten postoperativ unter einem subjektiv instabilen Sprunggelenk, verglichen mit 17,2% in der 2-Anker Gruppe.

Der postoperative AOFAS-Score war in beiden Gruppe fast ident. In der 1-Anker Gruppe kam man auf ein durchschnittliches Ergebnis von 83 Punkten, in der Vergleichsgruppe waren es im Schnitt 82 Punkte.

Beim postoperativen Karlsson-Scores erreichte die 1-Anker Gruppe im Durchschnitt 66,95 Punkte, wobei die 2-Anker Gruppe auf 71,17 Punkte kam.

Es konnte kein statistisch signifikanter Unterschied in der Verbesserung von Schmerz oder subjektiver bzw. objektiver Stabilität im Sprunggelenk zwischen der Gruppe der Patienten, die mit der 1-Anker Technik versorgt wurden und der Gruppe der Patienten, die mit der 2-Anker Technik versorgt wurden, nachgewiesen werden.

Conclusio: In der durchgeführten Studie konnte für die Patienten kein signifikanter Vorteil durch eine Behandlung mittels modifizierter Broström Gould Plastik mit der Verwendung von zwei Ankern nachgewiesen werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: Ankle sprain is one of the most common injuries in sports. Chronic lateral ankle instability is mostly a result from acute ankle sprain. Ankle sprains can occur once or frequently and in further consequence lead to lesions of the lateral ligament complex. Chronic lateral ankle instability presents a possible result of failed conservative treatment. 20-40% of the patients treated conservatively, still suffer from pain or instability. At this point, surgery - the modified Broström Gould procedure as gold standard - should be considered. The surgeons can either use one or two suture anchors to fixate the damaged ligaments in order to restore stability.

Objective: The aim of this study was to investigate whether there is a statistically significant difference in pain and ankle instability between the patients treated with Broström Goudl procedure with 1 anchor and those treated with 2 anchors.

Material and Methods: The study included data sets of patients who underwent arthroscopic Broström-Gould repair at the Vienna General Hospitalss departement of orthopaedics in the period from April 2009 until March 2016 due to chronic lateral ankle instability. The following parameters were collected: number of suture anchors, gender, site of surgery, anterior drawer test preoperative, anterior drawer test postoperative, subjective instability, complications after surgery, age, VAS preoperative, VAS postoperative, VAS difference, AOFAS score postoperative, Karlsson score postoperative. The aim was to evaluate if the number of anchors used in the procedure has any influence on the patients outcome.

Results: Data from 71 patients were collected. The 1-anchor-group showed a mean decrease of 4,16 points on the VAS from preoperative to postoperative whereas the 2- anchor-group showed a decrease of 3,42 points. The postoperative anterior drawer test was negative in 92,9 % in the 1-anchor-group, compared to 86,2% in the 2-anchor- group. A subjective feeling of instability was reported by 16,7% of the 1-anchor-group patients while 17,2 % of the 2-anchor-group patients specified this feeling. In the 1- anchor-group the postoperative AOFAS score was average 83 points versus 82 points in the comparison group. The postoperative Karlsson score showed an average of 66,95 points in the 1-anchor-group and 71,17 points in the 2-anchor-group.

Conclusio: In this study there was no significant proof for any benefit by treatment with modified Broström Gould using two anchors instead of one.

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