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Title
Die vom Christophorus Flugrettungsverein bei Verkehrsunfällen betreuten Patienten im Jahr 2014 : Eine retrospektive deskriptive Kohortenanalyse / eingereicht von Sandra Chuchla
Additional Titles
Patients in traffic accidents served by the Christophorus Flugrettungsverein in year 2014 - a retrospective descriptive cohort analysis
AuthorChuchla, Sandra
Thesis advisorSchreiber, Wolfgang
Published2018
Description79 Seiten : Diagramme
Institutional NoteMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2018
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Date of SubmissionJuly 2018
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (DE)CFV / Flugrettungsverein / Verkehrsunfälle / Rettungsdienst / Notfälle
Keywords (EN)CFV / air rescue / HEMS / helicopter emergency services / emergency
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Abstract (German)

Ziel: Das Ziel der Studie ist die deskriptive Darstellung jener Patienten, die im Jahre 2014 aufgrund eines Verkehrsunfalles mittels Christophorus Flugrettungsvereins (CFV) versorgt werden mussten. Es soll zwischen Männern und Frauen verglichen werden.

Hintergrund: Die epidemiologischen und statistischen Daten zeigen, dass im Jahre 2014 von den 430 Verstorbenen 73,3 % Männer waren 1. Aufgrund des Verletzungsmechanismus und der daraus resultierenden Verletzungsmuster bedürfen solche Fälle häufig sehr intensiver und vor allem schneller Betreuung. Hierfür eignen sich luftgestützte Transportsysteme aufgrund ihrer Vorteile (zB hohe Geschwindigkeit) am besten. Allerdings gilt dieses System als die teuerste Methode der Primärversorgung und dessen Einsatz sollte sehr genau abgewogen und entsprechend der Verletzungsschwere eingesetzt werden.

Patienten und Methoden: Es handelt sich um eine retrospektive Kohortenanalyse. Inkludiert werden 359 Patienten aus dem Jahr 2014, welche unter der Berufungsdiagnose „Verkehrsun-fall“ einen Hubschraubertransport benötigt haben. Datengrundlage bilden hier pseudonymi-sierte Einsatzprotokolle des CFV.

Resultate: Es zeigte sich, dass mit 72,5 % (n = 245) der Anteil der Männer stark überwog. Den größten Anteil an den Verletzten machten mit 18,05 % (n = 61) 50-59-jährige Patienten aus. Die Auswertung des NACA-Scores zeigte, dass am häufigsten Grad 4 vergeben wurde (45,6 %, n = 154). Der Mann-Whitney-U-Test zeigte keinen signifikanten Unterschied zwi-schen Männern und Frauen. Auch der Verletzungsgrad korrelierte gut mit dem NACA-Score: Mit 41,1 % Anteil (n = 131) waren die Patienten am häufigsten schwer verletzt, wobei auch hier der Mann-Whitney-U-Test keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen ergab. Die Analyse des GCS zeigte, dass 209 Patienten mit einem GCS von 15 die größte Population ausmachte, auch hier lag eine negative Korrelation mit der Bewusstseinslage vor; die meisten Patienten (n = 182) wurden als orientiert klassifiziert. Ebenso zeigte sich, dass mit 71,5 % (n = 241) die Mehrzahl der Verunglückten kreislaufstabil waren; der Übergabezustand ver-besserte sich in mehr als der Hälfte der Fälle (54,7 %, n = 162). Die Vitalparameter zeigten nur geringfügige Unterschiede zwischen den Geschlechtern auf. Einsatzstatistisch war eine durchschnittliche Einsatzdauer von 64,9 Minuten zu beobachten, am häufigsten geflogen wurde im Juni. Mit 60 Einsätzen flog der C9 in Wien die meisten Einsätze, mit einem Einsatz A03 die wenigsten.

Schlussfolgerungen: Es besteht kein signifikanter Unterschied in der Verletzungsschwere zwischen Männern und Frauen, ebenso ist der Zustand bei Eintreffen der Rettungskräfte nicht wesentlich unterschiedlich.

Abstract (English)

Aim: The aim of the study was to generate a descriptive data analysis of all the patients who had to be transported by Christophorus Flugrettungsverein (CFV) due to a traffic accident in year 2014. A comparison between men and women was carried out.

Background: Epidemiological and statistical data showed that in 2014 73.3 % of the 430 decedents were men 1. Due to the injury mechanism and thereof resulting injuries these kinds of patients usually need faster and more intense care. Therefore air rescue systems qual-ify particularly. However, this system is the most expensive form of primary care so that their use should be weighed carefully and according to the severity of injuries.

Patients and methods: The study was a retrospective cohort analysis. Included were all 359 patients transported by the CFV in year 2014 with the notation “traffic accident”. The underlying data for the study were pseudonymised operation protocols of the CFV.

Results: With 72.5 % (n = 245) men were the majority of the population; 18.05 % (n = 61) were 50-59 year old patients. The analysis of the NACA-Score showed, that with 45.6 % (n = 154) most patients were classified NACA 4. The Mann-Whitney-U-Test was performed and showed no significant difference of NACA-Scores between women and men. The injury severity correlated with the NACA-Score: 41.1 % (n = 131) of the patients were severely in-jured. However, again the Mann-Whitney-U-Test showed no significant difference between women and men. The majority of the patients (n = 209) had a GCS of 15 and were oriented (n = 182). There was a negative correlation between state of consciousness and GCS-Score. 71.5 % (n = 241) of the collective was hemodynamically stable, the condition after transfer got better in 54.7 % (n = 162) of the cases. The vital signs revealed only minor differences between both sexes. The mean time of operating time was 64.9 minutes; the peak of opera-tions was detected in June. The C9 in Vienna did the most flights, the A03 served the scarcest.

Conclusion: There is no significant difference in injury severity between men and women. Likewise, the patients conditions were not significantly different when the emergency per-sonnel arrived.