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Titelaufnahme

Titel
Evaluation of temporal muscle thickness in a healthy population cohort / eingereicht von Sophie Mayer
Weitere Titel
Evaluierung des Musculus temporalis Durchmessers bei gesunden Probanden
Verfasser / VerfasserinMayer, Sophie
GutachterPrayer, Daniela
Erschienen2018
Umfang58 Seiten : Illustrationen
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2018
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Datum der AbgabeJuli 2018
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Musculus temporalis / sarkopenie
Schlagwörter (EN)temporal muscle / sarcopenia
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-17609 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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Evaluation of temporal muscle thickness in a healthy population cohort [2.23 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Der Begriff Sarkopenie ist als Reduktion von Muskelmasse und -funktion definiert. Dies tritt sehr häufig in der alternden Bevölkerung aber wird oft nicht oder erst sehr spät diagnostiziert. Bisher basiert die Diagnose hauptsächlich auf der Dual-Röntgen-Absorptiometrie oder der Computertomografie der abdominellen Muskelmasse, jedoch kommt es bei der Verwendung dieser Methoden zu einer zusätzlichen Strahlenbelastung für den Patienten sowie zu erhöhten Kosten für das Gesundheitswesen, wenn die Untersuchung lediglich zu diesem Zwecke durchgeführt wird. Es wurde daher vermutet, dass auch kraniofaziale Muskeln als Marker zur Diagnose von Sarkopenie herangezogen werden können.

Ziel: Das Ziel dieser Diplomarbeit war es altersbezogene, standardisierte Referenzwerte der Musculus temporalis (M. temporalis) Dicke in einer gesunden Studienkohorte zu bestimmen und den Einfluss von Alter und Geschlecht auf die Dicke des M. temporalis zu erheben. Des Weiteren wurden die Messwerte der M. temporalis Dicke, welche sowohl von der Diplomstudentin als auch einer Fachärztin für Radiologie erhoben wurden, korreliert.

Design: Die Studie wurde als retrospective monozentrische Studie geplant.

Studienteilnehmer: Es wurden die Bilder von 101 gesunde männliche und weibliche Probanden im Alter von 19-68 Jahren, welche mittels kranialer Magnet Resonanz Tomografie (MRT) Untersuchung wurden, von der MIDAS Community Designed Database of MR Brain Images of Healthy Volunteers Datenbank evaluiert.

Methoden: Die Dicke des M. temporalis wurde auf T1-gewichteten Bildern in axialer Ebene quer zur Längsachse des M. temporalis anhand definierter anatomischen Orientierungspunkte vermessen. Die Dicke des M. temporalis wurde bei allen Patienten auf beiden Seiten sowohl von der Diplomstudentin als auch von der Fachärztin für Radiologie erhoben. Von diesen vier Messungen wurde je ein Durchschnittswert der M. temporalis Dicke pro Proband berechnet. Mittels einfacher ANOVA wurde der Einfluss von Alter und Geschlecht auf die Dicke des M. temporalis evaluiert und ein post-hoc test wurden angewandt um die Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Altersgruppen zu bestimmen. Eine Pearson Korrelation wurde verwendet um die Inter-Rater-Reliabilität zwischen den zwei Untersuchern zu erheben.

Ergebnisse: Die einfache ANOVA konnte einen signifikanten Einfluss von Alter und Geschlecht auf die Dicke des M. temporalis aufzeigen. Der post-hoc Test ergab signifikante Unterschiede in der Dicke des M. temporalis zwischen den ältesten und jüngsten Studienkohorten. Es konnte eine hohe Korrelation der Messwerte der M. temporalis Dicken zwischen der Diplomstudentin und der Fachärztin für Radiologie nachgewiesen werden.

Schlussfolgerung: Diese Diplomarbeit stellt alters- und geschlechtsbezogene Referenzwerte für die dicke des M. temporalis zur Verfügung und konnte zudem zeigen, dass die Dicke des M. temporalis als einfach anzuwendender und reproduzierbarer Parameter problemlos in den klinischen routinemäßigen diagnostischen Prozess einbezogen werden könnte. Wir hoffen, dass die Ergebnisse dieser Studie dabei helfen können, das Risiko für Fragilität und Sarkopenie bei Patienten mit zerebralen Erkrankungen, bei denen lediglich kranielle Bildgebungsmodalitäten vorliegen, aufzuzeigen. Allerdings sind weitere prospektive Studien, welche sich auf die Korrelation von der Dicke des M. temporalis und klinischen Fragilitäts-Parametern fokussieren, notwendig, um die M. temporalis Dicke als Surrogatparameter für Sarkopenie zu implementieren.

Zusammenfassung (Englisch)

<span>Background: Sarcopenia is defined as a loss of muscle mass and function. It is very common in elderly people but often not or late diagnosed. So far, the diagnosis is mainly based on dual-energy X-ray absorptiometry or computed tomography of the abdominal muscle mass. However, these methods result in a radiation exposure for the patients as well as increased health care costs if the examination is performed solely for this reason. It has been assumed that cranio-facial muscles can also be used as an indicator for sarcopenia.

Aim: This diploma thesis aimed to determine age-related standardized mean values of the temporal muscle thickness (TMT) in a healthy study population cohort and investigate the impact of age and gender on TMT values. A further purpose was to assess the correlation of the TMT measurements between the diploma student as well as a board-certified radiologist.

Design: The study was planned as a retrospective monocenter study.

Participants: The images of 101 healthy male and female subjects between the age of 19-68 years, who had previously undergone a cranial magnetic resonance imaging (MRI) examination were retrieved from the MIDAS Community Designed Database of MR Brain Images of Healthy Volunteers Database and further evaluated.

Methods: TMT was measured on the axial plane of T1-weighted images perpendicular to the long axis of the temporal muscle based on predefined anatomical landmarks. In all patients, TMT was measured on both sides, separately, by the diploma student as well as a board-certified radiologist. Mean TMT values were calculated from these four measurements. A one-way ANOVA was used to reveal the impact of subjects age and gender on TMT values and a post-hoc test was applied to differences in the various age-related subgroups. A Pearson Correlation was used to evaluate the inter-rater agreement between the two observers.

Results: A one-way ANOVA showed a significant impact of age and gender on TMT values. Post-hoc testing revealed a significant difference between the youngest and the oldest study subcohorts. TMT measurements showed a high correlation of the TMT measurements between the diploma student as well as a board-certified radiologist.

Conclusion: This diploma thesis provides age- and gender- related standard values for TMT values and could show that TMT is an easily applicable and reproducible parameter, which could be simple included in the routine clinical diagnostic setting. In the future we hope that these results </span><span class="searchterm">may</span><span> help to evaluate the risk of frailty and sarcopenia in patients with cerebral diseases, where only cranial imaging examinations are available. However, further prospective studies focussing on a correlation of TMT values and clinical frailty parameters are necessary to implement TMT as surrogate parameter of sarcopenia.</span>

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