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Title
Mortalität bei Schwerbrandverletzten unter besonderer Berücksichtigung des Kopf-Hals-Bereiches, des Geschlechts und von Inhalationstraumata eine retrospektive Datenanalyse : Beeinflusst die Kopf-Hals-Verbrennung die Mortalität schwerbrandverletzter Patienten? / eingereicht von Anna Maria Waldmann
Additional Titles
The Impact of Facial Burns on Mortality after Burn Injury
AuthorWaldmann, Anna
Thesis advisorPauzenberger, Reinhard
Published2018
Description68 Seiten
Institutional NoteMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2018
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Date of SubmissionAugust 2018
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (DE)Kopf-Hals-Verbrennungen / Verbrennungen / Inhalationstrauma / Geschlecht / Gesichtsverbrennungen
Keywords (EN)Facial Burns / Burns / Ihalationtrauma / Gender
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Abstract (German)

Hintergrund:

Verbrennungen sind eine der häufigsten Traumata weltweit. Tief dermale Verbrennungen führen zu dauerhaften Schäden der Haut. Bei Verbrennungen im Kopf-Hals-Bereich (KHB) kann aus der verursachten Narbenbildung eine teilweise oder komplette Zerstörung der mimischen Muskulatur resultieren. Die Fähigkeit der Patienten zur sozialen Interaktion ist dadurch eingeschränkt. Der Effekt auf die Persönlichkeit der betroffenen Patienten wurde bereits untersucht, während es an Studien bezüglich eines Einflusses der Kopf-HalsVerbrennungen (KHV) auf die Mortalität nach schweren Verbrennungen noch mangelt.

Methoden:

Die Daten aller zwischen 1994 und 2014 an der Intensivstation für Schwerbrandverletzte des Wiener Allgemeinen Krankenhauses (AKH) aufgenommenen und operierten Patienten wurden retrospektiv bezüglich Geschlecht, Alter, Verbrennungsausmaß (TBSA), Verbrennungstiefe, Mortalität, Verbrennungslokalisation und Inhalationstrauma analysiert. Mittels binärer logistischer Regression wurde der Einfluss der KHV und der im Abbreviated Burn Severity Index (ABSI) enthaltenden Faktoren auf die Mortalität nach schweren Verbrennungen bestimmt.

Ergebnisse:

Die Studie umfasst 428 Schwerbrandverletzte mit Verbrennungen des Hopf-Hals-Bereiches, von denen 62,2% Männer und 37,4% Frauen waren. Das Durchschnittsalter lag bei 50.05 Jahren und der mittlere TBSA bei 33,5 %. Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass das Inhalationstrauma (OR= 3.618) und das Vorliegen einer drittgradigen Verbrennung (OR=3.618) den größten Einfluss auf die Mortalität Schwerbrandverletzter haben. In einem geringeren Maße beeinflussen auch das Alter (OR= 1.067) und die TBSA (OR= 1.074) die Überlebenswahrscheinlichkeit negativ, während KHV und das Patientengeschlecht zu keiner Erhöhung des Mortalitätsrisikos führten.

Conclusio:

Nach Bereinigung anderer Einflüsse mittels binärer logistischer Regression konnte festgestellt werden, dass die KHV keinen Einfluss auf die Mortalität der Schwerbrandverletzten haben.

Abstract (English)

Background:

Thermal trauma is a common injury cause all over the world. Full thickness burns leave irreparable damage to the skin physiology, as well as changes of the skin morphology. As Facial skin is very thin, in case of a burn injury, a full thickness burn including the various mimic muscles occur easy. It is well examined that facial burns cause harm to the skin function as well as to the ability of social interaction. Thermal trauma can lead to social isolation including depression of the burned patients. Studies regarding the specific mortality outcome after facial burns are lacking.

Methods:

A retrospective analysis was performed on all patients with facial burns admitted and operated at the burn intensive care unit of the Medical University of Vienna between June 1994 and December 2014. All patients were assessed in terms of sex, age, total body surface area, depth of injury, in-hospital mortality, burn site and inhalation trauma. A binary logistic regression was performed to detect the influence of facial burns, age, sex, TBSA, third degree wound, inhalation trauma on mortality after burn injury.

Results:

Our study included in total 428 patients, 62,2%men and 37,4% women. The average age was 50.05 years and the mean TBSA 33,5%. The results showed that inhalation trauma (OR=3.618) and third degree wounds (OR= 3.268) had the strongest impact on mortality, followed by age (OR= 1.067) and TBSA (OR= 1.074). Facial burns and sex do not influence mortality in this study.

Conclusions:

According to the binary logistic regression performed on our study collective, facial burns do not influence the mortality after severe burns.