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Titelaufnahme

Titel
Schwangerschaftsoutcome bei Patientinnen mit Myasthenia gravis und Multipler Sklerose - eine retrospektive Datenanalyse / eingereicht von Sophia Großhauser
Weitere Titel
Pregnancy outcome in myasthenia gravis patients and multiple sclerosis patients - a retrospective data analysis
Verfasser / VerfasserinGroßhauser, Sophia
GutachterSpringer, Stephanie
Erschienen2018
Umfang85 Blatt : Diagramme
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2018
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Datum der AbgabeAugust 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Schwangerschaft / Myasthenia gravis / Multiple Sklerose / Schwangerschaftskomplikationen
Schlagwörter (EN)pregnancy / maysthenia gravis / multiple sclerosis / adverse pregnancy outcome
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-17321 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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Schwangerschaftsoutcome bei Patientinnen mit Myasthenia gravis und Multipler Sklerose - eine retrospektive Datenanalyse [1.21 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Zusammenfassung

Hintergrund: Myasthenia gravis und Multiple Sklerose betreffen besonders oft junge Frauen im gebärfähigen Alter. Dementsprechend ist der Kinderwunsch und daraus resultierende Schwangerschaften ein wichtiges Thema. In diversen Studien über Myasthenia gravis und Schwangerschaft kam es zu unterschiedlichen Ergebnissen Schwangerschafts- und Geburtskomplikationen betreffend. Bei der Multiplen Sklerose scheint das Bild einheitlicher. Auch der Verlauf der Erkrankungen während der Schwangerschaft und im Puerperium variiert von Patientin zu Patientin. Beide Erkrankungen können bisher medikamentös therapiert, aber nicht geheilt werden. Aufgrund der Teratogenität einiger Medikamente stellt dies eine Her-ausforderung dar.

Ziele: In dieser retrospektiven Datenanalyse wurden die Daten der schwangeren Patientin-nen erhoben und ausgewertet, die an Myasthenia gravis beziehungsweise an Multipler Sklerose erkrankt sind. Durch den Vergleich mit einer gesunden Kontrollgruppe können mögliche signifikante Unterschiede aufgezeigt werden. Es sollten neben der perinatalen Morbidität und Mortalität, Schwangerschaftskomplikationen und deren Häufigkeiten, vor allem der Geburtsmodus und die -komplikationen näher beleuchtet werden. Ziel war es herauszuarbeiten, wie die Prognose für erkrankte Patientinnen am AKH Wien ist.

Methodik: Im Zeitraum vom 01.01.2005 bis 31.07.2017 wurden 31 Patientinnen mit Myas-thenia gravis und 155 Patientinnen mit Multipler Sklerose identifiziert. Hiervon konnten 21 Myastheniepatientinnen und 123 MS-Patientinnen eingeschlossen werden. Die Kontroll-gruppen bestanden aus 48 bzw. 246 Schwangeren, die im selben Zeitraum entbunden haben. Die statistische Auswertung erfolgte rein deskriptiv.

Ergebnisse: Die Auswertung der MG-Studiengruppe ergab bei keiner der getesteten Variab-len einen signifikanten Unterschied. Jedoch erkrankte ein Neugeborenes an der transienten neonatalen MG. Die Auswertung der MS-Daten ergab eine signifikant niedrigere Abortrate in der Anamnese (p=0,015), ein niedrigeres Geburtsgewicht (p=0,002), eine kürzere Aufent-haltsdauer auf der Intermediate Care Station (0,035), mehr weibliche Neugeborene (p=0,034) und weniger Schleimhautschürfungen (p=0,019) in der Studiengruppe. Tendenzi-ell, aber nicht statistisch signifikant, hatten die MS-Patientinnen häufiger vorzeitige Wehen (p=0,061), vermehrt eine schwangerschaftsinduzierte Hypertonie (p=0,055) und Neugeborene mit einem kleineren Kopfumfang (p=0,051).

Zusammenfassung (Englisch)

Abstract

Background: Myasthenia gravis and multiple sclerosis often affect women of childbearing age. Naturally, they are concerned how their disease affects the course of the pregnancy and the foetus and vice versa. In the literature have been found different conclusions about my-asthenia gravis and pregnancy concerning pregnancy complications and delivery risks. For patients with multiple sclerosis it seems to be more homogeneous. The course of the under-lying disease during pregnancy and postpartum is unpredictable. Furthermore, the need of medication and their potential teratogenic risk for the foetus is a challenge for the neurolo-gist and the obstetrician.

Problem: This retrospective cohort study analysed data from pregnant women with myas-thenia gravis or multiple sclerosis compared to pregnant women without these conditions. Outcomes included perinatal morbidity and mortality, pregnancy complications, delivery complications and mode of delivery.

Methods: Between 01.01.2005 and 31.07.2017 were 31 patients with myasthenia gravis and 155 patients with multiple sclerosis pregnant. 21 and 123 of them were included in our study. The control group consisted of 48 respectively 246 pregnant women, who gave birth during the same period of time. The statistical evaluation was performed exclusive descrip-tively.

Results: For the MG group, none of the tested variables showed a statistically difference in comparison to the control group. Transient neonatal MG occurred in 4,5 % of the new-born. The MS data showed a lower abortion rate (p=0,015), lower birth weight (p=0,002), a shorter stay at intermediate care station (p=0,035), more female new-born (p=0,034) and fewer mu-cosa bruising (p=0,019) at the study group. There was a tendency, but not statistically signif-icant, that mothers with MS went more often into preterm labour (p=0,061), had a higher incidence of pregnancy-induced hypertension (p=0,055) and had more new-born with a smaller head circumference (p=0,051).

Statistik
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