Titelaufnahme

Titel
Distal femoral varus osteotomy: Results of the lateral open-wedge technique / submitted by Verena Isak
Weitere Titel
Ergebnisse der Beinachsenkorrektur durch laterale Open Wedge Femurosteotomie
Verfasser / VerfasserinIsak, Verena
GutachterKolb, Alexander
Erschienen2018
Umfang69 Blatt : Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2018
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Datum der AbgabeAugust 2018
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Genu valgum / distale laterale Open-Wedge Femurosteotomie
Schlagwörter (EN)genu valgum / distal lateral open-wedge femur osteotomy
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund Das Genu valgum ist eine Fehlstellung des Beines in der Frontalebene mit Abweichung der Mikulicz-Linie nach lateral und einem anatomischen tibiofemoralen Winkel von mehr als fünf Grad. Die daraus resultierende überdurchschnittliche Belastung des lateralen Kniekompartements erhöht das Risiko eines Meniskus- und Knorpelschadens und begünstigt die Progression einer unikondylären Gonarthrose. Pathologisch sind etwa asymmetrische Deformitäten der Beinachse, Steifheit des Gelenks oder Schmerzen.

Die Planung einer operativen Beinachsenkorrektur erfolgt im a.p. Ganzbeinröntgen zur Bestimmung der Beinachse und der Gelenkwinkel. Eine seitliche Röntgenaufnahme ist ebenfalls Routine in der OP Planung. Bei einem abnormalen mLDFA ist der Femur der Ursprung der Deformität. In diesen Fällen ist eine Open Wedge Osteotomie des distalen Femurs indiziert.

Durch die schwache Evidenz bei Achsenkorrekturen und der kontroversen Diskussion in der Literatur ergibt sich die Fragestellung des idealen Verfahrens zur Korrektur eines Genu valgums.

Material und Methoden Es erfolgte eine retrospektive Evaluierung des klinischen und radiologischen Outcomes der lateralen Open Wedge Femurosteotomie bei Genu valgum bei 22 Patienten. Hauptzielparameter war die mechanische Beinachse prä- und postoperativ, Nebenzielparameter waren der KOOS5-Score, SF-36 und RS-13, die mittels Fragebogen ermittelt wurden, sowie die Zeitspanne bis zum radiologischen Durchbau nach der Achsenkorrektur unter Verwendung der OP-Berichte und bereits vorhandenen prä- und postoperativen Röntgenaufnahmen.

Statistische Analyse Für die mechanische Beinachse prä- und postoperativ wurde ein zweiseitig gepaarter t-Test mit einem Signifikanzniveau von p < 0.05 angewandt. Die Annahme einer Normalverteilung wurde mittels Quantile-Quantile-Plots evaluiert. Die Korrelation zwischen der Korrektur und dem KOOS5 Score, sowie dem KOOS5, SF-36 und RS-13, wurde mittels Korrelationskoeffizienten nach Pearson (p < 0.05) berechnet. Die Stärke der Korrelation wurde nach Evans interpretiert.

Resultate Der durchschnittliche KOOS5 verbesserte sich von 60.0 (range 13.8 bis 100.0) präoperativ zu 81.9 (range 49.4 bis 100.0) postoperativ (p=0.001). Die Beinachse änderte sich von 9.7 3.8 (3.5 bis 17.1) valgus präoperativ zu 2.2 2.1 (0.3 bis 8.9) postoperativ (p<0.001). Eine signifikante Verlängerung der Beinachse um 6.2 mm konnte festgestellt werden. Die durchschnittliche Zeit bis zum vollständigen Durchbau war kürzer als ein Jahr (319 Tage). Es gab keine Knochenheilungsstörungen.

Diskussion Sowohl die klinischen als auch radiologischen Ergebnisse der Beinachsenkorrektur bei Genu valgus mittels lateraler Open Wedge Femurosteotomie waren zufriedenstellend. Die Knochenheilung dauerte im Durchschnitt weniger als ein Jahr, auch ohne bone grafting.

Zusammenfassung (Englisch)

Background Genu valgum is a malalignment of the leg in the frontal plane, with the Mikulicz line deviating laterally and an anatomical tibiofemoral angle of more than five degrees. Due to the increased load in the lateral knee compartment, the risk for meniscal or cartilage damage is increased.

The gold standard for pre-operative planning of valgus malalignments of the lower extremities is based on a full-length standing AP radiograph to determine the mechanical axis and joint angles. A lateral radiograph is also routinely done for pre-operative planning. In cases of an abnormal mLDFA, the femur is the source of the deformity, thus an opening wedge osteotomy of the lateral femur might be considered.

Material and Methods The clinical and radiological outcome of lateral open wedge distal femur osteotomy to correct valgus malalignment was evaluated in 22 patients. The clinical outcome was evaluated using the KOOS5, SF-36 and RS-13 scores. Pre- and post-operative radiographs were used for a radiographic analysis for MAD, mLDFA, LLD, bone healing, and patella parameters.

Statistical analysis Pre- and postoperative leg axes were analyzed using a paired t-test with a significance level of p < 0.05. The assumption of normal distribution was evaluated using quantile-quantile-plots. The correlation between the leg axis correction and the KOOS5, as well as the KOOS5, SF 36 and RS-13, was calculated using the Pearsons correlation coefficient (p < 0.05). Strength of correlation was interpreted using the Evans classification.

Results Mean KOOS5 changed from 60.0 (range 13.8 to 100.0) preoperatively to 81.9 (range 49.4 to 100.0) postoperatively (p=0.001). Mean leg axis changed from a valgus malalignment of 9.7 3.8 (range 3.5 to 17.1) pre-operatively to 2.2 2.1 (range 0.3 to 8.9) post-operatively (p = 0.001). A mean leg lengthening of 6.2 mm was observed (p =0. 001). Average time to achieve full consolidation was less than a year (319 days). There were no non-unions.

Discussion Both clinical and radiological outcomes of correcting the leg axis with lateral open wedge distal femur osteotomy were satisfactory. Bone healing was less than a year despite not using any bone grafts.

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