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Title
Der Einfluss von präkonzeptionell starkem bis mäßigem Untergewicht auf das neonatale Geburtsgewicht - eine retrospektive Datenanalyse / eingereicht von Christina Carina Bräuer
AuthorBräuer, Christina Carina
Thesis advisorSpringer, Stephanie
Published2018
Description66 Blatt : Diagramme
Institutional NoteMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2018
Date of SubmissionSeptember 2018
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (DE)Schwangerschaft / Untergewicht / Geburtsgewicht
Keywords (EN)Pregnancy / Underweight / Birthweight
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Abstract (German)

Die im Rahmen dieser Diplomarbeit durchgeführte Studie war eine retrospektive Datenanalyse des Schwangerschaftsoutcomes von präkonzeptionell stark bis mäßig untergewichtigen Müttern (BMI < 17 kg/m2). Der Hauptparameter stellte dabei das neonatale Geburtsgewicht dar. Das Studienkollektiv umfasste 416 Frauen.

Zusammenfassend war das Ergebnis der vorliegenden Studie, dass Neugeborene prägravid stark bis mäßig untergewichtiger Mütter ein signifikant geringeres Geburtsgewicht hatten, sowie kleiner und unreifer waren als Neugeborene normalgewichtiger Mütter. Eine Korrelation zwischen der Stärke des mütterlichen Untergewichtes (stark bis mäßig) und dem neonatalen Geburtsgewicht konnte nicht gefunden werden. Auch extreme Werte wie ein präkonzeptioneller BMI kleiner als 17 kg/m2 führten nicht zu einem erhöhten Risiko für schwerwiegende Komplikationen wie einem intrauterinen Fruchttod, postpartale Mortalität des Neugeborenen oder Fehlbildungen. Ein erhöhtes Risiko für Frühgeburten bei stark bis mäßig untergewichtigen Müttern wurde in dieser Studie nicht bewiesen, eine Tendenz in diese Richtung ist aber zu vermuten. Das neonatale Outcome in der untergewichtigen Studiengruppe zeigte ein erhöhtes Risiko für eine intrauterine Wachstumsretardierung oder small for gestational age, für einen niedrigen APGAR-Score erhoben nach einer Minute und für eine postnatale Verlegung auf die neonatologische Intensivstation.

Die Ergebnisse der vorliegenden Studie tragen zu einem besseren Verständnis der Auswirkungen von prägravid stark bis mäßigem Untergewicht bei. Während bei Müttern mit einem präkonzeptionellen BMI kleiner als 17 kg/m2 keine direkten Komplikationen für die Mutter befürchtet werden müssen, so sind doch Auswirkungen auf das neonatale Outcome zu erwarten. Der Einfluss auf das neonatale Geburtsgewicht ist für stark untergewichtige Mütter jedoch nicht signifikant ungünstiger als für mäßig untergewichtige Frauen. Eine der wichtigsten Maßnahmen in der pränatalen Versorgung der betroffenen Mütter ist vermutlich, die Frauen zu einer adäquaten Gewichtszunahme zu bewegen und durch engmaschige Kontrollen die Entwicklung einer intrauterinen Wachstumsretardierung rechtzeitig zu erkennen. Eine Entbindung prägravid untergewichtiger Mütter in geburtshilflichen Zentren mit angeschlossener neonatologischer Intensivstation ist empfehlenswert, um dem erhöhten Risiko einer Verlegung zu entsprechen.

Abstract (English)

Background: Various studies have shown the association of pre-pregnancy underweight and adverse pregnancy outcomes. The aim of this study was to further determine the effect of extreme maternal underweight on the neonatal outcome.

Methods: This study retrospectively analyzed the data of 416 woman delivering singleton live born babies between January 2010 and July 2017. The underweight cohort consisted of 208 women with a pre-conceptional body-mass-index (BMI) < 17 kg/m. The normal weight cohort consisted of 208 women with a pre-conceptional body-mass-index between 18,5 kg/m and 24,99 kg/m. The data was extracted out of the database from the University Department of Obstetrics and Gynecology of the Medical University Vienna. Obstetric and neonatal outcomes were compared with the main outcome measure being the neonatal birth weight.

Results: Maternal pre-conceptional BMI < 17 kg/m significantly increases the risk of intrauterine growth retardation (IUGR) and the risk of delivering a small for gestational age (SGA) infant. Newborns in the underweight cohort were significantly more often admitted to the neonatal intensive care unit and had a significantly lower APGAR-score after one minute. Neonatal birth weight was significantly lower in the underweight group, although increasing severity of maternal underweight was not correlated with increasing risk of low birth weight. The incidence of preterm birth was not significantly higher in the underweight cohort then in the normal weight cohort.

Conclusions: Maternal pre-pregnancy BMI < 17 kg/m is associated with adverse pregnancy outcomes, such as IUGR, SGA, low APGAR-Score after one minute and admission to the neonatal intensive care unit. Extreme maternal underweight was not a risk factor for pregnancy complications of the mother. Further studies are necessary to determine the potential effect of gestational weight gain on the neonatal outcome in underweight women.

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