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Bibliographic Metadata

Title
Nachblutungen nach dentoalveolären Eingriffen: eine retrospektive Datenanalyse
AuthorWeber, Stefanie
Thesis advisorSeemann, Rudolf
Published2018
Description51 Blatt : Illustrationen, Diagramme
Institutional NoteMedizinische Universität Wien, Diplomarbeit, 2018
Annotation
Paralleltitel laut Übersetzung der Verfasserin
Date of SubmissionAugust 2018
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (DE)Nachblutung
Keywords (EN)bleeding
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-16713 Persistent Identifier (URN)
Restriction-Information
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Nachblutungen nach dentoalveolären Eingriffen: eine retrospektive Datenanalyse [1.48 mb]
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Abstract (German)

Hintergrund:

Nachblutungen sind eine der möglichen Komplikationen nach dentoalveolären Eingriffen, insbesondere bei Patienten mit medikamentöser Therapie im Sinne von Antikoagulantien. Im Rahmen dieser Diplomarbeit erfolgt eine retrospektive Datenanalyse von Patienten, die Behandlung im Krankenhaus aufgrund einer Nachblutung nach einem dentoalveolären Eingriff benötigten. Der Grund für die Blutung, Zeitintervall zwischen Eingriff und Beginn der Blutung sowie die Einnahme von Medikamenten sollen untersucht werden.

Methoden:

In dieser retrospektiven Studie erfolgte die Erhebung aller Patienten, welche mit Nachblutungen nach dentoalveolären Eingriffen an der Universitätsklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des AKH Wien vorstellig wurden und eine Intervention erforderlich war. Die Erhebung schließt den Zeitraum August 2009 bis April 2016 ein. Für die Erstellung der Datenbank und die statistische bzw. graphische Auswertung wurde die aktuellste Version der Programme „SPSS Version 21 für Mac “ bzw. „Excel für Mac“ und „R“ verwendet.

Ergebnisse:

Die Hauptblutungsursache waren Extraktionen in 225 (81,5%) Fällen, gefolgt von Implantaten (n=10; 3,6%) und Wurzelspitzenresektionen (n=7; 2,5). In nahezu der Hälfte der Patienten (n=128; 46,4%) waren anamnestisch keine Antikoagulantien zu erheben. Insgesamt 29,7% (n=82) nahmen Phenprocoumon ein, gefolgt von Acetylsalicylsäure mit 9,4% (n=26), Rivaroxaban mit 6,9% (n=19), Clopidogrel, LMW Heparin und Dabigatran wurden jeweils von 0,7% (n=2) eingenommen. Der Zeitpunkt der Nachblutung war in mehr als der Hälfte der Fälle zwei 2 bis 9 Stunden nach dem Eingriff.

Schlussfolgerung:

Die Gefahr einer Nachblutung bei normaler Zahnextraktion wird auch bei Patienten ohne Einnahme von oralen Antikoagulantien unterschätzt. Die zusätzliche Einnahme von antikoagulativer Therapie stellt den Behandler vor weitere Schwierigkeiten. Aufklärung über postoperative Verhaltensmaßnahme ist unerlässlich. Die Durchführung oralchirurgischer Eingriffe bei Risikopatienten am Vormittag würde eine Behandlung der Komplikationen beim Operateur selbst ermöglichen und zu einer besseren Patientenzufriedenheit führen.

Abstract (English)

Introduction:

Bleeding after oral surgery or simple tooth extraction is a potential risk. The risk of bleeding is increased in case of oral anticoalative medication. This thesis examines patients who suffered bleeding requiring intervention after oral surgery. Points of interest are the interval between oral surgery and onset of bleeding, the cause of bleeding and medical history.

Methods:

This retrospective study included patients who suffered delayed bleeding requiring hemostatic intervention at the Department for Cranio-, Maxillofacial and Oral Surgery at the Medical University of Vienna after oral surgery. The time period analysed is between August 2009 and April 2016. Data was analyzed with statistical methods using the latest version of following software packages: „SPSS Version 21 for Mac“, „Excel for Mac“ and „R“.

Results:

The main cause of bleeding was conventional tooth extraction in 225 (81,5%) cases, followed by implant placement in 3,6% (n=10;) and root end resections (n=7; 2,5%). Of the 276 cases, almost half (n=128, 46,4 %) had no history of anticoagulants.

In total 29,7 % (n=82) had taken phenprocoumon, 9,4% (n=26) had taken acetylsalicylic acid, 6,9% (n=19) had taken rivaroxaban. Clopidrogrel, LMW heparin and dabigatran were equally taken by 0,7% (n=2). More than one type of anticoagulant or congenital blood disorder have been an infinitesimal number.

Conclusion:

The risk of bleeding after conventional tooth extraction is underestimated. Information about correct postoperative behaviour e.g. how and where to bite on gauze is strongly recommended. Surgery in the beginning of the day allows surgeons managing postoperative complications themselves.

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