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Bibliographic Metadata

Title
Die Bedeutung von sST2-Spiegeln im Nabelschnurblut auf den klinischen Kurzzeitverlauf von sehr unreifen Frühgeborenen / eingereicht von Lisa Theresa Schulte
Additional Titles
The impact of sST2 cord blood levels on short-term outcome of very preterm infants
AuthorSchulte, Lisa Theresa
Thesis advisorWisgrill, Lukas
Published2018
Description70 Blatt : Illustrationen
Institutional NoteMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2018
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Date of SubmissionSeptember 2018
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (DE)sST2
Keywords (EN)sST2
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-17226 Persistent Identifier (URN)
Restriction-Information
 The work is publicly available
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Die Bedeutung von sST2-Spiegeln im Nabelschnurblut auf den klinischen Kurzzeitverlauf von sehr unreifen Frühgeborenen [2.24 mb]
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Abstract (German)

Einleitung: Aufgrund ihrer unvollständigen Entwicklung sind Frühgeborene anfälliger für gewisse Krankheiten und Infektionen als reifgeborene Kinder. Um diese Frühchenkrankheiten möglichst früh zu erkennen, zu therapieren oder auch zu verhindern, sind diagnostische und prognostische Biomarker von enormer Bedeutung.

Unsere Studie rückte soluble suppression of tumorigenicity 2 (sST2) und seinen Liganden Interleukin (IL)-33 als potentielle Biomarker in den Mittelpunkt. Während die verschiedenen Varianten von ST2 bereits seit über 20 Jahren bekannt sind (1), konnte IL-33 erst 2005 als Ligand identifiziert werden (2). Seither wurden nur wenige Studien zu ST2 und IL-33 während der Entwicklung und insbesondere bei Frühgeborenen veröffentlicht.

Methodik: Im Rahmen dieser Arbeit wurden Nabelschnurblutproben von 47 Reifgeborenen und 40 Frühgeborenen gesammelt, sowie klinische Daten erhoben, um einen möglichen Zusammenhang zwischen den Nabelschnurblutspiegeln von sST2, IL-33 und IL-6, sowie den Spiegeln von white blood cells (WBC), C-reaktivem Protein (CRP) und IL-6 im peripheren Blut zu untersuchen und in einen möglichen Zusammenhang mit den kurzzeitigen klinischen Outcomes Bronchopulmonale Dysplasie (BPD) und neonataler Sepsis zu bringen. Die Neugeborenen wurden in Reifgeborene, Frühgeborenen mit konnataler Infektion und Frühgeborene ohne konnatale Infektion unterschieden. Die Nabelschnurblutproben wurden mithilfe kommerzieller ELISA Kits analysiert.

Ergebnisse: Wir konnten sowohl bei den Frühgeborenen mit Infektion als auch bei den Reifgeborenen signifikant höhere sST2-Spiegel im Nabelschnurblut als bei Frühgeborenen ohne Infektion nachweisen. Auch die IL-6-Werte im Nabelschnurblut unterschieden sich signifikant, wobei Frühgeborene mit Infektion die höchsten und Reifgeborene die niedrigsten Spiegel zeigten. Der signifikante IL-6-Konzentrationsunterschied zwischen Frühgeborenen mit und ohne Infektion war auch im peripheren Blut zu beobachten. Wir konnten im Rahmen dieser Studie keine signifikanten Unterschiede der IL-33-Spiegel demonstrieren. Bei Frühgeborenen mit Infektion konnten wir statistisch signifikante Korrelationen jeweils zwischen sST2 aus Nabelschnurblut und IL-6 aus peripherem Blut und IL-6 aus Nabelschnur- und peripherem Blut erkennen. Keiner der untersuchten Blutwerte ließ Schlüsse auf die Entwicklung einer BPD zu.

Schlussfolgerung: Anhand der sST2-Spiegel im Nabelschnurblut extrem Frühgeborener lässt sich die neonatale Sepsis nachweisen, als prognostischer Marker für BPD erscheinen sST2 wie auch IL-33 ungeeignet.

Abstract (English)

Introduction: Due to their incomplete development, infants that are born prematurely are more vulnerable to certain diseases and infections compared to infants that are carried to term. To diagnose, treat and also prevent these diseases diagnostic and prognostic biomarkers are essential. Our study focused on soluble suppression of tumorigenicity 2 (sST2) and its ligand Interleukin (IL)-33 as potential biomarkers. While the ST2 variants were discovered more than 20 years ago (1), it was only in 2005 that IL-33 was identified as their ligand (2). Since then, only few studies have been published about ST2 and IL-33 during the fetal and neonatal period and especially in preterm infants.

Methods and Materials: Cord blood (CB) samples of 47 term and 40 preterm infants as well as clinical data were collected for this study. We aimed to investigate possible correlations between CB levels of sST2, IL-33 and IL-6 as well as levels of white blood cells (WBC), C reactive protein (CRP) and IL-6 in peripheral blood (PB) with the short-term outcomes Bronchopulmonary Dysplasia (BPD) and neonatal sepsis. Newborns were divided into three categories: term, preterm with conatal infection and preterm without conatal infection. Cord blood samples were analyzed using commercial ELISA kits.

Results: We were able to prove that preterm infants with infection have significantly higher CB levels of sST2 than infants without infection and term infants respectively. IL-6 levels in CB differed significantly in between the groups as well, whereby preterm infants with infection had the highest and term infants the lowest concentrations. The significant difference between IL-6-levels was also detectable in PB between preterm infants with and without infection. In this study we were not able to demonstrate significant differences for IL-33-levels. For preterm infants with infection we could verify however, that there are statistically significant correlations between CB-sST2 and PB-IL-6 as well as CB-IL-6 and PB-IL-6. None of the investigated parameters allowed us to draw conclusions regarding the development of BPD.

Conclusion: While cord blood levels of sST2 in extremely premature infants can be used to diagnose neonatal sepsis, both sST2 and IL-33 appear to be inadequate as prognostic biomarkers for BPD.

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