Titelaufnahme

Titel
Risikofaktoren für Pneumothorax bei Frühgeborenen - eine retrospektive Studie mit explorativem Charakter / eingereicht von Sarah Mühlböck
Weitere Titel
Risk factors for pneumothorax in preterms - a retrospective study with explorative character
Verfasser / VerfasserinMühlböck, Sarah
GutachterCardona, Francesco
Erschienen2018
Umfang60 Blatt
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2018
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Datum der AbgabeOktober 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Pneumothorax / retrospektive Studie / Frühgeborene / Risikofaktoren
Schlagwörter (EN)pneumothorax / retrospective analysis / preterms / risk factors
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Zusammenfassung (Deutsch)

Zusammenfassung

Hintergrund:

Der Pneumothorax ist bei Frühgeborenen ein häufiges Problem, das unter Umständen auch zum Tod führen kann. Daher wäre das Ziel dieses Ereignis zu vermeiden.

Ziele dieser Arbeit soll sein, die Inzidenz eines Pneumothorax zu ermitteln und verschiedene Risikofaktoren für einen Pneumothorax zu identifizieren.

Methodik:

In die Studie eingeschlossen waren alle Neugeborenen, welche unter der 32. Schwangerschaftswoche zwischen 2012 und 2016 im Allgemeinen Krankenhaus (AKH) der Stadt Wien geboren wurden. Für diese Kinder wurden zahlreiche Parameter anhand der medizinischen Verlaufsdokumentation ermittelt und retrospektiv analysiert.

Ergebnisse:

Die Studienpopulation setzte sich aus 867 Patienten zusammen, wovon 78 einen Pneumothorax entwickelt haben, was einer Inzidenz von 9% entspricht.

Als Risikofaktoren für das Auftreten eines Pneumothorax konnten Beatmung und nach logistischer Regression Intubation nach der Geburt, Surfactantgabe, Kortisontherapie und Analgesie identifiziert werden.

In der Pneumothoraxgruppe wurden 26,4% und in der Kontrollgruppe ohne Pneumothorax 7,6% nach der Geburt intubiert, p < 0,001.

Surfactant erhielten in der Pneumothoraxgruppe 85,9%, in der Gruppe ohne Pneumothorax 62,1%, p-Wert < 0,001.

Das eindeutigste Ergebnis zeigte sich beim Parameter Langzeitbeatmung. In der Pneumothoraxgruppe wurden 90,9% beatmet und in der Kontrollgruppe nur 33,8%, p < 0,001.

Schlussfolgerung:

Risikofaktoren für das Auftreten eines Pneumothorax bei Frühgeborenen sind vor allem mit Problemen unmittelbar nach der Geburt verbunden. Beatmungspflichtigkeit, Surfactantbedarf und Kortisontherapie konnten als Risikofaktoren in unserer Studie nachgewiesen werden. Eine frühere Schwangerschaftswoche konnte in unserer Studie allerdings nicht mit einem erhöhten Risiko für Pneumothorax assoziiert werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Abstract

Background:

Pneumothorax is a frequent issue for premature infants, as it may lead to death. Therefore, it is desirable to avoid this disease. The aim of this study is to determine the incidence of pneumothorax in this population as well as to identify risk factors for pneumothorax.

Methods:

The study includes all newborns which were born in the General Hospital of Vienna (AKH Wien) before the 32nd week of pregnancy. For these newborns parameters were evaluated and analyzed by the help of the medical documentation.

Results:

The study population consisted of 867 patients. 78 were diagnosed with pneumothorax, which corresponds to an incidence of 9%.

Risk factors associated with pneumothorax is ventilation and the logistic regression analysis showed that other the risk factors are: intubation after birth, surfactant administration, cortisone therapy and analgesia.

In the pneumothorax group, 26,4% were intubated after birth compared to only 7,6% in the control group without pneumothorax (p < 0,001).

Surfactant was administered in 85,9% of the subjects in the pneumothorax group and 62,1% to the subjects in the control group (p < 0,001).

The most significant result could be determined at the parameter long-term ventilation. In the pneumothorax group 90,9% have been ventilated, whereas it has been 33,8% in the control group which leads to a p-value of p < 0,001.

Conclusion:

In this study the risk factors associated with pneumothorax in preterms are especially problems which happens immediately after birth. These problems are ventilation, surfactant application and a therapy with cortisone.

A low gestational week is not associated with a higher risk of pneumothorax.