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Titelaufnahme

Titel
Effektivität der extrakorporalen Stoßwellentherapie (ESWT) bei Pseudoarthrosen an der Klavikula / eingereicht von Sebastian Eder
Weitere Titel
Effectiveness of extracorporeal shockwave therapy (ESWT) in pseudoarthrosis on the clavicle
Verfasser / VerfasserinEder, Sebastian
GutachterMittermayr, Rainer
Erschienen2018
Umfang58 Blatt : Illustrationen
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2018
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Datum der AbgabeOktober 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Pseudoarthrose
Schlagwörter (EN)non-union
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-18020 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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Effektivität der extrakorporalen Stoßwellentherapie (ESWT) bei Pseudoarthrosen an der Klavikula [1.95 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Klavikulafrakturen sind ein häufig beobachtetes Krankheitsbild und führen in seltenen Fällen zur Ausbildung von Pseudoarthrosen, welche in der Behandlung dann allerdings eine herausfordernde Aufgabe darstellen. Heute gilt als Goldstandard die Revisionsoperation mit Resektion der Pseudoarthrose und konsekutiver Verplattung in der Regel mit Spongiosaplastik. Bei Pseudoarthrosen generell hat sich neben der operativen Versorgung auch die Behandlung mittels, hochenergetischer extrakorporaler Stoßwellen etabliert. Ziel der retrospektiven Datenauswertung war es, die Sicherheit der ESWT bei der Applikation an der Klavikula im mittleren und lateralen Drittel zu untersuchen und weiters die beiden Verfahren in Hinblick auf die knöcherne Konsolidierung zu vergleichen.

Wir führten eine retrospektive Datenanalyse am AUVA Traumazentrum Wien, Standort Wien Meidling durch. Insgesamt konnten 42 Patienten identifiziert werden, welche eine Behandlung einer Pseudoarthrose der Klavikula im Zeitraum 1999 2017 erhielten. 3 und 6 Monaten nach der Behandlung wurde die knöcherne Konsolidierung mittles radiologischem Befund evaluiert und verglichen.

22 Patienten wurden mittels ESWT behandelt. 20 Patienten wurden operativ, mittels Pseudoarthrosenanfrischung und Verplattung inklusive autologer Spongiosaplastik versorgt. Die ESWT-Gruppe zeigte eine knöcherne Konsolidierung nach 3 Monaten von 40,9 % und nach 6 Monaten von 72,7 %. In der OP-Gruppe zeigte sich nach 3 Monaten bei 45,0 % und nach 6 Monaten bei 83,3 % der Patienten eine knöcherne Konsolidierung. Es konnte kein signifikanter Unterschied zwischen den beiden Gruppen nach 3 (p=1) und nach 6 Monaten (p=0,4761) festgestellt werden. Es traten keine Komplikationen bei der ESWT-Gruppe auf, während es in der OP-Gruppe bei einem Patienten zu einer Hämatombildung an der Spongiosaentnahmestelle und bei einem Weiteren zu einer Partialläsion des Plexus brachialis und zusätzlich zu einer ossären Perforation am Beckenkamm kam.

Die ESWT stellt somit eine effektive Behandlung der Pseudoarthrosen an der Klavikula dar und ist als nicht-invasives, kostengünstigeres und nebenwirkungsarmes Verfahren, der operativen Therapie überlegen.

Zusammenfassung (Englisch)

The treatment of clavicle nonunion remains a challenging task. Todays „golden-standard“ includes a revision surgery and internal fixation using a compression plate and bone grafting. During the last decades there is a new option for successfully treating nonunions gaining importance. The extracorporeal shockwave therapy (ESWT) using high-energetic shockwaves applicated at the side of nonunion shows good evidence in bone healing. We hypothesize that there is no different in bone healing between the operative treatment and the use of ESWT in clavicle nonunion.

In this study we performed a retrospective data analysis at the AUVA Trauma Centre Meidling, Vienna. In the period from 1999 2017 we were able to identify a total of 42 patients which received a treatment of clavicle nonunion. 3 and 6 months after the treatment the bony consolidation was evaluated radiographically.

There are 22 patients received an ESWT and 20 patients were treated operatively using a compression plate and bone grafting. After 3 months 40,9 % and after 6 months 72,7 % of the patients underwent the ESWT show bony consolidation. The group treated operatively reveal bony consolidation after 3 months of 45,0 % and after 6 months of 83,3 %. There is no significant difference between the two groups after 3 months (p=1) and 6 months (p=0,4761).

No adverse events appeared in the ESWT group. In the OP group one patient developed a hematoma at the side of spongiosa harvest, another one suffered from partial lesion of the brachial plexus and additionally from perforated iliac crest.

The ESWT thus represents an effective treatment of the clavicle nonunion and is a non-invasive, cost effective and low-side-effect procedure, with a low duration of surgery time, superior to the operative therapy.

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