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Title
Berufungsgrund vs. Einsatzergebnis bei Reanimationen der Berufsrettung Wien - Eine retrospektive Datenanalyse / eingereicht von Karoline Kugler
AuthorKugler, Karoline
Thesis advisorSterz, Fritz
Published2018
Description66 Blatt : Illustrationen
Institutional NoteMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2018
Date of SubmissionOctober 2018
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (DE)Notfalldisposition
Keywords (EN)dispatch
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Abstract (German)

Hintergrund: Die genaue Erörterung eines Notfalles am Telefon der Leitstelle einer Rettungseinheit durch standardisierte Abfrageschemata gewinnt in der heutigen Zeit immer mehr an Bedeutung. Was in anderen Teilen der Welt schon seit den späten 70ern der Fall ist, existiert in Österreich erst seit 1997. Nach und nach hat sich die neue Abfrageweise verbreitet und wird mittlerweile in den 4 Bundesländern Tirol, Kärnten, Niederösterreich und Wien angewandt. Das Advanced Medical Priority Dispatch System (AMPDS®) stammt aus den USA und gibt dem Disponenten in der Leitstelle die Möglichkeit jedes Krankheitsbild durch fest vorgeschriebene Fragen korrekt zu erkennen. Dies soll einerseits dem Patienten die bestmögliche Chance auf Hilfe bieten, andererseits eine Hilfestellung für den Abfragenden (Disponenten) sein. Es stellt sich die Frage, ob die generierten AMPDS®-Codes auch wirklich mit dem beim Patienten vorgefundenen Krankheitsbild übereinstimmen. Vor allem bei Lebensgefahr könnte ein falsch erkanntes Krankheitsbild fatale Folgen haben.

Methoden: Aus diesem Grund wurden einige Notarztprotokolle und Telefonate bei Reanimationen der Berufsrettung Wien aus den Jahren 2013-2015 überprüft, um herauszufinden, ob Berufungsgrund und Einsatzergebnis übereinstimmen. Im Falle einer Fehldisponierung galt es zu klären welche Ursachen dafür verantwortlich waren und ob man diese beheben konnte.

Ergebnisse: Es zeigte sich, dass in 77,8% (Konfidenzintervall zwischen 63,2% und 92,5%) aller Reanimationen der Atem-Kreislauf-Stillstand initial richtig erkannt und somit der passende Code vergeben wurde. Bei den restlichen 22,2% waren hauptsächlich unzureichende Information seitens des sich nicht beim Patienten befindenden Anrufers und Dispositionsfehler in der Leitstelle ursächlich für den falschen Berufungsgrund.

Zusammenfassung: Verglichen mit internationalen Daten schneidet das Ergebnis etwas besser ab. Trotzdem werden noch immer fast ein Viertel aller Patienten mit Reanimationspflichtigkeit nicht richtig als solche erkannt. Hier ist Raum für Verbesserungen gegeben, der die Qualität der Notfalldisposition und der dazugehörigen Rettungskette steigern soll. Eine erneute Untersuchung mit selber Fragestellung nach Feedback und möglichen Schulungen wäre sinnvoll.

Abstract (English)

Background: Identifying emergencies through standardized dispatch systems becomes more and more important nowadays. In other parts of the world this change in dispatching established in late 70ies, but in Austria it only exists since 1997. There are this four federal states Vienna, Lower Austria, Tyrol and Carinthia that use Advanced Medical Priority Dispatch System since yet. Its a program developed in USA which helps the dispatcher to correctly find out what exactly happens on the spot through prewritten questions. On the one hand it should make sure that patients receive optimal and fastest help as possible and on the other hand it should help dispatchers not to forget important questions. It also raises transparency of dispatching. Now there is the question how many of this generated AMPDS®-Codes match with real disorders. False outcomes could be extremely dangerous and have fatal consequences for patients.

Methods: Some emergency protocols and phone calls of ambulance service of „Berufsrettung Wien“ between 2013-2015 were reviewed. If reason for emergency admission and result after arrival of rescue team did not match, it had to be clarified what exactly causes wrong process.

Results: Cardiac arrest was dedicated right in 77.8% of all cases and the compatible AMPDS®-Code was given. Main reasons for causing mistakes in the other 22.2% were too little information via the caller and problems in dispatching by itself.

Conclusion: When you compare international data with our 77.8% of right dedication, you will recognize that emergency dispatching in Vienna is working good. But still a quarter of patients who need cardiopulmonary resuscitation are not identified like that. There is space for improvement that quality of emergency dispatching can raise. A new study after feedback and courses would be interesting and useful.