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Titelaufnahme

Titel
Vergleich des klinischen und radiologischen Outcomes primärer gegenüber sekundärer Großzehengrundgelenks-Arthrodesen : Retrospektive Analyse an 110 Fällen / eingereicht von Samuel Luisi
Weitere Titel
Clinical and radiological outcome following primary vs. secondary MTP-1-arthrodesis
Verfasser / VerfasserinLuisi, Samuel
GutachterSchneider, Wolfgang
Erschienen2018
Umfang56, V Blatt : Diagramme
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2018
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Datum der AbgabeOktober 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Großzehengrundgelenks-Arthrodese / Arthrodese des MTP1 / Fusion / primär / sekundär
Schlagwörter (EN)fusion of the MTP1 / Arthrodesis / primary / secondary
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-17984 Persistent Identifier (URN)
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Vergleich des klinischen und radiologischen Outcomes primärer gegenüber sekundärer Großzehengrundgelenks-Arthrodesen [3.73 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Einleitung:

Die Arthrodese stellt eine definitive Behandlung für die fortgeschrittenen Stadien der Arthrose des MTP-1-Gelenks dar. Sie konkurriert mit Interimslösungen, wie der Cheilektomie oder anderen Alternativen, die auf die Erhaltung partieller Gelenkbewegungen abzielen, wie die Resektionsarthroplastik. Ziel dieser Studie war es, Unterschiede zwischen primären Arthrodesen und Fusionen, welche sekundär nach vorangegangenen Operationen durchgeführt wurden, zu untersuchen.

Methoden:

Alle Fusionen mit einer minimalen Nachbeobachtungszeit von zwei Jahren, die in unserer Abteilung durchgeführt wurden, wurden in unsere Studie eingeschlossen. Die klinischen und radiologischen Bewertungen wurden an 110 Füßen durchgeführt und beinhalten den AOFAS-Hallux Score und die subjektive Analyse des Foot Function Index. Darüber hinaus untersuchten wir die Zeit bis zur Knochenfusion (Normalbelastung), den Großzehen-Bodenkontakt und die Rate an schwerwiegenden Komplikationen und Revisionen.

Ergebnisse:

76 Patienten wurden mit einer primären Fusion des ersten MTP-Gelenks behandelt und 34 Patienten erhielten eine sekundäre Operation. Das Durchschnittsalter aller Patienten zum Zeitpunkt der Intervention betrug 60,9 Jahre bzw. 63 Jahre. Die Dauer bis zur Vollbelastung betrug 7,8 gegenüber 8,6 Wochen. Der AOFAS-Score zum Zeitpunkt des Follow-up gemessen 76,8 nach primären vs 72,5 nach sekundärer Arthrodese. Der subjektive Foot Function Index für "Schmerz" ergab einen Score von 16,5 nach primären- vs. 20,1 nach sekundärer Arthrodese und für "Funktion" einen Score von 23,1 vs. 27,7. Bezüglich der Komplikationen gab es keine signifikanten Unterschiede zwischen den Hauptgruppen, jedoch konnte eine höhere Rate an Pseudoarthrosen sowie Revisionen nach sekundären Fusionen mit vorangegangener Resektionsarthroplastik erhoben werden.

Conclusio:

Die Ergebnisse nach primärer MTP-1-Arthrodese zeigten tendenziell- aber nicht signifikant bessere Ergebnisse im Vergleich zu sekundären Fusionen. Beim Vergleich der verschiedenen Untergruppen waren Arthrodesen nach Resektionsarthroplastik schlechter als solche nach Cheilektomie und distaler MT-Osteotomie. Diese Ergebnisse lassen uns zu der Schlussfolgerung gelangen, dass es nur geringfügige Ergebnisunterschiede gibt, die die Indikation von Interim-Operationen nicht zu verurteilen scheinen. In Anbetracht der Komplikationsraten und des ungünstigen Bodenkontaktes jedoch, muss die Indikation der Resektionsarthroplastik vorsichtig bedacht werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Introduction:

The arthrodesis represents a definitive treatment for the advanced stages of arthrosis of the MTP-1 joint. It is competing with interim solutions, like the cheilectomy or other alternatives that aim to conserve partial joint-movement, such as the resection-arthroplasty. Goal of this study was to evaluate differences between primary arthrodesis and fusions that have been performed secondarily after preceding operations.

Methods:

All joint fusions with a minimal follow-up of two years that have been performed in this department were included in our study. The clinical and radiological assessments were performed on 110 patients and include the AOFAS-Hallux Score and the subjective analysis of the Foot Function Index. Furthermore, we examined major complications, the time to bony fusion, weightbearing and the rate of revision-surgeries.

Results:

76 patients were treated with a primary fusion of the first MTP joint and 34 patients received a secondary operation. The mean age of all patients at the time of the intervention was 60.9 years, respectively 63 years. The duration until full loadbearing was 7.8 vs. 8.6 weeks. The AOFAS score at the time of follow-up measured 76.8 after primary vs. 72.5 after secondary arthrodesis. The subjective Foot Function Index for “pain” revealed a score of 16.5 after primary vs. 20.1 after secondary arthrodesis and for “function” a score of 23.1 vs. 27.7.

Conclusion:

The results after primary MTP-1-arthrodesis showed rather better, but non-significant results in comparison to secondary fusion. Comparing the different subgroups, fusions following resection-arthroplasty performed inferior to those after cheilectomy and distal MT-osteotomy. Furthermore, we found a higher rate of pseudoarthrosis and revision-surgery, a longer time until bony fusion, as well as lower quality of weightbearing after secondary fusions preceding resection-arthroplasty. These results lead us to the conclusion, that there are minor differences in outcome that do not appear to condemn the indication of interim operations. Regarding complication rate and weightbearing however, the choice of intraarticular solutions such as the resection-arthroplasty need to be considered cautiously.

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