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Title
Variabilität der Innervation des Musculus levator scapulae mit Berücksichtigung der Äste aus dem Plexus cervicalis und in Zusammenhang mit dem Auftreten eines Nervus intercostobrachialis / eingereicht von Sandra Tomas
Additional Titles
Variability of the innervation of the levator scapulae muscle considering muscular branches derived from the cervical plexus as well as the presence of an intercostobrachial nerve
AuthorTomas, Sanrda
Thesis advisorPretterklieber, Michael
Published2018
Description130 Blatt : Illustrationen
Institutional NoteMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2018
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Date of SubmissionNovember 2018
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (DE)M. levator scapulae / Plexus cervicalis / Plexus brachialis / N. intercostobrachialis / N. cutaneus brachii medialis
Keywords (EN)Levator scapulae muscle / Cervical Plexus / Brachial plexus / Intercostobrachial nerve / Medial brachial cutaneous nerve
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Abstract (German)

In acht anatomischen Studienpräparaten davon drei weiblich und fünf männlich, wurde der Ursprung und der Verlauf der Innervation des Musculus levator scapulae, Variationen des Plexus brachialis in Zusammenhang mit dem Auftreten des Nervus intercostobrachialis und dessen Größenverhältnis zum Nervus cutaneus brachii medialis beidseitig studiert. Die Präparate entstammten den Kursen „Organmorphologie“ und es handelt sich dabei ausnahmslos um Menschen, die sich zu Lebzeiten testamentarisch dem Zentrum für Anatomie und Zellbiologie der Medizinischen Universität Wien für Lehr- und Forschungszwecke zur Verfügung gestellt hatten. Das Präparationsgebiet inkludierte den Hals, die Axilla, den Oberarm und die laterale Thorax-Wand.

Aus dem Segment C4 geht der größte Anteil der den Musculus levator scapulae innervierenden Muskeläste hervor. Dieser Anteil dominiert interessanterweise auch den Anteil der den Muskel innervierenden Äste aus dem Plexus brachialis, dh. aus dem Segment C5 bzw. dem Nervus dorsalis scapulae.

Der Plexus brachialis wurde hinsichtlich seines Lagetyps [1] entlang der kraniokaudalen Körperachse untersucht. Dazu wurde die Größe/Dicke der den Plexus brachialis bildenden Rami ventrales der Spinalnerven und Abgaben aus den höher oder tiefer liegenden Segmenten herangezogen. Die aktuell vorgefundenen Lagetypen wurden mit dem Vorkommen des Nervus intercostobrachialis respektive einer verstärkten Innervation des Musculus levator scapulae aus dem Plexus cervicalis korreliert.

Die Arbeitshypothese lautet, dass bei Verlagerung des Plexus brachialis nach kranial (präfixiert) die Innervation des Musculus levator scapulae betont aus dem Nervus dorsalis scapulae erfolgt und dafür der Nervus cutaneus brachii medialis durch den Nervus intercostobrachialis mehr oder weniger ersetzt wird. Im Gegenzug galt die Annahme, dass bei einer Verlagerung des Plexus brachialis nach kaudal (postfixiert) der Musculus levator scapulae mehr oder weniger ausschließlich aus dem Plexus cervicalis innerviert wird und dafür ein kräftiger Nervus cutaneus brachii medialis ausgebildet ist.

Die vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass in der Gruppe des postfixierten Plexus brachialis durchschnittlich 3 Nervenäste aus dem Plexus cervicalis pro Präparat den Musculus levator scapulae versorgen und in der Gruppe des präfixierten Plexus brachialis dies durch durchschnittlich 2 Nervenäste aus dem Plexus cervicalis pro Präparat erfolgt. Somit wird der Musculus levator scapulae in der Gruppe des postfixierten Plexus brachialis durch einen 17,4%ig höheren Nervenastanteil aus dem Plexus cervicalis versorgt, als der Musculus levator scapulae in der Gruppe des präfixierten Plexus brachialis. Dies bestätigt die Arbeitshypothese. Der prozentuelle Anteil der Äste aus dem Segment C3 in der Gruppe des präfixierten Plexus brachialis liegt bei 57%, jener der Äste aus C4 beträgt 43%. In der Gruppe des postfixierten Plexus brachialis liegt die prozentuelle Beteiligung aus dem Segment C3 bei 37,5% und aus dem Segment C4 bei 62,5%.

Der Nervus intercostobrachialis hat in der Gruppe des präfixierten Plexus brachialis einen Anteil von 83,3%, während dieser in der Gruppe des postfixierten Plexus brachialis 33,3% beträgt.

Bei der Versorgung des Musculus levator scapulae durch Äste des Nervus dorsalis scapulae in den Gruppen des prä- und postfixierten Plexus brachialis besteht keine Differenz in ihrer Anzahl. In beiden Gruppen wird der Muskel durchschnittlich von einem Ast des Nervus dorsalis scapulae je Präparat innerviert. Eine Bestätigung der Arbeitshypothese zeigt sich jedoch, wenn man die Gruppen des kranial verlagerten und des präfixierten Plexus brachialis und jene des kaudal verlagerten und des postfixierten Plexus brachialis zu jeweils einer Gruppe zusammenfasst. Vergleicht man beide Mischgruppen, so ergibt sich, dass in Gruppe I (präfixiert und kranial verlagert) der Anteil der Äste des Nervus dorsalis scapulae um 16,7% größer, als jener in der Gruppe II (postfixiert und kaudal verlagert), ist.

Obwohl bei gleichzeitiger Präsenz des Nervus intercostobrachialis und des Nervus cutaneus brachii medialis ein reziprokes Größenverhältnis zwischen beiden bestand, war eine Größenzunahme des Nervus cutaneus brachii medialis bei nicht vorhandenem Nervus intercostobrachialis (insbesondere in den Gruppen des postfixierten und kaudal verlagerten Plexus brachialis) nicht zu beobachten.

Abstract (English)

The aim of this study was to investigate the innervation of the levator scapulae muscle via the cervical and brachial plexuses and the (co-) incidence of the intercostobrachial nerve depending on the variable spinal source of the brachial plexus in eight anatomic specimens. These specimens were taken from student dissection courses held at the Division of Anatomy, Center for Anatomy and Cell Biology of the Medical Universitiy of Vienna. All individuals had donated their bodies by their last will for anatomical teaching and research. They underwent a stratigraphic dissection of the anterior part of the neck, the anterolateral thoracic wall and the axilla. As originally described by Harris [1], according to its actual position with respect to the vertebral column and the spinal cord, the brachial plexus was classified either as prefixed, cephalic shifted, regular, caudal shifted or postfixed. As working hypothesis it has been assumed that the shift of the brachial plexus in cephalic direction (prefixed type) is closely correlated with an innervation of the levator scapulae muscle mainly by the dorsal scapular nerve. Furthermore, the medial brachial cutaneous nerve in the same specimen is smaller than or even replaced by the intercostobrachial nerve. On the other hand, in case of a caudal shifted (postfixed) brachial plexus, the levator scapulae is thought to be mainly innervated by direct branches arising from the cervical plexus. In addition, the intercostobrachial nerve is lacking and entirely replaced by the medial brachial cutaneous nerve.

According to the present findings, independently of the actual type of the brachial plexus, an average (based on n=16) of 3 nerves (range 1 to 5 nerves) emerging from the cervical plexus and on average one singular neve (range

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