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Bibliographic Metadata

Title
Ideen und Einstellungen der türkischen Bevölkerung zur hausärztlichen Versorgung in Wien / eingereicht von Sümeyye Kaya
Additional Titles
Ideas and attitudes of turkish population for primary care in Vienna
AuthorKaya, Sümeyye
Thesis advisorHoffmann, Kathryn
Published2018
Description84 Blatt
Institutional NoteMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2018
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Date of SubmissionNovember 2018
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (DE)Primäre Gesundheitsversorgung
Keywords (EN)Primary Health Care
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-18097 Persistent Identifier (URN)
Restriction-Information
 The work is publicly available
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Ideen und Einstellungen der türkischen Bevölkerung zur hausärztlichen Versorgung in Wien [1.29 mb]
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Abstract (German)

Hintergrund

In Österreich wird die Aufgabe der medizinischen Primärversorgung hauptsächlich von AllgemeinmedizerInnen übergenommen und eine Gesundheitsstrategie diesbezüglich wurde im März 2014 von BundesZielsteuerungskommission beschlossen. Die Stärkung der Primärversorgung wurde als zentrales Ziel der Gesundheitsreform festgelegt. In diesem Sinne ist es von großer Bedeutung zu eruieren, welche Bedürfnisse sich im System befinden und welche Veränderungen sich die Bevölkerung wünscht. Ziel dieser Diplomarbeit ist eine qualitative Erhebung der Einstellungen und Änderungswünsche der türkischstämmigen Bevölkerung in Wien in Bezug auf die aktuelle hausärztliche Versorgungslage.

Methodik

Mittels halbstrukturierten Interviews sowie einer Kurzbefragung wurde eine qualitative Studie zur Erhebung der Einstellungen und Wünsche der türkischstämmigen MigrantInnen in Wien durchgeführt. Die TeilnehmerInnen wurden mittels Schneeballsystems rekrutiert. Türkisch gesprochene Interviews wurden auf Türkisch transkribiert und in die deutsche Sprache übersetzt. Nach der Transkription aller Interviews wurden die Daten mit Hilfe der Software Atlas.ti codiert und ausgewertet.

Resultate

Eingeschlossen wurden insgesamt zehn türkischstämmigen MigrantInnen in Wien im Alter von 18 bis 70 Jahren. Die Existenz des Allgemeinmedizinsystems und die freie Wahl der ÄrztInnen wurden von den TeilnehmerInnen gut bewertet. Die Qualität der hausärztlichen Behandlung und das ArztPatienten/PatientinVerhältnis wurden als die wichtigsten Faktoren im Gesundheitssystem bewertet. Dazu war den TeilnehmerInnen auch wichtig, dass die HausärztInnen die erste Kontaktstelle und die richtigen vertrauensvollen Personen für Überweisungen sind. Die Öffnungszeiten, die Ausstattung der Ordinationsräume und die Anzahl der türkischsprachigen HausärztInnen bzw. der HausärztInnen mit einem türkischsprachigen Dolmetsch wurden als unbefriedigend bezeichnet. Laut der Befragten seien moderne und alternativ-medizinische Therapiemöglichkeiten und weiteren Angebote wünschenswert, die auch in den kulturellen und religiösen Rahmen der türkischstämmigen MigrantInnen Beachtung schenken.

Diskussion

Diese Studie bietet neue nutzbare Daten aus der Sicht der türkischen Bevölkerung in Wien, um die Primärversorgung zu stärken und zukünftige Reformen zu entwickeln. Diesbezüglich wurde der verstärkte Einsatz von Terminvergabe, Förderung der Gemeinschaftspraxen, festgestelltes Tageslimit an PatientInnen, verlängerte Öffnungszeiten, hausarztspezifische Fortbildungen und motivierende und finanzielle Führung der Jungmediziner (insbesondere türkischstämmigen) zur Allgemeinmedizin vorgeschlagen.

Abstract (English)

Background

In Austria, the task of primary care is carried mainly by general physicians and a health strategy was accepted in March 2014. Strengthening primary care is as key goal of the health care reform. In this context, it is important to determine the needs and to determine, which changes the population wants. The aim of this diploma thesis is a qualitative survey of attitudes and requests for change of Turkish population in Vienna in relation to the current general medical care situation.

Methods

The attitudes and wishes of Turkish Migrants was assessed using both semi structured interviews and a short-survey. The participants were recruited using a snowball system. Interviews in Turkish were transcribed in Turkish and then translated into German. After transcription of all interviews, the data were coded and analyzed with the Software Atlas.ti.

Results

Ten Turkish Migrants were recruited in Vienna between the ages of 18 and 70 years. The existence of the general medical system and free choice of doctors were found particularly important. The quality of primary care treatment and the doctor-patient relationship were marked as the most important factors in the system in Vienna. In addition, to the Turkish population was important that the family doctors were the first contact and the right trusting persons for referrals. The opening hours, the equipment and the number of Turkish family doctors or Turkish providers were called unsatisfactory. According to the interviewees opinions, modern and alternative therapy options and other offerings, which also fit the cultural and religious society, would be desirable.

Discussion

This study provides new usable data from the point of view of the Turkish population in Vienna to strengthen primary care and to develop future reforms. In this regard, the increased use of appointment scheduling, promotion of group practice, established daily limit on patients, longer opening hours, specific training to family medicine and motivational and financial guidance of young physicians (especially Turkish) for general medicine was proposed.

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