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Titelaufnahme

Titel
Der Einfluss von Theory of Mind - Defiziten auf die persönliche Zielerreichung bei PatientInnen mit Schizophrenie: Pilotstudie
Weitere Titel
The effect of theory of mind deficits on personal goal achievement in patients with schizophrenia: Pilot study
Verfasser / VerfasserinFichtenbauer, Isabelle
GutachterSchrank, Beate
Erschienen2018
Umfang120 Blatt
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2018
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Datum der AbgabeNovember 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Schizophrenie / Theory of Mind / Lebensqualität / Zielerreichung / DIALOG+
Schlagwörter (EN)schizophrenia / theory of mind / quality of life / goal achievement / DIALOG+
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-19176 Persistent Identifier (URN)
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Der Einfluss von Theory of Mind - Defiziten auf die persönliche Zielerreichung bei PatientInnen mit Schizophrenie: Pilotstudie [2.31 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Lebensqualität und das Erreichen von Therapiezielen hängen bei Menschen mit Schizophrenie nicht nur von der Behandlung der psychiatrischen Symptome, sondern in ganz besonderem Maße auch von den kognitiven Funktionen ab. Eine alleinige medikamentöse Therapie kann die kognitiven Defizite nicht in ausreichendem Ausmaß verbessern. Es gilt noch zu untersuchen welche Teilbereiche der Kognition die Zielerreichung im therapeutischen Setting beeinflussen. In der vorliegenden Studie lag das Augenmerk auf der Theory of Mind. Es wurde untersucht, ob es sich bei der Theory of Mind um ein stabiles Konstrukt handelt und inwiefern sich SchizophreniepatientInnen hinsichtlich der Erreichung ihrer persönlichen Ziele unter der Berücksichtigung der individuellen Ausprägung der Theory of Mind und psychiatrischen Symptome unterscheiden.

Zehn StudienteilnehmerInnen erhielten eine achtwöchige Kurzintervention (DIALOG+), welche sich mit dem Definieren und der Erarbeitung von persönlichen Zielen beschäftigte. Vor und nach der Intervention wurden zudem folgende Verfahren durchgeführt: MASC, PANSS, PHQ-9, GAD-7 und WHODASS 2.0.

Die Ergebnisse zeigten, dass die Ausprägung der Theory of Mind stabil geblieben ist. In der vorliegenden Studie wurde kein Zusammenhang zwischen der Ausprägung der Theory of Mind und dem Erreichen der persönlichen Ziele beziehungsweise der Steigerung der Lebensqualität gefunden. Zudem hatte auch die Ausprägung der psychiatrischen Symptome keinen Einfluss auf die persönliche Zielerreichung.

Im Verlauf der Intervention kam es zu einer signifikanten Verbesserung der Schizophrenie-Symptome (d = 0.88), der depressiven Symptomatik (d = 0.85) und dem Grad der Alltagsbeeinträchtigung (d = 0.83). Auch bei der DIALOG+ Gesamtskala, welche der Lebensqualität entspricht, steigerten sich die StudienteilnehmerInnen im Studienverlauf signifikant (d = 0.12).

Aufgrund des geringen Stichprobenumfangs sind die Ergebnisse mit Vorbehalt zu interpretieren. Eine größer angelegte RCT-Studie wäre zur Theorieüberprüfung in Zukunft notwendig.

Zusammenfassung (Englisch)

Quality of life and the achievement of therapeutic goals in people with schizophrenia depend not only on the treatment of psychiatric symptoms, but also on cognitive functions. Drug therapy alone cannot adequately improve cognitive deficits. It is still necessary to investigate which subregions of cognition influence the achievement of therapeutic goals. In the present study, the focus was on theory of mind. The study investigated whether the theory of mind is a stable construct and how people who suffer from schizophrenia differ in terms of achieving their personal goals considering theory of mind and the psychiatric symptoms.

Ten participants received an 8-week short-term intervention (DIALOG +), which dealt with the definition and the achievement of personal goals. Before and after the intervention, the following tests were performed: MASC, PANSS, PHQ-9, GAD-7 and WHODASS 2.0.

The results showed that theory of mind appeared stable over the study period. No correlation was found between theory of mind and the achievement of personal goals or the improvement in quality of life. In addition, the severity of the psychiatric symptoms had no influence on personal achievement of goals.

During the period in which participants received the DIALOG + intervention there was a significant reduction in schizophrenia symptoms (d = 0.88), depressive symptoms (d = 0.85) and the degree of everyday impairment (d = 0.83). In addition, the DIALOG+ scale, which corresponds to quality of life, increased significantly during the study period (d = 0.12).

Due to the small sample size, the results must be interpreted with caution. Further research in this area, such as a larger randomized controlled trial, is required to confirm the results.

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