Titelaufnahme

Titel
Kopfschmerzen im Kindes- und Jugendalter: Epidemiologie und Ursachen : Pilotstudie / eingereicht von Sofie Schneider
Weitere Titel
Headache in Childhood and Adolescence: Epidemiology and Causes
Verfasser / VerfasserinSchneider, Sofie Annette
GutachterVoitl, Peter
Erschienen2018
Umfang86 Blatt
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2018
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Datum der AbgabeNovember 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Kopfschmerz / Kinderheilkunde / Neurologie
Schlagwörter (EN)Headache / Paediatrics / Neurology
Zugriffsbeschränkung
 Das Dokument ist ausschließlich in gedruckter Form in der Bibliothek vorhanden.
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Die Häufigkeit von Kopfschmerzen im Kindes- und Jugendalter hat in den letzten Jahren zugenommen. Sie gelten als häufigste neurologische Krankheit und Schmerzerkrankung in dieser Gruppe. Es werden viele mögliche Auslöser, Komorbiditäten und Risikofaktoren im Zusammenhang mit Kopfschmerzen genannt. Zu der Prävalenz von Kopfschmerzen von Kindern und Jugendlichen in Österreich liegen vergleichsweise wenig Daten vor. Ziel der Arbeit ist, anhand einer Stichprobe, Aussagen über die Prävalenz treffen zu können, sowie in weiterer Folge mögliche Ursachen zu identifizieren.

Methoden: Die Daten wurden mit Hilfe eines Fragebogens in der Gruppenpraxis von DDr. Peter Voitl in Wien erhoben. Befragt wurden 180 Kinder im Alter von drei bis dreizehn Jahren. Der Fragebogen bestand aus einem allgemeinen (Demographie, Daten zu Gesundheit, Ernährung, Trinkmenge, Freizeitgestaltung) und einem speziellen Teil (Details zu den Kopfschmerzen).

Resultate: 34,4% der Befragten gaben an unter Kopfschmerzen zu leiden. Es konnte kein Verteilungsunterschied der Häufigkeit von Kopfschmerzen bezüglich des Geschlechtes hergestellt werden, aber es konnte gezeigt werden, dass die Kopfschmerzgruppe ein signifikant höheres Lebensalter aufwies. Signifikante Unterschiede konnten zwischen den beiden Gruppen (Kopfschmerzgruppe vs. Kontrollgruppe) bezüglich chronischer Erkrankungen, Allergien, Schlafstörungen, dem Bewegungsausmaß und familiärer Prädisposition gezeigt werden. Die Gruppen unterschieden sich nicht bezüglich des BMIs, Herkunft, regelmäßiger Medikamenteneinnahme, Ernährungsform, täglicher Flüssigkeitszufuhr, Dauer des TV/PC- Konsums und der Schlafdauer. Als auslösende Faktoren wurden am häufigsten Schule, Stress, Erkältung, Wetterwechsel, PC oder TV-Konsum und Schlafmangel genannt.

Conclusio: Es konnte bestätigt werden, dass Kopfschmerzen in der älteren Altersgruppe häufiger vorkommen, sowie, dass vor der Pubertät kein Unterschied bezüglich der Geschlechterverteilung vorliegt. Auch konnte ein häufigeres Auftreten von chronischen Erkrankungen, Allergien, Schlafstörungen, ein geringeres Bewegungsausmaß und eine positive Familiengeschichte bezüglich Kopfschmerzerkrankungen signifikant häufiger in der Gruppe der Kinder mit Kopfschmerzen aufgezeigt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: The frequency of headaches among children and adolescents increased in the last couple of years. Headaches are deemed to be the most common neurological illness and pain-related disease among this age group. Many possible triggers, comorbidities and risk factors are named in the context of headaches. Comparatively, very few data on the prevalence of headaches among children and adolescents in Austria are available. The objective of this diploma thesis is to determine the prevalence of headaches among a Viennese pediatric outpatient cohort, as well as to subsequently identify possible causes.

Methods: These data were collected by means of a questionnaire handed out in the group practice of DDr. Peter Voitl in Vienna. The interviewees were 180 children aged three to thirteen. The questionnaire consisted of a general part (demography, data concerning health, nutrition, liquid intake and recreational activities) and a specific part (details concerning headaches).

Results: 34.4% of the respondents indicated to suffer from headaches. A difference in distribution of the frequency of headaches regarding gender could not be established, but it could be shown that the „headache group“ had a significantly higher age. Significant differences could be identified be-tween these two groups („headaches group“ vs. control group) regarding chronic diseases, allergies, sleep disturbances, extent of activity and family predisposition. The groups did not differ with regard to the BMIs, origin, regular medication intake, form of nutrition, daily liquid intake, length of TV/PC consumption and sleep duration. As triggering factors school, stress, colds, weather change, PC/TV consumption and lack of sleep were most frequently named.

Conclusion: It could be confirmed that headaches are more frequent older children and that there is no difference concerning gender distribution before puberty. Also, the group of children with headaches showed a significantly higher occurrence of chronic diseases, allergies, sleep disturbances, a lower extent of activity and a positive family history regarding headaches.