Titelaufnahme

Titel
Effektivität der Therapie mit Spinal Cord Stimulation im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien
Weitere Titel
Effectivity of pain therapy with Spinal Cord Stimulation at the Barmherzige Brüder hospital Vienna
Verfasser / VerfasserinRedl, Anna
GutachterChiari, Astrid
Erschienen2018
Umfang80 Blatt
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2018
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Datum der AbgabeNovember 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Rückenmarkstimulation / Spinal Cord Stimulation / Chronische Schmerzen / Krankenhaus der BArmherzigen Brüder Wien
Schlagwörter (EN)Spinal Cord Stimulation / Chronic pain therapy
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Zusammenfassung (Deutsch)

Thema und Zielsetzung:

Spinal Cord Stimulation (SCS) ist ein etabliertes minimalinvasives Therapieverfahren bei PatientInnen mit starken chronischen Schmerzen und PAVK, das im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien angewendet wird, wo konservative Methoden keine Erleichterung mehr bringen. Dabei handelt es sich um ein neuromodulatorisches Verfahren in welchem Elektroden rückenmarksnah implantiert werden, um durch elektrische Stimulation eine Reduktion der Schmerzen zu erreichen. Ziel der Studie war es, die Effektivität der Therapie mit Spinal Cord Stimulation am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder zu evaluieren.

Methode:

Es handelt sich um eine monozentrische, retrospektive Studie unter Einschluss einer prospektiven Erhebungsphase. Sie wurde am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien mittels retrospektiver Analyse der Patientenakten und einer Statuserhebung zur momentanen Lebensqualität und Schmerzperzeption durchgeführt. Als Einschlusskriterium galt eine laufende Therapie mit implantierten SCS-Systemen. Die Stichprobe umfasste 83 PatientInnen mit vorwiegend „Failed Back Surgery Syndrome“. Im prospektiven Teil der Studie wurden 36 der 83 Patienten mittels SF-36 Fragebogen zur Erfassung der gesundheitsbezogenen körperlichen und psychischen Lebensqualität und ihrem aktuellen VAS-Score befragt.

Ergebnisse:

Der Beobachtungszeitraum beträgt im Durchschnitt 8,9 Jahre. Es zeigt sich eine signifikante Verbesserung des VAS-Score vor und nach Implantation sowie langanhaltend bis zum Zeitpunkt der prospektiven Erhebungsphase. 23,1 % der befragten Patienten können im Laufe der Therapie auf Morphinpräparate verzichten. 66,7 % der befragten Patienten geben an mit der Therapie zufrieden zu sein. Von den 36 befragten Patienten haben 66,7% das Gerät zum aktuellen Zeitpunkt in Betrieb und 33,3% nicht in Betrieb. Es zeigt sich in den Komponenten der körperlichen und der psychischen Lebensqualität (SF-36 Subskalen) kein signifikanter Unterschied in den Ergebnissen der Patienten, die ihr SCS Gerät in Betrieb haben und jenen ohne SCS-Betrieb. Die Patienten benötigen sieben Ambulanzbesuche im Jahr und drei stationäre Aufenthalte in zwei Jahren. Der Generator muss, wegen Batterieerschöpfung, einmal in drei Jahren ausgetauscht werden und etwas mehr als zweimal im Jahr wird eine Optimierung des Systems benötigt. Die häufigste Komplikation stellt die Dislokation der Sonden dar. Im Durchschnitt kommt es einmal im Jahr zu einer Komplikation und einmal in zwei Jahren zu einer Revisionsoperation. Die Funktionstüchtigkeit zeigt sich im Durchschnitt konstant im Verlauf der Therapie.

Zusammenfassung (Englisch)

Objective:

Spinal cord stimulation (SCS) is an established, minimally invasive therapy for patients with severe chronic pain and PAD, employed in the Barmherzigen Brüder Hospital in Vienna, if conservative methods are no longer effective. It is a neuromodulatory procedure in which electrodes are implanted close to the spinal cord in order to achieve a reduction of pain by electrical stimulation. The aim of the study was to evaluate the effectiveness of the therapy with/through Spinal Cord Stimulation at the Barmherzige Brüder Hospital in Vienna.

Method:

It is a monocentric, retrospective study including a prospective survey phase. It was carried out at the Barmherzige Brüder hospital in Vienna. The study included a retrospective analysis of the patient files and a status survey on the current quality of life and pain perception. The inclusion criteria was ongoing therapy with implanted SCS systems. The sample included 83 patients with predominantly "Failed Back Surgery Syndrome". In the prospective part of the study, 36 of the 83 patients were interviewed using the SF-36 questionnaire to assess the health-related physical and mental quality of life and their current VAS score.

Results:

Given an observation period of 8.9 years on average, there is a significant improvement in the VAS score when comparing it to before and after implantation. Also long lasting effects can be observed after the prospective survey phase. Over the course of the therapy, 23.1% of the surveyed patients were able to cope with the pain without morphine preparations. 66.7% of the patients surveyed stated that they were satisfied with the therapy. Of the 36 patients interviewed, 66.7% are currently using the device and 33.3% have their device turned off. When looking at the components of physical and mental quality of life (SF-36 subscales), no difference between the patients operating their SCS device, and those patients currently not using their device, could be observed. Patients require seven ambulance visits per year and three hospital stays in two years. The generator has to be replaced once every three years due to battery depletion, and over twice a year the system needs to be optimized. The most common complication is the dislocation of the electrodes. On average, patients report a complication once a year and require a revision surgery once every two years. Functioning of the device usually remains steady over the course of therapy.