Titelaufnahme

Titel
Darstellung des fetalen Outcomes bei maternalem systemischem Lupus erythematodes - eine retrospektive Datenanalyse / eingereicht von Maximiliane Schmidmeier
Weitere Titel
Presentation of the fetal outcome in patients with maternal systemic lupus erythematosus - a retrospective data analysis
Verfasser / VerfasserinSchmidmeier, Maximiliane
GutachterLehner, Rainer
Erschienen2018
Umfang70 Blatt
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2018
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Datum der AbgabeDezember 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Systemischer Lupus Erythematodes / Schwangerschaft / Fetales Outcome
Schlagwörter (EN)systemic lupus erythematodes / pregnancy / fetal outcome
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Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Der systemische Lupus erythematodes (SLE) ist eine Autoimmunerkrankung, welche die Haut und weitere Organsysteme betreffen kann. Der genaue Grund für das Entstehen der Autoantikörper ist nicht bekannt. Die Krankheit tritt am häufigsten bei Frauen im gebärfähigen Alter auf. Eine Schwangerschaft ist möglich, gilt aber als eine Risikoschwangerschaft mit erhöhter Wahrscheinlichkeit für Komplikationen.

Ziel: Ziel der Studie war die Überprüfung möglicher Unterschiede des fetalen Outcomes zwischen Neugeborenen, deren Mütter an SLE erkrankt sind und Neugeborenen, deren Mütter diese Erkrankung nicht haben. Folgende fetale Parameter wurden betrachtet: Geburtsgewicht, Körperlänge, Kopfumfang, APGAR-Score nach einer Minute, Nabelschnur-pH-Wert, Sectio ja/nein und Verlegung des Neugeborenen auf eine neonatologische Intensivstation ja/nein.

Methodik: Retrospektive Datenanalyse eines Datensatzes von ca. 35.000 Patientinnen, die zwischen 2003 bis 2015 an der Universitätsklinik für Gynäkologie und Geburtshilfe Wien entbunden haben. 28 an SLE Erkrankte wurden identifiziert, die Daten ihrer Feten (28) wurden zusammengefasst und verglichen. Nach der Fallzahlberechnung wurde jedes Neugeborene mit jeweils fünf Neugeborenen, deren Mütter nicht an SLE leiden, gematcht. Das Matching erfolgte anhand des gleichen Alters der Mutter und anhand des gleichen Gestationsalters. Insgesamt ergab das eine Anzahl von N=168 Neugeborenen (28 in der Experimental-, 140 in der Kontrollgruppe).

Ergebnisse: Neugeborene der Experimentalgruppe wogen signifikant weniger (Z= -2,225; p=.013), als jene der Kontrollgruppe und waren signifikant kleiner (Z= -1,78; p=.04). Für die restlichen erhobenen Parameter konnten keine signifikanten Unterschiede nachgewiesen werden.

Schlussfolgerung: Die Ergebnisse der Untersuchung unterstreichen die Bedeutung von engmaschigen Kontrollen und Ultraschalluntersuchungen während der Schwangerschaft bei SLE-Patientinnen. In zukünftigen Studien müssen die Komorbiditäten und Langzeitfolgen, vor allem jene kardialer Genese, genauer untersucht werden, um ein ganzheitliches Bild über das fetale Outcome zu gewinnen.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: Systemic Lupus erythematodes (SLE) is an autoimmune disease that can affect the skin and further organ systems. The exact cause for the development of these autoantibodies is not known. The disease affects women primarily of childbearing age. A pregnancy is possible but should be considered as a high-risk pregnancy because of an increased probability of complications.

Aim: The aim of this study was to check possible differences in the fetal outcome of newborns whose mothers are affected by SLE and newborns whose mothers are not affected by SLE. The following fetal parameters were considered: birth weight, birth length, head circumference, APGAR-Score after one minute, pH of the umbilical cord artery at birth, caesarean section yes/no, transfer of the newborn to a neonatal intensive care unit yes/no.

Methods: Retrospective data analysis of approx. 35.000 patients who delivered between 2003 and 2015 at the department for gynecology and obstetrics at Vienna General Hospital. 28 patients suffering from SLE were identified, their fetal data was summarized and compared. After calculating the sample size, each newborn was matched with five newborns whose mothers do not suffer from SLE. The matches were made by the mothers age and gestational age. In total this adds up to 168 newborns (28 forming the experimental group, 140 forming the control group).

Results: Neonates in the experimental group weighed significantly less at birth (Z= -2,225; p=.013) than those in the control group. Also they were significantly smaller (Z= -1,78; p=.04). Considering the remaining parameters no significant differences were found.

Conclusion: The results of the study emphasize the importance of continuous clinical and sonographical check-ups in SLE-pregnancies. In further research comorbidities and long-term effects, especially cardiac ones, have to be investigated to obtain a holistic view of the fetal outcome.