Titelaufnahme

Titel
Korrektur der Adoleszentenskoliose - Translation und Derotation
Weitere Titel
Posterior instrumented curve correction of adolescent scoliosis - translation and derotation
Verfasser / VerfasserinSchmidt, Daniela
GutachterGrohs, Josef
Erschienen2018
Umfang80 Blatt : Illustrationen
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2018
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Datum der AbgabeDezember 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Skoliose
Schlagwörter (EN)scoliosis
Zugriffsbeschränkung
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Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund

Wird die idiopathische Adoleszentenskoliose durch eine Korrekturspondylodese operativ versorgt, gibt es die Möglichkeit der Verwendung von ventralen oder dorsalen Korrekturmethoden. Bei der dorsalen Stabilisierungstechnik werden Pedikelschraubensysteme segmental verankert. Unter anderem werden drei verschiedene dorsale Methoden der Instrumentierung für die Translation und Derotation (Korrektur der Krümmung) verwendet.

In der vorliegenden Arbeit wurde überprüft, in wie weit die ausgewählten Operationsmethoden in Bezug auf radiometrische und klinische Parameter einen Vorteil im Vergleich miteinander aufzeigten.

Methodik

Dies war eine retrospektive, klinische Kohortenstudie. Sie wurde monozentrisch an der Klinischen Abteilung für Orthopädie der Universitätsklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Allgemeinen Krankenhaus in Wien durchgeführt. Es wurden alle Patienten mit idiopathischer Adoleszentenskoliose, die zwischen 1996 und 2017 mit einer dorsalen Korrektur operativ versorgt wurden, inkludiert. Insgesamt umfasste die Studie 47 Patienten.

Ergebnisse

Für die Parameter Geschlechterverhältnis, das durchschnittliche Lebensalter zum Zeitpunkt der Operation und das Risser-Stadium konnten die gemäß Literatur beobachteten Werte bestätigt werden.

Mittels einer zweifaktoriellen Varianzanalyse zeigte sich eine statistisch signifikante Reduktion der Hauptkrümmung durch die Veränderung der absoluten Werte des prä- zu postoperativen Cobb-Winkel. Im Vergleich der Methoden konnten deutliche Effekte festgestellt werden, wobei hier für die Methode mit den besten Derotationsmöglichkeiten die größte Verbesserung festgestellt wurde. Das gleiche Resultat wurde bei der Analyse der relativen Veränderung gezeigt.

In der Untersuchung des Winkels der obersten freien Bandscheibe zeigte sich eine vergleichbare Verbesserung bezüglich aller drei Operationsmethoden.

Fazit

Alle drei untersuchten dorsalen Instrumentationsspondylodesen erreichen vergleichbare drei-dimensionale Korrekturergebnisse. Dennoch bleibt zu bedenken, dass viele patientenindividuelle Faktoren (Skolioseform, - art, Klassifikation etc.) und Allgemeinfaktoren wie z.B. Erfahrung des Chirurgenteams letztendlich über den Erfolg der Korrektur entscheiden.

Zusammenfassung (Englisch)

Background

Anterior and posterior instrumented curve correction is the common surgical approach to idiopathic adolescent scoliosis. Segmental fixed pedicle screws are used as dorsal stabilizing technique. In order to achieve a translation and a derotation (curve correction) there are different dorsal methods.

This work aimed to show the advantage of three selected methods in terms of radiometric and clinical parameters.

Methods

This was a retrospective, clinical cohort study. It compromised all patients with adolescent scoliosis who were treated by posterior instrumented curve correction method from 1996 to 2017 at the Division of Orthopedics of the Department of Orthopaedics and Trauma Surgery at Vienna General Hospital. In total 47 patients were included.

Results

According to literature, the obtained values with respect to female to mal ratio, age at surgery and risser sign have been confirmed.

With the aid of the analysis of variance a significant reduction of the main curve has been shown since the pre- and postoperative Cobb angle has changed in absolute and relative value. Although all methods yielded satisfying results, method with best derotation outcome clearly achieved the highest improvement.

Similar observations have been made for angle correction of the intervertebral disc below the last curve correction instrumentation in all methods.

Conclusion

All three posterior curve corretions have shown very similar results. However, several aspects need to be taken into account such as unique qualities of the curve as well as the surgeons experience to obtain a successful curve correction.